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MSC Cruises nahm zusammen mit dem PORT OF KIEL feierlich die Landstromanlage am Kieler Ostuferhafen in Betrieb

  • Im Ostuferhafen befindet sich der Liegeplatz für die Schiffe von MSC Cruises, die von hier aus jeden Sommer zu traumhaften Routen Richtung Nordeuropa starten 
  • Die gemeinsame Einweihung fand im Beisein des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, sowie des Kieler Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer statt
  • Die Eröffnung der Anlage unterstreicht die Nachhaltigkeitsbemühungen sowohl des Seehafens als auch der Reederei für eine umweltbewusste Kreuzfahrt

München, Wien, Zürich – 23.09.2023. MSC Cruises und der PORT OF KIEL arbeiten gemeinsam an einer klimafreundlicheren Zukunft für Kreuzfahrten. Nachdem der Seehafen bereits andere Anleger an die Landstromversorgung angeschlossen hatte, wurde heute die neue Anlage am Ostuferhafen in Betrieb genommen. Damit werden sowohl die Reederei als auch der Hafen ihrer Verantwortung gerecht, die Umweltauswirkungen einer der beliebtesten Reiseformen zu reduzieren und den Emissionsausstoß der Schiffe während ihrer Liegezeiten auf ein Minimum zu senken. 

In Anwesenheit von Ministerpräsident Daniel Günther und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sowie Vertretern des PORT OF KIEL, von MSC Cruises und dem technischen Partner Siemens fanden sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien zusammen, um die feierliche Eröffnung der Landstromanlage am Ostuferhafen zu begleiten.

Absichtserklärung über die Landstromnutzung in Kiel

MSC Cruises will die Landstromnutzung seiner Flotte langfristig ausbauen und unterstützt daher den Bau von Landstromanlagen in den Häfen, die von MSC Schiffen angelaufen werden. Die neue Landstromanlage am Terminal des Osteruferhafens, das MSC Cruises traditionell in Kiel nutzt, wurde nun in Kooperation mit Siemens um dem PORT OF KIEL erfolgreich fertiggestellt. 

Schon im Rahmen des Erstanlaufs der MSC Euribia in Kiel Mitte Juni unterzeichneten Vertreter von MSC Cruises und des Seehafens Kiel eine Absichtserklärung, um sich zur langfristigen Nutzung von Landstrom in Kiel zu verpflichten. Für die Sommersaison 2024 bedeutet das 20 Anläufe, bei denen Landstrom genutzt werden kann.

Landstrom als wichtiger Faktor bei der Emissionsreduktion

Die Schiffe von MSC Cruises haben seit Februar 2023 erfolgreich Landstrom in den Häfen von Southampton (Großbritannien) und Kristiansand (Norwegen) genutzt. Darüber hinaus wurden auch erfolgreich die Anlagen in den norwegischen Häfen Haugesund, Bergen und Ålesund sowie in Warnemünde getestet. Seit 2017 sind alle Neubauten von MSC Cruises standardmäßig mit einem Landstromanschluss ausgestattet. Zusammen mit den Nachrüstungen auf anderen Schiffen sind inzwischen 67 Prozent der Gesamtkapazität von MSC Cruises mit dieser Technologie ausgestattet. Weitere Schiffe werden nachgerüstet, sobald die Häfen auf ihren Reiserouten Landstrom zur Verfügung stellen. 

Christian Hein, Managing Director von MSC Cruises Deutschland sagte bei der Eröffnung: „Die Landstromversorgung unserer Schiffe ist ein wichtiges Element unserer Umweltbemühungen insgesamt und unabdingbar auf unserer Reise, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Wir haben in großem Umfang schon in hybride Abgasreinigungssysteme investiert, um die lokalen Luftschadstoffemissionen erheblich zu reduzieren. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass weitere Häfen in ganz Europa – und darüber hinaus – so schnell wie möglich Landstromanlagen einführen, damit wir unsere Schiffe entsprechend anschließen können. Indem wir die Emissionen in den Häfen erheblich reduzieren, werden wir unserer Umweltverantwortung gegenüber den Häfen und Destinationen gerecht, die unsere Schiffe anlaufen. Zusammen mit der Verwendung von LNG als Treibstoff, auch auf der MSC Euribia, der Verbesserung der Energieeffizienz, dem Einsatz innovativer Abwasserbehandlung und dem Abfallrecycling machen wir einen wichtigen Schritt, um unsere Auswirkungen auf die Umwelt weiter zu verringern.“

„Mit der Eröffnung haben wir auch mit den Integrationstests zwischen Landstromanlage und der MSC Euribia begonnen. Die Reederei MSC Cruises und den PORT OF KIEL verbindet die gemeinsame Vision eines nachhaltigeren Seetourismus seit vielen Jahren. Wir freuen uns daher sehr, dass die MSC Euribia das erste Schiff ist, das die neue Anlage nutzt und damit zukünftig nahezu emissionsfrei im Kieler Hafen liegen wird. Mit den neu eröffneten Landstromanlagen am Ostuferhafen können wir in Kiel ab 2024 an allen Terminals grünen Landstrom anbieten und gehören damit zu einem der führenden Häfen in Europa,“ kommentierte Dr. Dirk Claus, Managing Director PORT OF KIEL.

Die Neubauten von MSC Cruises sind, was den Treibstoff betrifft, flexibel und können mit verschiedenen Kraftstoffen betrieben werden, auch potenziell erneuerbaren – ob heute oder in der Zukunft. Im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen führt die Verwendung von fossilem LNG bereits zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um bis zu 20 Prozent und eliminiert praktisch alle Schwefeloxid- und Feinstaubemissionen, während Stickoxide um 85 Prozent reduziert werden.

Das neueste Flaggschiff von MSC Cruises, die MSC Euribia, ist das energieeffizienteste Kreuzfahrtschiff aller Zeiten und hat im Juni 2023 auf der Fahrt von Frankreich nach Dänemark als erstes Schiff der Branche bewiesen, dass durch die Verwendung von erneuerbarem Bio-LNG eine klimaneutrale Kreuzfahrt möglich ist.

Die Neubauten von MSC Cruises sind, was den Treibstoff betrifft, flexibel und können mit verschiedenen erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden – ob heute oder in der Zukunft. Im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen führt die Verwendung von fossilem LNG bereits zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um bis zu 20 Prozent und eliminiert praktisch alle Schwefeloxid- und Feinstaubemissionen, während Stickoxide um 85 Prozent reduziert werden.

Das neueste Flaggschiff von MSC Cruises, die MSC Euribia, ist das energieeffizienteste Kreuzfahrtschiff aller Zeiten und hat im Juni 2023 auf der Fahrt von Frankreich nach Dänemark als erstes Schiff der Branche bewiesen, dass durch die Verwendung von erneuerbarem Bio-LNG eine klimaneutrale Kreuzfahrt möglich ist.

Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group nennt Hintergründe zur weltweit ersten klimaneutralen Kreuzfahrt

  • Während ihrer viertägigen Jungfernfahrt übertraf die MSC Euribia die prognostizierte Leistung und verbrauchte 43 Tonnen weniger Treibstoff als angenommen
  • Ein technologischer „digitaler Zwilling“ hat die Leistung des Schiffes gemessen
  • Heizung und Warmwasser an Bord wurden durch die Abwärme der Motoren erzeugt, sodass die Heizkessel an Bord nicht eingesetzt wurden
  • Die klimaneutrale Kreuzfahrt der MSC Euribia wurde bei den 2023 Seatrade Cruise Awards als „Sustainability Initiative of the Year“ ausgezeichnet
  • All dies beweist, dass das neueste Flaggschiff von MSC Cruises tatsächlich über das bisher energieeffizienteste Schiffsdesign verfügt

München, Wien, Zürich – 07.09.2023. Die weltweit erste klimaneutrale Kreuzfahrt mit der MSC Euribia, dem neuesten mit LNG-betriebenen Schiff der MSC Group, markiert einen Paradigmenwechsel in der Kreuzfahrt. Sie beweist, dass Kreuzfahrten mit Netto-Null-Emissionen schon heute möglich sind, deutlich vor dem Ziel der Branche für 2050. Durch die Anwendung eines Massenbilanzsystems konnte bei der Jungfernfahrt Bio-LNG eingesetzt werden.

Bei den 2023 Seatrade Cruise Awards, die im Rahmen der Seatrade Europe in Hamburg gestern feierlich vergeben wurden, wurde die klimaneutrale Kreuzfahrt der MSC Euribia als „Sustainability Initiative of the Year“ ausgezeichnet. Entgegengenommen wurde der Preis von MSC Cruises CEO Gianni Onorato sowie Michele Francioni, Senior Vice President of Optimisation der Kreuzfahrtsparte der MSC Group, und Linden Coppell, Vice President Sustainability & ESG von MSC Cruises.

Nach dieser klimaneutralen Kreuzfahrt der MSC Euribia vom 3. bis 8. Juni 2023 von Saint-Nazaire in Frankreich nach Kopenhagen in Dänemark – einschließlich Aufenthalts in Amsterdam – veröffentlicht MSC Cruises nun die wichtigsten Daten und Erkenntnisse der Reise. Während der viertägigen Fahrt schnitt die MSC Euribia elf Prozent besser ab als ihr „digitaler Zwilling“ – ein virtuelles Schiff, das den optimalen Energiefluss und die optimale Energienutzung an Bord nachbildet – und sparte so insgesamt 43 Tonnen Treibstoff ein. Optimale Geschwindigkeitsprofile, Routenführung, Trimmung und Maschinenkonfiguration sowie eine strikte Optimierung des Energieverbrauchs des Hotelbetriebs (einschließlich Heizung, Lüftung, Klimatechnik, Küchen und Beleuchtung) sorgten dafür, dass die MSC Euribia während der Fahrt nie mehr als zwei ihrer vier verfügbaren Maschinen nutzen musste. Darüber hinaus wurde die benötigte Wärme für die Küchen, Heizungssysteme und das Warmwasser an Bord komplett von den Motoren der MSC Euribia zurückgewonnen, sodass die Heizkessel nicht genutzt werden mussten.

