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NACHHALTIGKEIT AT SEA

SHIPS @ SEA – Kurs Nachhaltigkeit

„NACHHALTIGKEIT AT SEA“ ist unsere Berichterstattung (siehe unten) über alles, was es Neues von Bord der Schiffe und Reedereien gibt, um die Passagierseefahrt „sauberer & nachhaltiger“ auszurichten. Hierauf richtet SHIPS@SEA sein besonderes Augenmerk, da die Problemstellung auf der Hand liegt:

Einerseits ist die Seefahrt und insbesondere die Kreuzfahrt mit ihren vielseitigen Schiffen eine faszinierende Angelegenheit – die auch SHIPS@SEA – wie Millionen anderer Menschen – aus unterschiedlichen Gründen schätzen gelernt hat. So gibt es viele Annehmlichkeiten kompakt zusammengefasst auf einem Schiff und ist zugleich eine bequeme Fortbewegungsmöglichkeit mit dem einfachen Entdecken von täglich neuen Orten.

Andererseits ist aber eben auch genau das das Problem und daher möchten wir Dich auf einen kurzen Exkurs mitnehmen:

es werden immer mehr Menschen, mit immer preiswerteren Reisen und immer größeren Schiffen auf das Wasser „gelockt“: Massenbetrieb statt Nachhaltigkeitsoffensive umschreibt es unserer Meinung nach gut. Denn was früher ein sehr übersichtlicher Geschäftsbereich war, hat sich in den letzten zwanzig Jahren zu einem touristischen Massenprodukt entwickelt. Damit einhergehend wuchsen auch die Umweltbelastungen – keine Frage. Auch heute noch werden weltweit 2/3 aller Schiffe mit Schweröl (HFO= heavy fuel oil) betrieben. Was sind eigentlich „alle Schiffe“? Dazu hat das deutsche Umweltbundesamt 2019 eine Zahl ermittelt: über 90.000 Schiffe unterschiedlicher Größe sind auf den Weltmeeren unterwegs. Diese Zahl setzt sich aus unterschiedlichen Schiffstypen zusammen: Frachtschiffe (Containerschiffe, Öltanker, Bulker, u.ä.), Passagierschiffe (Kreuzfahrtschiffe und Fähren) sowie Serviceschiffe (z.B. Schlepper und Versorger). Um die Zahl etwas besser einordnen zu können: von diesen 90.000 Schiffen entfallen rund 450 auf den Kreuzfahrtsektor. Kleinere Fischereiboote und private Motorboote sind in dieser Zahl nicht enthalten.

Als Treibstoff kommt neben Schweröl jüngst auch (vermehrt) „Marine Diesel“ und „Liquefied Natural Gas“ (LNG) zur Verwendung. Zur Verdeutlichung: Eine verbrauchte Tonne Schweröl setzt etwa 3 Tonnen CO2 (Carbondioxid) frei, und verursacht zahlreiche, weitere Emissionen wie Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SOx) und auch Ruß (Feinstaub). Letzterer fällt im übrigen nicht bei der Verbrennung von „LNG“ an, was neben 30% weniger CO2 und deutlich niedrigerem SOx ein großer Vorteil gegenüber Schweröl ist. Nachteilig ist, dass LNG zu >90% aus Methan besteht, welches selbst ein hoch aggressives Treibhausgas ist. Da also auch die momentan favorisierten Lösungen wie „LNG“ oder „Hybrid“ zum Schiffsantrieb sehr wahrscheinlich nicht der finale Stand der Technik im Hinblick auf die Nachhaltigkeit sein werden, können die in diesem Bereich bisher erfolgten Verbesserungen eher als Etappenziel gelten.

Neben diesen Emissionen werden von den Schiffen auch feste und flüssige Abfälle ins Meer geleitet – hier hat sich zwar bei der Behandlung von „Grau-“ und „Schwarzwasser“ vor der etwaigen Einleitung in die Meere in den letzten Dekaden einiges verbessert, aber auch hier dürfen und müssen weitere Verbesserungen zukünftig erzielt werden. Was sind eigentlich „Grau-„und „Schwarzwasser“? „Schwarzwasser“ ist das Abwasser aus dem Toilettensystem eines Schiffes, während „Grauwasser“ ein gering verschmutztes Abwasser aus z.B. den Duschen, Waschbecken, oder Waschmaschinen ist.

In jedem Falle dürfen die Meere unserer Meinung nach eines nicht länger sein: Entsorgungsorte.

Denn: wie schön und faszinierend sind elegante, weiße Schiffe noch, wenn sie in einem bunten Meer von (Plastik-)Müll schwimmen?
Wer genießt noch schöne, unbeschwerte Stunden auf See, wenn das Meer tot, leergefischt und von Müll überfrachtet ist?

Damit unsere Welt wieder ein Stück besser werden kann und wir gemeinsam unsere Passion für saubere Weltmeere und schöne Schiffe weiterleben können, engagieren wir uns nachhaltig:

SHIPS@SEA ist nicht darauf ausgelegt „share-holder-value“ zu generieren – daher unterstützen wir gegenwärtig anerkannte und wichtige Vereine, die sich beispielsweise für den Erhalt der Meere einsetzen mit regelmäßigen Spenden (hier mehr dazu). Außerdem zeigen wir in unserer „statistic at sea“ unter anderem die Schiffe, die besonders modern und verhältnismäßig „grün & nachhaltig“ angetrieben werden.

Uns ist aber auch klar: dies kann alles erst ein Anfang sein. Aber wie heißt es so schön?  „Wer den ersten Schritt gemacht hat, ist 50% des Weges gegangen.“ Daher dürfen unserer Einschätzung nach die Anstrengungen von Forschung, Entwicklung, Umsetzung und Schiffsbetrieb der jeweils betreffenden Parteien auf keinen Fall nachlassen. Die Schiffe der Zukunft müssen ggfs. auch aus einem „Antriebs-Mix“ bestehen, der emissionsärmer und „sauberer“ ist, als es heute der Fall ist. Unsere Erde mit seinen Meeren darf nicht weiter kanibalisiert werden – zu schön ist es doch hier auf unserem „blauen Planeten“.

In diesem Sinne verfolgen wir auch weiterhin genau die Entwicklungen auf diesem Sektor und berichten darüber und engagieren uns aktiv.

Letzteres geschieht bereits indem wir beispielsweise im Büro, sowie im privaten Bereich, dauerhaft die Verwendung von Kunststoff reduzieren. Und wir motivieren – wo zutreffend – jede Reederei mit der wir in Kontakt stehen ggfs. ihre „environmental policies“ weiter und anhand konkreter Vorschläge zu optimieren.

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