Zum Erreichen der Netto-Null-Leistung wurde Bio-LNG mit einem Massenbilanzsystem eingesetzt, welches als kosteneffizienteste und umweltfreundlichste Methode gilt, um die Vorzüge von erneuerbarem LNG zu nutzen. Diese Herangehensweise wird von der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED II) uneingeschränkt anerkannt. Jede Charge des produzierten Bio-LNG wurde von der International Sustainability & Carbon Certification (ISCC) zertifiziert. 

Der erfolgreiche Abschluss dieser Reise ist ein klares Signal dafür, dass ein klimaneutraler Schiffsbetrieb schon heute möglich ist, wenn alternative Kraftstoffe verfügbar sind. Die während der Reise gesammelten Daten und Informationen werden zur Optimierung der bestehenden Flotte genutzt, um die Emissionsintensität in der gesamten Flotte von MSC Cruises weiter zu senken. 

Michele Francioni, Senior Vice President of Optimisation der Kreuzfahrtsparte der MSC Group, kommentierte: „Wir sind sehr stolz auf diese Leistung, die beweist, dass eine Netto-Null-Kreuzfahrt heute möglich ist. Unsere Ingenieure und unsere Crew an Bord unter der Leitung von Kapitän Battinelli haben fantastische Arbeit geleistet, um den Betrieb des Schiffes zu optimieren. Die MSC Euribia ist das bisher energieeffizienteste Kreuzfahrtschiff, aber wir brauchen eine bessere Verfügbarkeit von erneuerbaren Kraftstoffen für die gesamte Schifffahrtsindustrie, um diese Leistung zu wiederholen. Durch die entsprechende Unterstützung von Regierungen und internationalen Institutionen, die Anreize für die Förderung des technologischen Fortschritts und die bessere Verfügbarkeit erneuerbarer Kraftstoffe setzen, kann die Branche bis 2050 eine emissionsfreie Kreuzfahrt erreichen.“

Durch die kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung (LOI) zwischen MSC Cruises und dem Kraftstofflieferanten Gasum wird MSC in der Lage sein, auf synthetisches Flüssigas (e-LNG) zuzugreifen. Dieser erneuerbare Kraftstoff wird aus Wasserstoff hergestellt, der mittels Hydrolyse unter Verwendung erneuerbarer Energiequellen erzeugt und mit gebundenem Kohlenstoff kombiniert wird. 

Linden Coppell, Vice President Sustainability & ESG von MSC Cruises, dazu: „Die Partnerschaft mit Gasum ermöglicht uns den Zugang zu neuen und saubereren Kraftstoffen, die wir benötigen, um einen bedeutenden Schritt in Richtung Klimaneutralität zu machen. Wir brauchen mehr Lieferanten wie Gasum, die unsere Branche unterstützen – wir sind bereit mehr dieser neuen Kraftstoffe zu kaufen. In der Zwischenzeit werden wir weiter aus den Daten der klimaneutralen Fahrt der MSC Euribia lernen und diese Erkenntnisse als Maßstab für die Auslieferung unseres nächsten LNG-Schiffes nutzen.

Informationen zur MSC Euribia und den Umwelttechnologien der Kreuzfahrtsparte:

Zahlen und Fakten zur MSC Euribia:

  • Bruttoraumzahl: 184.011
  • Länge: 331 m
  • Breite: 43 m
  • Höhe: 73,6 m
  • Passagierkapazität: 6.334
  • Motoren und Kraftstoffe: Vier Wärtsilä Dual Fuel Motoren: 2 x 16V46DF und 2 x 12V46DF

Die Motoren können mit Flüssigerdgas (LNG) und schwefelarmem Marinegasöl (MGO) betrieben werden.

Die Verwendung von LNG 

Die MSC Euribia wird mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben, das Schwefeloxide und Feinstaub praktisch eliminiert und Stickoxide um 85 Prozent reduziert. Außerdem werden dadurch die Treibhausgasemissionen um bis zu 20 Prozent (auf CO2-Äquivalentbasis) reduziert.
LNG ist ein Übergangskraftstoff: Die Motorentechnologie und die Kraftstoffsysteme an Bord können bereits heute Bio- und synthetisches LNG verwenden. In Zukunft kann das Schiffskonzept so umgerüstet werden, dass die mit LNG angetriebenen Schiffe mit Bio-Methanol betrieben werden können. MSC Cruises setzt sich für die Verwendung von erneuerbaren Kraftstoffen ein und treibt die Energiewende hin zu einem klimaneutralen Betrieb an.

Energie-Effizienz

Die MSC Euribia ist das energieeffizienteste Kreuzfahrtschiff aller Zeiten. Die MSC Euribia wird einen IMO Energy Efficiency Design Index (EEDI) erreichen, der 55 Prozent über den derzeitigen Anforderungen liegt, und war zum Zeitpunkt ihres Stapellaufs das leistungsstärkste Kreuzfahrtschiff der Welt.
Die MSC Euribia wird bis zu 19 Prozent weniger Treibhausgasemissionen pro Passagier und Tag ausstoßen als ihre Schwesterschiffe, die mit konventionellen Schiffskraftstoffen fahren und bis zu 44 Prozent weniger Treibhausgasemissionen pro Passagier und Tag ausstoßen als Schiffe, die erst vor zehn Jahren gebaut wurden.

Fortschrittliche Wasser- und Recyclinganlagen

Das Abwasser wird in einer sehr hohen Qualität aufbereitet, die besser ist als die vieler kommunaler Anlagen an Land. Die Technologie entspricht den strengsten internationalen IMO-Normen – einschließlich des Baltic Standard. Fortschrittliche Recyclingsysteme fördern die Reduzierung, Wiederverwendung und Wiederverwertung der an Bord anfallenden Abfälle.

MSC Cruises hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden

Die Emissionsintensität des Schiffsbetriebs von MSC Cruises ist seit 2008 um 33,5 Prozent gesunken, die Zielvorgabe der IMO für 2030 wird MSC um 40 Prozent übertreffen. Um Klimaneutralität zu erreichen, bedarf es jedoch mehr als nur weiterer betrieblicher Effizienzsteigerungen: MSC setzt auf neue Technologien und stellt auf kohlenstofffreie und erneuerbare Kraftstoffe um. Die Kreuzfahrtsparte arbeitet mit Treibstofflieferanten und anderen Beteiligten an der Einführung nachhaltiger Kraftstoffe wie moderner Biokraftstoffe und Biogas. Mit Blick auf die Zukunft werden grüner Wasserstoff und Bio-Methanol sowie synthetische e-Kraftstoffe voraussichtlich zur Dekarbonisierung beitragen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung skalierbarer Lösungen, die universell eingesetzt werden können.

Die Royal Caribbean Group testet auf zwei Schiffen neuen Biokraftstoff

Dreimonatiger Testlauf: Die Celebrity Apex (Celebrity Cruises) und die
Symphony of the Seas (Royal Caribbean International) fahren
in diesem Sommer in Europa mit alternativem Treibstoff

In diesem Sommer wird die Royal Caribbean Group (NYSE: RCL) auf zwei Schiffen in Europa alternative Kraftstoffe testen. Dazu werden die Celebrity Apex von Celebrity Cruises und die Symphony of the Seas von Royal Caribbean International mit nachhaltigerem Biotreibstoff betankt. Der Testlauf soll wichtige Daten und Forschungsergebnisse zu den Fähigkeiten des Kraftstoffs und Erkenntnisse zur Lieferketteninfrastruktur liefern.

Während des dreimonatigen Tests werden die Celebrity Apex vom Hafen in Rotterdam und die Symphony of the Seas in Barcelona ablegen. Die neuartige Biokraftstoffmischung besteht unter anderem aus wiederverwertbaren Rohstoffen wie Altspeiseölen und -fetten und soll wesentlich weniger CO2-Emissionen ausstoßen.

„Biokraftstoffe werden kurz- und mittelfristig eine immer wichtigere Rolle dabei spielen, nicht nur unsere eigenen, sondern auch die Dekarbonisierungsziele des gesamten maritimen Sektors zu erreichen. Wir sind sehr stolz darauf, unsere Branche beim Ausbau innovativer Kraftstofflösungen, die den CO2-Ausstoß reduzieren, weiterhin voranzutreiben, sagt Jason Liberty, Präsident und CEO der Royal Caribbean Group.

Das Kreuzfahrtunternehmen plant, den Einsatz alternativer Kraftstoffe auszuweiten, um den Bedarf seiner Schiffe in der gesamten Flotte zu decken. Nach Abschluss der Tests in diesem Sommer möchte die Royal Caribbean Group bei den kommenden Sommerkreuzfahrten in Europa weitere Schiffe mit alternativen Kraftstoffen, einschließlich Biokraftstoffen, betanken.

„Wir haben eine nachhaltige Zukunft im Blick und wollen dank neuer Kooperationen und Innovationen auf verantwortungsvolle Weise großartige Urlaubserlebnisse bieten“, erklärt Liberty, und fügt hinzu: „Nach Abschluss der Tests hoffen wir, die Fähigkeit unserer Schiffe zu verbessern und Emissionen deutlich zu reduzieren. Außerdem wollen wir strategische Partnerschaften mit Lieferanten und Häfen intensivieren, um sicherzustellen, dass ausreichend Biokraftstoff und Infrastrukturen zur Verfügung stehen, um die maritime Energiewende Wirklichkeit werden zu lassen.“

Bereits im vergangenen Herbst testete die Royal Caribbean Group einen Biokraftstoff auf der in Kalifornien ansässigen Navigator of the Seas. Es war das erste Kreuzfahrtschiff, das einen US-Hafen verließ und dabei erneuerbaren Dieselkraftstoff verwendete.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich die Royal Caribbean Group für eine bessere und nachhaltigere Zukunft. Aufbauend auf einem robusten Portfolio von Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz, der Wasseraufbereitung und der Abfallverwertung ist die Erprobung von Biokraftstoffen ein nächster wichtiger Schritt zur Erreichung von Destination Net Zero, einer Vision von Netto-Null-Emissionen bis 2050. Mehr Infos über die Nachhaltigkeits-Anstrengungen der Royal Caribbean Group unter www.royalcaribbeangroup.com/sustainability.

HANSEATIC spirit bezieht erfolgreich Landstrom in Hamburg

  • Zertifizierung der Expeditionsflotte durch Klassifikationsgesellschaft DNV schreitet voran
  • Langfristiger Kooperationsvertrag über grüne Landstromversorgung mit der Hamburg Port Authority (HPA) geschlossen
  • Baugleiche Schwesterschiffe HANSEATIC nature und HANSEATIC inspiration profitieren von Datenspeicherung bei zukünftigen Anläufen in Hamburg

Die HANSEATIC spirit konnte am vergangenen Wochenende am Cruise Center Altona in Hamburg erstmals über einen längeren Zeitraum hinweg grünen Landstrom beziehen. Die störungsfreie Nutzung und Kompatibilität sind umfangreich geprüft, sodass die HANSEATIC spirit bei ihrem nächsten Anlauf in Hamburg die Zertifizierung durch die Klassifikationsgesellschaft DNV anstrebt. In der Zwischenzeit profitieren die baugleichen Schwesterschiffe HANSEATIC nature und HANSEATIC inspiration von der Übertragung der gespeicherten Daten. Bereits beim nächsten Anlauf der HANSEATIC nature im September wird die Testphase fortgesetzt, mit dem Ziel, das kleine Expeditionsschiff zu zertifizieren. Diese ist nötig, da jedes Schiff unterschiedliche Anforderungen an den Energieversorger stellt. Erst durch das Gütesiegel des technischen Gutachters gilt die Sicherheit des Schiffes bei der Nutzung der entsprechenden Landstromanlage als gewährleistet. Um die Landstromnutzung der Flotten weiter voranzutreiben, hat TUI Cruises einen Kooperationsvertrag mit der Hamburg Port Authority (HPA) geschlossen. Davon profitiert auch Hapag-Lloyd Cruises als Marke der TUI Cruises GmbH.

Hamburg, 1. Juni 2023 – Nachdem das Luxusschiff EUROPA 2 bereits seit Sommer 2020 Landstrom am Cruise Center Altona bezieht, hat nun auch die HANSEATIC spirit dort erfolgreich Landstrom genommen. Das kleine und moderne Expeditionsschiff für maximal 230 Gäste benötigt im Hafen eine Leistung von ca. 1.500 KW. Hamburg Energie liefert den Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Dadurch ist der Betrieb der HANSEATIC spirit im Hamburger Hafen fast emissionsfrei. „Wir freuen uns, dass wir auch mit einem unserer Expeditionsschiffe erfolgreich Landstrom in Hamburg bezogen haben. Damit sind wir unserem Ziel, alle drei Expeditionsneubauten für die Landstromvorrichtung hier in Hamburg Altona zertifizieren zu lassen, einen weiteren wichtigen Schritt nähergekommen“, so Julian Pfitzner, CEO Hapag-Lloyd Cruises. „Somit haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht, um zukünftig klimaneutrale Kreuzfahrten anzubieten.“ 

Kleines Schiff – große Herausforderungen

„Was im täglichen Gebrauch selbstverständlich ist, ist es nicht, wenn ein Schiff an die Steckdose geht. Es wird ungleich herausfordernder, wenn es sich dabei um ein kleines Schiff handelt“, erklärt Julian Pfitzner. Während der Testphase galt es Sonderlösungen für eine Vielzahl von Verbindungstechniken und Steuerungssystemen zu finden. Ebenfalls bergen die unterschiedlichen technischen Systeme verschiedene Risiken, die es auszuschließen galt. Die kleine HANSEATIC spirit benötigt eine geringere Spannung als größere Kreuzfahrtschiffe, die am Cruise Center Altona Landstrom beziehen. Erkenntnisse früherer Tests, mitunter bei den baugleichen Schwesterschiffen HANSEATIC nature und HANSEATIC inspiration, führten in den vergangenen Monaten zu diversen Modifikationen. 

Einstellungen für künftige Anläufe gespeichert

Die Systemeinstellungen können ab sofort bei allen Anläufen genutzt werden. Auch die baugleichen Schwesternschiffe HANSEATIC nature und HANSEATIC inspiration profitieren von der Datenspeicherung. Ihre Zertifizierung für die Anlage wird weiter vorangetrieben. So ist geplant, die HANSEATIC nature bei ihrem nächsten Aufenthalt in Hamburg am 30. September 2023 von der Klassifikationsgesellschaft DNV zertifizieren zu lassen. Bis Oktober 2025 sind derzeit 19 Anläufe der drei Expeditionsschiffe in Hamburg vorgesehen. Zudem sollen die Anläufe in Kiel, Bergen und Alesund genutzt werden, um dort Landstromtests durchzuführen.

Was passiert, wenn ein Schiff an die Steckdose geht?

Das Umschalten auf die Landverbindung ist ein komplexer Vorgang. Er kann nur unterbrechungsfrei erfolgen, weshalb kurzfristig der Parallelbetrieb von bordeigenen Generatoren und der Landstromversorgung notwendig ist. Hierzu ist eine Synchronisierungseinheit und -überwachung notwendig. Daher sind die Bedingungen zur Nutzung von Landstromanlagen meist durch Einzelverträge zwischen Anbieter und Abnehmer der Energie geklärt. Einen solchen Kooperationsvertrag haben TUI Cruises und die HPA kürzlich geschlossen. Davon profitiert auch Hapag-Lloyd Cruises. „Durch den Vertragsabschluss ist die Landstromversorgung für Hapag-Lloyd Cruises langfristig gesichert. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zur Luftreinhaltung und zur Vermeidung von CO2-Emissionen im Hamburger Hafen“, sagt Jens Meier, CEO der HPA. 

Emissions-Reduktionsziele wissenschaftlich und unabhängig überprüft

Bis 2030 werden die Kreuzfahrtreedereien der TUI Group, darunter Hapag-Lloyd Cruises, ihre absoluten CO2-Emissionen um mehr als ein Viertel (27,5%) gegenüber 2019 senken. Diese ambitionierten Emissions-Reduktionsziele hat die Science Based Targets Initiative unabhängig und wissenschaftlich überprüft. Damit sind die Kreuzfahrtreedereien die ersten der Branche, deren Reduktionsplan von der Science Based Targets Initiative validiert wurde. Keine andere Kreuzfahrtreederei der Welt verpflichtet sich zurzeit auf so ein absolutes Klimaschutzziel. Haupthebel für das anspruchsvolle Dekarbonisierungsprogramm von Hapag-Lloyd Cruises ist unter anderem der Verzicht auf Schweröl und die flottenweite Nutzung des schadstoffarmen Marine Gasöl 0,1 Prozent seit dem Jahr 2020 sowie die zukünftige Nutzung von Biokraftstoffen der 2. Generation. Auch die Nutzung von grünem und damit klimafreundlichem Landstrom in den Häfen zählt zu den Maßnahmen.

Swan Hellenic ist Vorreiter der EU-Mission und lässt Wissenschaftler an Bord

·       Swan Hellenic vereinbart Zusammenarbeit mit der Philippe-Cousteau-Stiftung und der Meeresschutzvereinigung SDG4MED für EU-Mission

·       Reederei unterstützt gemeinsam mit führenden Meeresschutzorganisationen die EU-Mission für Biodiversität der Meere und Reduzierung von Emissionen

Düsseldorf, Mai 2023 

Swan Hellenic, Spezialist für weltweite Expeditions-Kreuzfahrten, unterzeichnet als einer der weltweit ersten drei Partner die EU-Mission „Restore our Ocean and Waters by 2030“. Bei einer feierlichen Unterzeichnung auf dem Expeditionsschiff »SH Vega« verpflichtete sich Swan Hellenic gemeinsam mit den Meeresschutzorganisationen Phillipe-Cousteau-Stiftung und SDG4MED, den Wissenschaftlern der Organisationen die Mitreise auf den drei Expeditionsschiffen zu ermöglichen, um das Ökosystem der Meere auch in entlegenen Regionen wie der Arktis, Antarktis sowie den Küsten Afrikas zu untersuchen.

·       Spanischer Premierminister gratuliert zur Unterzeichnung auf »SH Vega« 

Der spanische Premierminister Pedro Sánchez Pérez-Castejón, institutioneller Präsident der Philippe-Cousteau-Stiftung, gratulierte persönlich zur Unterzeichnung: Es ist ein wichtiger Schritt der EU-Mission, das Gleichgewicht zwischen menschengemachten Aktivitäten und der Gesundheit unseres Planeten zu erhalten.”

2021 haben das Europäische Parlament sowie der Europäische Rat die EU-Kommission beauftragt, die Erhaltung und Erholung der Meere voranzutreiben.

Die daraus resultierende EU-Mission bündelt die erforderlichen finanziellen und wissenschaftlichen Ressourcen. Swan Hellenic sowie die beiden Meeresschutzorganisationen gehören weltweit zu den ersten, die der EU-Charter beipflichten und tatkräftig unterstützen. Ziele sind eine nachhaltige sowie CO2-neutrale Wirtschaft, die eine Schlüsselrolle bei der Erreichung von Klimaneutralität spielen soll. Denn die Ozeane sind Hauptspeicher von CO2 und gleichzeitig wichtig für die Biodiversität.

·       Andrea Zito, Ceo Swan Hellenic: „Teil unserer Firmen-DNA“

Andreas Zito, CEO von Swan Hellenic: “Diese Ambitionen sind Teil unserer Firmen-DNA. Unsere Flotte ist mit moderner grüner Technologie, fortschrittlichem Abfallmanagement sowie einem dynamischen Positionierungssystemen ausgestattet, das es vermeidet, in sensiblen Gebieten zu ankern. Unser neues Engagement im Rahmen dieser Partnerschaft ist in vielerlei Hinsicht eine natürliche Erweiterung unserer bisherigen Praxis, Kreuzfahrtgäste einzuladen, aktiv zu einer Reihe von führenden Citizen Science“-Programmen beizutragen, Daten über die Umwelt und das Meeresleben zu liefern und gleichzeitig ihr Bewusstsein und ihr Wissen über wissenschaftliche Initiativen zu erweitern”

Swan Hellenic startet mit drei neuen Expeditions-Kreuzfahrtschiffen zu den entlegensten Regionen der Erde. „Sehen, was andere nicht sehen!“ Die Expeditionen sprechen ein internationales, reiseerfahrenes und kulturinteressiertes Publikum an. Die Neubauten entstanden mit dieselelektrischem Hybridantrieb sowie Batteriepaket und SCR Katalysator auf der Helsinki Shipyard Oy. Während die ersten beiden Neubauten »SH Minerva« und »SH Vega« mit der Eisklasse PC 5 Platz für 152 Passagiere und 120 Crewmitglieder bieten, legt »SH Diana« als drittes und größeres Schiff mit 192 Passagieren, 140 Crewmitgliedern und Eisklasse PC 6 ab. Alle drei Schiffe bieten Eleganz im 5-Sterne-Bereich und sind gemäß der SOLAS-Regularien „Safe Return to Port“ konzipiert.

MEYER Gruppe zeigt Zukunft der Kreuzfahrt

Familienunternehmen zeigt innovativstes Kreuzfahrtschiff des Jahres und Zukunftsvision für das Jahr 2100 auf der Seatrade Cruise Global

Papenburg/Turku/Fort Lauderdale, 29. März 2023 – Mit gleich zwei innovativen Schiffen unterstreicht die MEYER Gruppe ihre Technologieführerschaft im Kreuzfahrtschiffbau: Auf der globalen Kreuzfahrt-Leitmesse in Fort Lauderdale, Florida, hat die MEYER Gruppe erstmals ein Kreuzfahrtschiff-Konzept präsentiert, das zeigt, wie eine Seereise auf einem Schiff der Zukunft im Jahr 2100 aussehen könnte. Schon in diesem Jahr wird die MEYER WERFT mit der Silver Nova für Silversea Cruises ein neues Kreuzfahrtschiff abliefern, das bei Technologie und Design bereits jetzt neue Maßstäbe setzen wird.

Dank eines innovativen Treibstoffkonzepts mit emissionsarmem LNG, einem Brennstoffzellensystem sowie Batterien wird das neue Schiff über die bestmöglichen Maßnahmen verfügen, um Emissionen zu reduzieren. Mit einer Reihe von einzigartigen technologischen Innovationen und bahnbrechenden Konstruktionsmerkmalen wird das Brennstoffzellensystem voraussichtlich einen Teil des Energiebedarfs an Bord decken. Nach jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit der MEYER WERFT und des Brennstoffzellenherstellers Freudenberg wächst die Vorfreude darauf, dass jede 

einzelne Komponente des Brennstoffzellensystems die strengen Härtetests bei extremen Temperaturen und die Zertifizierungsprüfungen der Klassifikationsgesellschaften für den sicheren Einsatz an Bord von Schiffen erfolgreich bestehen wird. Diese Fortschritte sind sehr erfreulich, denn sie bringen das Projekt dem Ziel einer innovativeren und nachhaltigeren Zukunft der Energieerzeugung und -verteilung an Bord von Schiffen einen Schritt näher. 

Ziel des mehrjährigen Forschungsprojekts ist es, ein maritimes Brennstoffzellensystem von bisher ungekanntem Ausmaß zu entwickeln, das die Schiffe der Nova-Klasse der Royal Caribbean Group mit Strom versorgen wird und einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Schiff (Net Zero Newbuild) darstellt. Nach Abschluss des Projekts soll die Brennstoffzellenanlage die gesamte Hotellast eines Schiffes abdecken und einen schadstofffreien Betrieb im Hafen ermöglichen.  Schon heute übertrifft der Neubau beim Energy Efficiency Design Index (EEDI) die erst zukünftig geltenden höchsten Forderungen der IMO um 25 Prozent. Ein neu entwickeltes Micro Auto Gasification System (MAGS) wandelt Abfälle an Bord im Sinne der Kreislaufwirtschaft in thermische Energie um, sodass die Effizienz des Schiffes weiter gesteigert wird.  

Zum ersten Mal bei Silversea werden die Schiffe der Nova-Klasse ein horizontales Layout und ein innovatives asymmetrisches Design aufweisen, mit öffentlichen Räumen und Suiten, die sich über die gesamte Länge des Schiffes erstrecken. Dank der somit möglichen großen Glasflächen an Bord erleben die Gäste eine besondere Offenheit des Schiffes zum Wasser und zu den Destinationen.

Der Zukunft einen Schritt voraus 

Äußerlich vom Felsenpinguin inspiriert und damit besonders aerodynamisch ist das Konzept „Reverse“ – ein Konzept der MEYER Gruppe, das zeigt, wie ein Kreuzfahrtschiff im Jahr 2100 aussehen könnte. Äußerlich mit einer geschlossenen Glasfassade und Urban Gardening-Bereichen sowie Drohnen-Landeplätzen ausgestattet, bilden zentrale öffentliche Bereiche den Mittelpunkt im Inneren des Schiffes. Dank einer von der Außenhülle losgelösten Kabinenstruktur sind hier effiziente modulare Herstellungsmethoden möglich. „Das Schiff basiert auf den globalen Megatrends und ist eine – aber nicht die einzige – logische Antwort darauf“, erklärt Tim Krug, Leiter der Concept Development Group der MEYER Gruppe. „Beispielsweise haben wir nur kleine Restaurantbereiche vorgesehen, die eher als sozialer Treffpunkt dienen, weil wir uns vorstellen, dass ein Großteil der Nährstoffe in konzentrierter Form wie Pillen zu sich genommen wird“, erklärt Krug weiter. 

Auch das Energiekonzept an Bord setzt auf Innovation: Dank der Nutzung von Wellenenergie durch horizontale Flügel am Rumpf, Solar- und Brennstoffzellen sowie Windenergie kommt es ohne fossile Treibstoffe aus.

Auch heute zeigt die MEYER Gruppe bereits, wie nachhaltige Material zum Einsatz kommen können. Das Schiffsmodell der „Reverse“, das auf der Messe erstmals gezeigt wird, ist zum Großteil aus nachhaltigen Materialien hergestellt worden. 90 Prozent der heute verwendeten Materialien sind recycelt oder können rückstandslos recycelt werden. Auch das Modell verfügt bereits über eine funktionsfähige, mit Methanol betriebene Brennstoffzelle, um die Beleuchtung des Modells mit Energie zu versorgen. Das Messe-Team der MEYER Gruppe nutzt das System zudem, um Handys und Computer zu laden.

Nachhaltige Kreuzfahrten: Mit neuen Flex-Fuel-Motoren geht Celebrity Cruises den nächsten Schritt

Das fünfte Schiff der Edge-Klasse von Celebrity Cruises wird mit neuartigen Motoren ausgestattet – Diese können mit alternativen Treibstoffen betrieben werden, auch mit umweltfreundlichem Methanol

Das fünfte Schiff der revolutionären Edge-Klasse von Celebrity Cruises wird mit neuen Flex-Fuel-Motoren ausgestattet. Es kann drei Arten von Treibstoff, einschließlich Methanol, verwenden. Celebrity Cruises gehört damit zu den wenigen Kreuzfahrt-Reedereien, die konkret mit grünem Methanol als umweltfreundlichem Treibstoff planen. Möglich wird das dank der gemeinsamen Anstrengungen der Muttergesellschaft Royal Caribbean Group, des Technologiekonzerns Wärtsilä und der Werft Chantiers de L’Atlantique.

„Bei der Innovation unseres Schiffsdesigns und unserer Angebote möchten wir auch gleichzeitig die zugehörigen Treibstoffe und Technologien weiterentwickeln“, sagt Jason Liberty, Präsident und CEO der Royal Caribbean Group, und fügt hinzu: „Da alternative, kohlenstoffarme Lösungen immer praktikabler und wichtiger werden, stellen wir durch die Nutzung von Tri-Fuel-Motoren sicher, dass unsere Schiffe bereit sind, die Kreuzfahrtindustrie in eine nachhaltigere und emissionsfreie Zukunft zu führen.“

„Mit dem Start unserer Edge-Schiffsklasse im Jahr 2018 haben wir uns ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, um diese Schiffe zu den energieeffizientesten unter den großen Schiffen zu machen“, bekräftigt Lisa Lutoff-Perlo, Präsidentin und CEO von Celebrity Cruises. „In Zusammenarbeit mit unseren Partnern haben wir kontinuierlich neue Technologien entwickelt und mit jedem weiteren Schiff neue Fortschritte gemacht“, so die Celebrity-Chefin weiter.

Um die Treibstoffflexibilität des Schiffes zu gewährleisten, wird Wärtsilä zwei umgebaute 8-Zylinder 46F-Motoren liefern. So kann das Schiff drei Treibstoffquellen, einschließlich Methanol, nutzen. Diese Änderungen fördern nicht nur kohlenstofffreie Kreuzfahrten, sondern führen auch zu einer erheblichen Reduzierung lokaler Emissionen wie Schwefeloxide (SOx), Stickoxide (NOx) und Feinstaub.

„Wärtsilä hat stark in die Erforschung zukunftsfähiger, CO2-neutraler Treibstoffe für die Schiffsindustrie investiert, und Methanol hat sich als einer der vielversprechendsten Kandidaten herausgestellt. Dies wird der zweite von uns durchgeführte Umbau auf einen mit Methanol betriebenen Motor sein, und der erste mit dem Wärtsilä 46F-Motor. Wir teilen das Engagement für eine Dekarbonisierung in der Schifffahrt, und die transparente Partnerschaft zwischen unseren drei Unternehmen für dieses Neubauprojekt ist ein enormer Schub, dieses Ziel zu erreichen“, erklärt Håkan Agnevall, Präsident und CEO von Wärtsilä.

Der Auftrag für die Motoren wurde im Januar 2023 erteilt. Er umfasst zwei 8-Zylinder-Wärtsilä-46F-Motoren, die mit Methanol als Treibstoff betrieben werden können, zwei 12-Zylinder-Wärtsilä-46F-Motoren und einen Wärtsilä-32-Motor. Wärtsilä wird die 46F-Motoren vor der Inbetriebnahme auf der Werft für den Betrieb mit Methanol umrüsten.

„Die Entwicklung und Integration von Methanol-Systemen auf einem Kreuzfahrtschiff ist eine neue Herausforderung für Chantiers de l’Atlantique und zum ersten Mal Teil unseres Dekarbonisierungs-Programmes“, unterstreicht Laurent Castaing, General Manager der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Celebrity Cruises kontinuierlich zusammen mit der Muttergesellschaft, der Royal Caribbean Group, für eine bessere und nachhaltigere Zukunft. Aufbauend auf einem robusten Portfolio von Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz, der Abfallverwertung und des Wasser-Managements ist die Integration anpassungsfähiger Motoren ein wichtiger nächster Schritt zur Erreichung von „Destinations Net Zero“, einer Vision von Netto-Null-Emissionen bis 2050. Mehr Infos über die Nachhaltigkeits-Anstrengungen der Royal Caribbean Group unter https://sustainability.rclcorporate.com/.


Das ist Celebrity Cruises
Das ikonische „X“ von Celebrity Cruises ist das Markenzeichen einer Flotte von 15 „Relaxed Luxury Resorts at Sea“, die Gäste auf einem der schönsten Orte der Welt zu den schönsten Orten der Welt bringen. Die Kreuzfahrtlinie hat die Branche mit ihrem coolen, zeitgenössischen Design, ihren Unterkünften sowie ihren modernen Restaurant- Spa- und Unterhaltungserlebnissen revolutioniert. Gäste können sich auf einen herzlichen, persönlichen Service und eine große Auswahl an vielfältigen Reisezielen freuen. Angetrieben von Fernweh und einer Leidenschaft, die Welt zu öffnen, steuert Celebrity Cruises alle sieben Kontinente an und besucht fast 300 Reiseziele in mehr als 70 Ländern. Celebrity Cruises ist eine von fünf Kreuzfahrtmarken des globalen Kreuzfahrtunternehmens Royal Caribbean Group (NYSE: RCL). Weitere Informationen zu Celebrity Cruises unter www.celebritycruises.de.

Die Royal Caribbean Group
Die Royal Caribbean Group (NYSE: RCL) ist eines der führenden Kreuzfahrtunternehmen der Welt mit einer globalen Flotte von 64 Schiffen, die rund 1.000 Reiseziele anfahren. Die Royal Caribbean Group ist Eigentümerin und Betreiberin von drei preisgekrönten Kreuzfahrtmarken: Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Silversea Cruises sowie zu 50 Prozent Eigentümer eines Joint Ventures, das TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises betreibt. Zusammen haben die Marken zum 31. Dezember 2022 weitere zehn Schiffe in Auftrag gegeben. Mehr Informationen unter www.royalcaribbeangroup.com oder www.rclinvestor.com.

Wärtsilä Marine Power
Wärtsilä Marine Power ist Branchenführer auf dem Weg in eine dekarbonisierte und nachhaltige Zukunft. Unser Portfolio an Motoren, Antriebssystemen, Hybridtechnologie und integrierten Antriebssystemen bietet die notwendige Zuverlässigkeit, Sicherheit und Umweltleistung zur Unterstützung unserer Kunden. Wir bieten unseren Kunden leistungsbasierte Vereinbarungen, Lebenszykluslösungen und ein konkurrenzlos globales Expertennetzwerk im Bereich Schifffahrt. www.wartsila.com/marine

Wärtsilä
Wärtsilä ist ein weltweit führender Anbieter von intelligenten Technologien und Lebenszykluslösungen für die Schifffahrts- und Energiemärkte. Durch die Entwicklung nachhaltiger Innovationen, fortschrittlicher Datenanalysen und die Steigerung der Gesamteffizienz maximiert Wärtsilä die ökologische und ökonomische Leistung der Schiffe und Kraftwerke seiner Kunden. 2022 erzielte Wärtsilä mit seinen rund 17.500 Mitarbeitern einen Nettoumsatz von 5,8 Millarden Euro. Das Unternehmen ist weltweit an über 240 Standorten in 79 Ländern vertreten und an der NASDAQ in Helsinki, Finnland, gelistet. www.wartsila.com

MEYER RE und Damen Shiprepair unterzeichnen Kooperationsvereinbarung Enge Zusammenarbeit bei Umbau zu emissionsarmen und nachhaltigen Schiffen

Papenburg/Rotterdam, 27. März 2023 – Die MEYER Gruppe und das niederländische Schiffsreparaturunternehmen Damen Shiprepair & Conversion (DSC) haben eine Vereinbarung über eine gemeinsame Kooperation unterzeichnet. DSC wird mit dem vor kurzem gegründeten Unternehmen MEYER RE zusammenarbeiten, einer Tochtergesellschaft der MEYER-Gruppe, die seit fast einem Jahr aktiv ist. MEYER RE bietet Reedereien Lösungen zur Maximierung der Nachhaltigkeit ihrer Schiffe, idealerweise über deren gesamten Lebenszyklus hinweg, von der Entwicklung und dem Bau über die Unterstützung während der Betriebsdauer bis hin zum Recycling am Ende der Lebensdauer.

„Durch die Kooperation mit dem niederländischen Familienunternehmen Damen Ship Repair & Conversion Holding BV rücken wir noch näher an unsere Kunden heran, indem wir Dockkapazitäten und Arbeitskräfte für unsere Kunden weltweit sichern“, sagt Alexander Höfling, Geschäftsführer von MEYER RE. „Die MEYER RE hat uns in der kurzen Zeit seit ihrer Gründung zusätzliche Arbeit beschert, da die Kunden ihre Schiffe attraktiver und nachhaltiger machen wollen“, ergänzt Jan Meyer, Geschäftsführer der MEYER WERFT. „Das hat zu Aufträgen in unserer gesamten Gruppe einschließlich unserer Werften geführt. Da wir aber nicht über eigene Reparatur- und Dockkapazitäten verfügen, ist dieser Kooperationsvertrag mit DSC für uns von besonderer Bedeutung, da wir nun Zugang zu den benötigten Ressourcen haben.“ MEYER RE bietet in enger Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten innerhalb der MEYER-Gruppe und nun auch mit DSC verschiedene Dienstleistungen für Reedereien an. Zunächst werden die beiden Gruppen an der Konzeption und Umsetzung nachhaltiger Systeme bis hin zur kompletten Umrüstung und/oder Installation neuer Energieanlagen an Bord (einschließlich LNG-, Methanol-, Batterie- und Brennstoffzellenlösungen) arbeiten sowie komplette Modernisierungsprojekte umsetzen. 

DSC ist ein idealer Partner für die MEYER-Gruppe, nicht zuletzt aufgrund der geografischen Nähe einiger ihrer Werften und der gemeinsamen Philosophie und dem Engagement für Qualität.

Damen Shiprepair and Conversion (DSC) ist eine Gruppe von zehn Reparaturwerften, die unter anderem über Trockendocks mit einer Größe von bis zu 405×90 und 420×80 Metern sowie über ein Hafen- und Reiseteam verfügen, um ihre Kunden auf See oder im Hafen zu bedienen. Die Werften liegen meist in unmittelbarer Nähe der Hauptschifffahrtsrouten und sind daher schnell zu erreichen. DSC wickelt jährlich mehr als 1.500 Aufträge ab.

„Wir haben im Laufe der Jahre viele Kreuzfahrtschiffe auf unseren Werften gewartet und dabei ein detailliertes Verständnis für die technischen und logistischen Anforderungen eines Kreuzfahrtumrüstungsprojekts entwickelt“, sagt Jeroen Heesters, Geschäftsführer der Damen Shiprepair & Conversion Holding BV. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit MEYER RE.“ „Ich bin begeistert und freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team von Meyer die zukünftigen Refit-Projekte durchzuführen“, sagt Rogier van der Laan, Sales Manager Cruise der Damen Shiprepair & Conversion Holding BV. 

MEYER RE und DSC sind zuversichtlich, dass sie durch ihre enge und weltweite Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Schifffahrt und der Kreuzfahrtindustrie leisten werden.

MSC Cruises und IUCN verkünden Partnerschaft zum Schutz von Korallenriffen

München, Wien, Zürich – 22.03.2023. Die MSC Foundation und die International Union for Conservation of Nature (IUCN) haben heute eine neue Partnerschaft zum Erhalt und der Wiederherstellung bedrohter Korallenriffe bekanntgegeben. Diese Bekanntmachung erfolgte im Rahmen der Monaco Ocean Week, einer Veranstaltung bei der internationale Experten, Wissenschaftler und Interessensvertreter die wichtigsten Erkenntnisse über die Meeresumwelt austauschen und Maßnahmen zum Schutz der Ozeane diskutieren.

Die Unterstützung der MSC Foundation ermöglicht den Abschluss der globalen Erfassung von Korallenarten, die auf der roten Liste der bedrohten Arten der IUCN stehen. Das Projekt „Global Coral Biodiversity Assessment“ zielt darauf ab, konkrete Pläne zur Renaturierung von Korallenriffen und den darin lebenden bedrohten Arten zu erstellen.

Bei dem Projekt werden die am stärksten bedrohten Korallenarten und Riffgebiete ermittelt und Prioritäten für Erhaltungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen festgelegt. Der Beitrag, den die Erhaltung dieser Ökosysteme zur Erreichung der globalen Biodiversitätskonvention der Vereinten Nationen leistet, wird in einem Bericht zusammengefasst.

„Ich möchte der MSC Foundation für ihre Unterstützung danken. Mehr als ein Drittel der in der roten Liste der IUCN aufgeführten Korallenarten, sind vom Aussterben bedroht. Diese Partnerschaft wird es ermöglichen, weitere Untersuchungen durchzuführen und sicherzustellen, dass die Korallen und damit die Lebensgrundlage von mehr als einer halben Milliarde Menschen, die von ihnen abhängen, geschützt werden“, sagte IUCN-Präsident Razan Al Mubarak.

Pierfrancesco Vago, Vorsitzender des Exekutivkomitees der MSC Foundation und Executive Chairman der Kreuzfahrtsparte der MSC Group, kommentierte: „Als Bewohner unseres Planeten haben wir die Verantwortung, wertvolle Ökosysteme zu schützen. Unsere neue Partnerschaft mit der IUCN zeigt, wie wichtig es ist, bedrohte Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen zu bewahren und wiederherzustellen. Indem wir Entscheidungsträger und Experten dabei unterstützen, die globalen Empfehlungen des „Global Marine Biodiversity Assessment“ umzusetzen, können wir diese wichtigen Ökosysteme für zukünftige Generationen bewahren.“

Die Geschäftsführerin der MSC Foundation, Daniela Picco, fügte hinzu: „Die MSC Foundation setzt sich für die Förderung der Ozeanforschung ein und freut sich über die Partnerschaft mit der IUCN, um gemeinsam den Meeresschutz voranzutreiben. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt in unseren Bemühungen die Weltmeere zu schützen. Sie ergänzt unser ‚Super Coral Programme‘ und andere Maßnahmen im Bereich des Meeresschutzes und bietet gleichzeitig vielversprechende Möglichkeiten, neue Partner einzubeziehen. Gemeinsam streben wir eine nachhaltige Zukunft für unseren Planeten an.“

Die Partnerschaft wird auch einen Beitrag zur Internationalen Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen leisten.

Weitere Infos zur MSC Euribia finden Sie auf der Website von MSC Cruises.

Über die Partnerschaften der MSC Foundation zum Schutz der Meere

Die MSC Foundation engagiert sich derzeit in drei Meeresschutz- und Restaurationsprogrammen, die die Meeresforschung durch Partnerschaften voranbringen:

Das eigene Super Coral Programme der MSC Foundation im Meeresschutzgebiet um die MSC Privatinsel Ocean Cay auf den Bahamas. Die Stiftung baut derzeit ein eigenes Meeresschutzzentrum auf der Insel, das ein Biolabor, Korallenaufzuchtstationen und Einrichtungen für die Öffentlichkeitsarbeit und Bildung beinhaltet. Das Programm leistet Pionierarbeit bei der Identifizierung, Zucht und Aussetzung hitzeresistenter Korallen, um die Widerstandsfähigkeit der Korallenriffe wiederherzustellen und zu erhöhen. Gleichzeitig wird das Wissen über die entwickelten Techniken verbreitet, damit sie weltweit eingesetzt werden können. Diese innovative Arbeit wird durch Partnerschaften mit internationalen Experten für Korallenschutz unterstützt, darunter die Universität von Miami und die Nova Southeastern University.

Zudem arbeitet die MSC Foundation mit der Ba’a-Stiftung in Saudi-Arabien zusammen, um neuartige Programme zum Erhalt und der Renaturierung von Korallenriffen im Roten Meer zu unterstützen, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und gleichzeitig die Öffentlichkeit für den Meeresschutz zu sensibilisieren.

Die dritte Partnerschaft begann Ende 2022 mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit dem katarischen Ministerium für Umwelt und Klimawandel, der Universität Katar und der Qatar Foundation, um ein innovatives neues Meeresschutzprogramm in Katar zu starten. Ziel dieses Programms ist es, die synergetische Kraft der Erhaltung, Wiederherstellung und Pflege von drei symbiotischen Ökosystemen – Mangrovenwälder, Seegras und Korallen – zu nutzen. Die angestrebten Vorteile reichen von der Erhöhung der biologischen Vielfalt im Meer, der Stärkung der Fischerei und dem verbesserten Schutz vor Küstenerosion bis hin zu neuen Möglichkeiten für Ökotourismus.

Über die MSC Foundation

Die gemeinnützige MSC Foundation setzt das Engagement der MSC Group in den Bereichen Meeresschutz, humanitäre Hilfe und nachhaltige Entwicklung weltweit um. Dabei nutzt sie die globale Reichweite und das einzigartige maritime Knowhow des Unternehmens, um unseren blauen Planeten, seine Bewohner und unser gemeinsames kulturelles Erbe zu schützen und zu erhalten.

Die Stiftung konzentriert sich auf vier Bereiche – Umwelt, Unterstützung schutzbedürftiger Gemeinschaften, Bildung und Katastrophenhilfe – und fördert den Schutz und das nachhaltige Management von Ökosystemen.

Sie hilft gefährdeten Gesellschaftsgruppen auf der ganzen Welt, ihr Potenzial voll auszuschöpfen, indem sie qualitativ hochwertige, gerechte sowie inklusive Bildung fördert. Damit trägt sie dauerhaft für individuelle sowie gemeinschaftliche Entwicklung bei. Darüber hinaus leistet die Stiftung in Katastrophenfällen Soforthilfe für die betroffenen Bevölkerungsgruppen.

Zu diesem Zweck arbeitet die Stiftung unabhängig, kooperiert aber auch mit ausgewählten Partnern. Sie arbeitet unabhängig, indem sie das Knowhow der MSC Group in Sachen Konzeption und Umsetzung von Projekten sowie beim Transport zu den Gemeinden wirksam einsetzt. Sie mobilisiert finanzielle Mittel, die zur Unterstützung Tausender Menschen eingesetzt werden. Partner für Kooperationsprojekte werden auf der Basis bisher gemeinsam umgesetzter Projekte ausgewählt. Weitere Kriterien der Partnerwahl sind ihre innovative Herangehensweise sowie nachweisliche Erfolge bei der Projektsteuerung.

Über IUCN

Die IUCN ist eine Mitgliedervereinigung, die sich aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammensetzt. Sie stellt öffentlichen, privaten und nichtstaatlichen Organisationen das Wissen und die Instrumente zur Verfügung, die es ermöglichen, menschlichen Fortschritt, wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz miteinander zu verbinden.

Die 1948 gegründete IUCN ist heute das größte und vielfältigste Umweltnetzwerk der Welt, das das Wissen, die Ressourcen und die Reichweite von mehr als 1.400 Mitgliedsorganisationen und rund 15.000 Experten nutzt. Sie ist ein führender Anbieter von Naturschutzdaten, Bewertungen und Analysen. Dank ihrer zahlreichen Mitglieder kann die IUCN die Rolle eines Inkubators und einer zuverlässigen Quelle für bewährte Verfahren, Instrumente und internationale Standards übernehmen.

Die IUCN bietet einen neutralen Raum, in dem verschiedene Interessengruppen wie Regierungen, NGOs, Wissenschaftler, Unternehmen, lokale Gemeinschaften, Organisationen indigener Völker und andere Akteure zusammenarbeiten können, um Lösungen für ökologische Herausforderungen zu erarbeiten und umzusetzen und eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

In Zusammenarbeit mit vielen Partnern und Unterstützern führt die IUCN weltweit ein großes und vielfältiges Portfolio an Naturschutzprojekten durch. Diese Projekte kombinieren die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit dem traditionellen Wissen lokaler Gemeinschaften und arbeiten daran, den Verlust von Lebensräumen rückgängig zu machen, Ökosysteme wiederherzustellen und das Wohlergehen der Menschen zu verbessern. 
www.iucn.org

MEYER NEPTUN Engineering entwickelt Nachrüst-Tanklösungen für grüne Treibstoffe

Gemeinsames Forschungsprojekt mit Fraunhofer Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik Rostock und Technologie-Beratungs-Institut Schwerin wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert

Rostock-Warnemünde, 03. Februar 2023 – Der nächste Schritt zur Klimaneutralität für die globale Schifffahrt: MEYER NEPTUN Engineering entwickelt gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik Rostock und dem Technologie-Beratungs-Institut Schwerin Nachrüstlösungen für Schiffstanks, um neuartige und grüne Treibstoffe einsetzen zu können. Gefördert wird das Projekt namens Retrotank mit 100.000 Euro durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

„Wir freuen uns, dieses wichtige Forschungsprojekt mit weiteren Partnern aus Mecklenburg-Vorpommern hier vor Ort durchzuführen. So stellen wir uns zukunftssicher auf und können mit neuem Know-how einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Schifffahrt leisten“, sagt Malte Poelmann, Geschäftsführer von MEYER NEPTUN Engineering.

Staatssekretär Jochen Schulte, Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Mit diesem Projekt wird der notwendige Wandel hin zu einem stärkeren Einsatz Erneuerbarer Energien vorangetrieben. Von den Ergebnissen wird vor allem die maritime Industrie profitieren. Umweltfreundliche Lösungen werden gerade in der Schifffahrt gebraucht. Das Wirtschaftsministerium unterstützt innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die in der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft umgesetzt werden. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern.“

Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung von Nachrüstlösungen für Tanksysteme auf bestehenden Schiffen zur Nutzung neuer Kraftstoffe mit niedrigem Flammpunkt wie beispielsweise Methanol. So soll die aktuelle Flotte der See- und Binnenschifffahrt für grüne Brennstoffe bereitgemacht werden. Auch die Machbarkeit solcher Retrofitlösungen für Gase mit niedrigem Druck wie Ammoniak wird geprüft. „Wir haben das Ziel, Technologien für die MEYER Gruppe zu entwickeln, zu erproben und auch zu zertifizieren“, so Ragnar Christenson, Program Manager Research & Development.

Das Unternehmen betrachtet dabei die gesamte Produktionskette grüner Treibstoffe für maritime Einsatzgebiete. Dazu arbeitet MEYER NEPTUN Engineering mit einem vielseitigen Netzwerk an Partnern zusammen. In Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT Rostock) entsteht aktuell eine Entwicklungsplattform für Kraftstoffe aus erneuerbarer Energie und CO2 im sogenannten Power-to-Liquid-Verfahren.

Die Kompetenz und Leistungen von MEYER NEPTUN Engineering werden auch für weitere Arbeit für die NEPTUN WERFT und damit den Standort Mecklenburg-Vorpommern sorgen. Die Werft ist Weltmarktführer beim Bau von Flusskreuzfahrtschiffen. Bei künftigen Projekten wird MEYER NEPTUN Engineering auch bei diesen Schiffen grüne Technologien integrieren. Aktuell arbeitet das Ingenieurbüro an der Entwicklung von zwei Marinebetriebsstoffversorgern für die deutsche Marine, die zu einem Großteil auf der NEPTUN WERFT gebaut werden.

MSC Cruises startet neue Markenkampagne „Zukunft der Kreuzfahrt“

  • MSC Cruises rollt die neue globale Markenkampagne „Entdecken Sie die Zukunft der Kreuzfahrt“ in über 30 Märkten sukzessive aus – darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz – und unterstreicht damit das langjährige Engagement der Marke für Nachhaltigkeit 
  • Die Kampagne wurde an Bord der MSC World Europa gedreht, dem bisher umweltfreundlichsten Schiff des Unternehmens, und beleuchtet die Umwelteigenschaften sowie die Fortschritte, die MSC Cruises im Bereich der Nachhaltigkeit auf der gesamten Flotte von 21 Schiffen erzielt hat 
  • MSC Cruises hat die CO2-Effizienz seiner Flotte seit 2008 um 35 Prozent verbessert und ist damit auf dem besten Weg, das IMO-Ziel einer 40-prozentigen Reduktion der Emissionen bis 2030 zu erreichen
  • MSC Cruises und die gesamte Kreuzfahrtsparte der MSC Group bleiben dem Ziel verpflichtet, bis 2050 einen emissionsfreien Schiffsbetrieb zu erreichen 

München, Wien, Zürich –23. Januar 2023. MSC Cruises startet eine neue globale Markenkampagne mit dem Titel „Entdecken Sie die Zukunft der Kreuzfahrt“, die in mehr als 30 Ländern über verschiedene Kanäle, darunter TV, Out-of-Home, Printmedien, digitale und soziale Medien, ausgerollt wird. Mit dieser Kampagne will MSC Cruises zeigen, dass Nachhaltigkeit das Herzstück unseres Tagesgeschäfts und langfristigen Wachstumsstrategie des Unternehmens ist. 

Das Leitmotiv der Kampagne ist die Frage: Wie sieht die Zukunft der Kreuzfahrt aus? Der Kreativansatz dreht sich um diese Fragestellung und wie sie an Bord umgesetzt wird. Gleichzeitig präsentiert die Kampagne die Umweltleistung der Flotte auf eine charmante und authentische Art mit Einblicken in das Leben an Bord. Von den nachhaltigen Technologien, die auf den Schiffen der Marke zum Einsatz kommen, über die einzigartigen Shows und Unterhaltungsangebote bis hin zu innovativen Restaurantkonzepten – MSC Cruises setzt neue Maßstäbe für das Urlaubserlebnis auf See.

Der TV-Spot wurde an Bord der MSC World Europa gedreht, dem ersten LNG-angetriebenen und ökologisch fortschrittlichsten Schiff von MSC Cruises, das Ende letzten Jahres in Dienst gestellt wurde. Die Kampagne konzentriert sich nicht nur auf einige der einzigartigen Umwelttechnologien und -lösungen dieses neuen Schiffes, sondern zeigt auch das umfangreiche langjährige Engagement im Bereich Nachhaltigkeit auf der gesamten Flotte von 21 Schiffen. Es ist auch die erste Kampagne in der Branche, die das Nachhaltigkeitsengagement einer Marke in den Fokus stellt.

Nachhaltigkeit steht im Fokus des Unternehmens
Mit ihrer über 300-jährigen Seefahrergeschichte setzt sich die MSC Group mit ihrer Kreuzfahrtsparte seit langem für den Schutz und den Erhalt der Ozeane und der Umwelt ein. „Wir legen seit langem großen Wert auf nachhaltige und umweltverträgliche Geschäftspraktiken sowie auf den Schutz der Kommunen, die wir anlaufen. Marken wie MSC Cruises erkennen heute mehr denn je, wie wichtig die Umwelt für einen gesunden Planet ist. Deshalb ist es für uns wichtig, eine Vorreiterrolle einzunehmen und wir haben daher unsere Nachhaltigkeitsverpflichtungen zu einem Schlüsselelement unseres Diskurses mit den Verbrauchern gemacht. Nachhaltigkeit ist bei MSC Cruises ein zentraler Bestandteil der DNA der Marke und der Art und Weise, wie wir als Unternehmen agieren“, sagt Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Kreuzfahrtsparte der MSC Group

Dies spiegelt sich im Nachhaltigkeitsaktionsplan von MSC Cruises wider, der sechs zentrale Arbeitsbereiche für das gesamte Unternehmen festlegt: die Umstellung auf Eimissionsfreiheit, die Überprüfung des Ressourcenverbrauchs und Abfallmanagements, die Unterstützung der Mitarbeiter, Investitionen in nachhaltigen Tourismus, den Bau umweltfreundlicherer Terminals und ein nachhaltiger Einkauf. Die Maßnahmen dieser Bereiche werden von Zielen mit messbaren Vorgaben begleitet.

„Wir investieren seit vielen Jahren massiv in Lösungen und Technologien, die unseren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich und schrittweise verringern. Für die zehn innovativen und effizienten Schiffe unseres Neubauprogramms (ab 2017) haben wir bereits mehr als acht Milliarden Euro investiert. Die Schiffe sind umwelttechnisch alle fortschrittlicher als die vorherigen. Die neue Markenkampagne von MSC Cruises ist ein wichtiges Instrument, um Verbrauchern und anderen Behörden zu zeigen, wie unser Engagement für Nachhaltigkeit auf unseren Schiffen und in unserem gesamten Unternehmen zum Ausdruck kommt. Wir möchten zeigen, wie zentral es für alles ist, was wir tun“, fügt Pierfrancesco Vago hinzu. Die bisherigen Bemühungen der Kreuzfahrtsparte haben seit 2008 zu einer Verringerung der Kohlenstoffintensität um 35 Prozent beigetragen. Damit ist sie an einem guten Ausgangspunkt, um das branchenweite IMO-Ziel einer Verringerung der Kohlenstoffintensität um 40 Prozent bis 2030 zu erreichen.

Ein ehrgeiziger Fahrplan für einen umweltfreundlichen Betrieb bis 2050
Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group ist fest entschlossen, ihr langfristiges Ziel eines umweltfreundlichen Kreuzfahrtbetriebs bis 2050 zu erreichen. „Wir haben bereits Schwefel- und Stickoxid-Emissionen aus unserem Betrieb nahezu eliminiert und konzentrieren uns nun auf die Reduzierung der Kohlenstoffemissionen durch den Einsatz von LNG. Es ist der Brennstoff mit den geringsten Kohlenstoffemissionen, der in der von uns benötigten Größenordnung verfügbar ist. Wir haben bereits ein Schiff, das mit LNG betrieben werden kann, zwei weitere sind im Bau. Das dritte Schiff soll mit einer neuen Technologie ausgestattet werden, um den Methanschlupf zu minimieren und so die gesamten Treibhausgasemissionen bei der Verwendung von LNG weiter zu reduzieren“, sagt Linden Coppell, Vice President of Sustainability & ESG des Unternehmens. „Dies ist der erste Schritt auf unserem Weg, der kurzfristig den Übergang zu LNG, mittelfristig zu kohlenstoffarmen Kraftstoffen und längerfristig zu kohlenstofffreien Kraftstoffen, einschließlich synthetischem und biologischem LNG und synthetischem und biologischem Methanol, vorsieht. Da die kohlenstoffarmen Kraftstoffe noch nicht in nennenswerten Mengen verfügbar sind, tragen wir durch unsere Investitionen in immer fortschrittlichere Schiffe und entsprechende Umwelttechnologien dazu bei, ihre Entwicklung und Verbreitung zu beschleunigen. Mit jedem neu gebauten Kreuzfahrtschiff führt MSC Cruises neue technische Lösungen ein, die diese Kraftstoffe nutzen können, und erprobt sie. Damit zeigen wir den Kraftstofflieferanten und den für die Bereitstellung der nötigen Rahmenbedingungen verantwortlichen Regierungen, dass wir mehr als bereit für Kraftstofflösungen mit geringem oder keinem Emissionsausstoß sind“, ergänzt Linden Coppell.

Die MSC World Europa, die im Oktober 2022 ausgeliefert wird, ist das erste Schiff von MSC Cruises mit LNG-Antrieb. Im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen werden mit LNG die Luftschadstoffemissionen, einschließlich Schwefeloxiden und Feinstaub, nahezu eliminiert, Stickoxide stark reduziert und bereits eine CO2-Reduktion von bis zu 25 Prozent erreicht. LNG ebnet den Weg für die Einführung kohlenstoffarmer und kohlenstofffreier Kraftstoffe, wie Bio- und synthetisches LNG, sowie letztlich für grünen Wasserstoff und ermöglicht die Entwicklung innovativer Technologien wie Brennstoffzellen.

Mit diesem Schiff testet die Kreuzfahrtsparte der MSC Group eine Festoxid-Brennstoffzellentechnologie, die das Potenzial hat, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren zu reduzieren. Die Kreuzfahrtsparte beabsichtigt, diese Technologie bei künftigen Neubauten weiterzuentwickeln und den Einsatz von Brennstoffzellen auszuweiten.

Das zweite LNG-Schiff von MSC Cruises, die MSC Euribia, wird im Juni 2023 ausgeliefert. Das dritte Schiff, die MSC World America, befindet sich derzeit noch im Bau und soll 2025 in Dienst gestellt werden.

Konsequente Fortschritte in vielen Bereichen
Während diese großen Umstellungen stattfinden, unternimmt MSC Cruises wichtige Schritte, um den Energiebedarf verringern. Dazu gehören die Digitalisierung, die Optimierung der Routen und die Einführung einer breiten Palette von Energiesparmaßnahmen. 

„Wir optimieren die Energienutzung an Bord kontinuierlich durch spezifische und hochinnovative Lösungen, darunter intelligente Belüftungssysteme und fortschrittliche Klimaanlagen mit Energierückgewinnungskreisläufen, die eine effektive Verteilung von Wärme und Kälte ermöglichen. Unsere Schiffe sammeln und übermitteln Tausende von verschiedenen Datensätzen an spezielle Expertenteams an Land. Diese Daten werden genutzt, um die Funktionsweise der Schiffe besser zu verstehen, den Energieverbrauch kontinuierlich zu optimieren und die Effizienz in allen Bereichen des Betriebs zu verbessern“, so Linden Coppell.

Die Beleuchtung der neuen Schiffe besteht aus energieeffizienten LED-Leuchten, während sich die Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen selbst regulieren und an das Wetter und die Anzahl der Passagiere an Bord anpassen. Darüber hinaus wird die hydrodynamische Leistung durch neue Propellerblätter und Maßnahmen zur Verringerung des Wasserwiderstands optimiert. Die Schiffsrümpfe sind außerdem mit speziellen Anstrichen versehen, die das Wachstum von Meeresorganismen hemmen und so den Widerstand verringern und die Energieeffizienz verbessern.

Die Landstromtechnologie ist seit 2017 auf allen neuen Schiffen von MSC Cruises Standard und deckt zusammen mit nachträglichen Installationen bis Ende 2022 etwa 65 Prozent der Gesamtkapazität der Flotte ab. Weitere Schiffe werden nachgerüstet, sobald die Häfen auf ihren Routen Landstrom zur Verfügung stellen. MSC Cruises hat sich verpflichtet, Landstrom dort zu nutzen, wo es möglich ist.

Auf den meisten Schiffen der Flotte sind hybride Abgasreinigungssysteme (EGCS) installiert, die die Schwefeloxidemissionen (SOX) um 98 Prozent reduzieren. Selektive katalytische Reduktionssysteme (SCR-Katalysatoren) sind auf den neuesten Schiffen installiert, die die Stickoxidemissionen (NOX) um bis zu 90 Prozent reduzieren. Darüber hinaus werden alle LNG-betriebenen Schiffe das Problem der NOX-Emissionen sofort auf das gleiche Niveau bringen, das durch das SCR-Katalysatoren erreicht wird, was einen weiteren bedeutenden Vorteil von LNG gegenüber herkömmlichen fossilen Schiffskraftstoffen darstellt.

Die Umweltoffiziere an Bord leiten ein spezielles Abfallmanagementteam, das für das Sammeln, Trennen und sichere Lagern von Abfällen und wiederverwertbaren Materialien wie Kunststoffen, Papier und Pappe, Glas, Aluminium und anderen Altmetallen zuständig ist. Die an Bord entsorgten Materialien werden verdichtet, getrennt oder verbrannt, das getrennte und restliche Material wird zur Wiederverwertung oder Entsorgung sorgfältig an spezielle Hafenauffanganlagen geliefert. Durch die Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern konnte MSC Cruises den Verpackungsmüll durch innovatives Verpackungsdesign erheblich reduzieren.

Wassereinsparung und Wasserunabhängigkeit sind ebenfalls wichtige Schwerpunkte. Die Schiffe von MSC Cruises sind mit modernen Wasseraufbereitungsanlagen ausgestattet. Nahezu das gesamte an Bord verbrauchte Wasser wird selbst produziert, wobei hocheffiziente Umkehrosmose- und/oder Verdampfungssysteme aus Meerwasser sauberes Süßwasser erzeugen. Jedes Schiff hat die Kapazität, über drei Millionen Liter Leitungswasser pro Tag zu produzieren. 

Die neuesten Schiffe von MSC Cruises sind mit fortschrittlichen Abwasseraufbereitungsanlagen ausgestattet, die eine bessere Abwasseraufbereitung an Bord erreichen als viele Kläranlagen an Land. 

Das Unternehmen erfüllt in vollem Umfang die Anforderungen des Internationalen Übereinkommens über die Kontrolle und das Management von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen. Die Schiffe sind mit zugelassenen und zertifizierten Ballastwasseraufbereitungssystemen ausgestattet. Das gesamte Ballastwasser wird gefiltert und mit UV-Licht behandelt, bevor es auf See verklappt wird, um sicherzustellen, dass keine invasiven Wasserorganismen und Krankheitserreger eingeschleppt werden.

Schutz der biologischen Vielfalt und Förderung eines nachhaltigen Tourismus 
Die Schiffe von MSC Cruises sind so konzipiert und gebaut, dass die Auswirkungen auf Lebewesen im Meer so gering wie möglich sind. Dies spiegelt sich zum Beispiel in Technologien wider, die den Unterwasserlärm reduzieren. Darüber unterstützt MSC Cruises die Bemühungen zum Schutz der bedrohten Pottwal-Population im östlichen Mittelmeer. So werden die Schiffe in dem Gebiet westlich und südlich des Peloponnes und südwestlich von Kreta umgeleitet. Die Änderung der Routen zwischen April und Oktober, wenn Kreuzfahrten in dieser Region stattfinden, trägt zum Überleben gefährdeter Wale bei. Mit der Unterzeichnung der Sustainable Cruise Charter auf dem Blue Maritime Summit in Marseille hat MSC Cruises sein Engagement für eine nachhaltige Entwicklung seiner Aktivitäten im Mittelmeer unterstrichen. Diese freiwillige Vereinbarung verpflichtet die Unterzeichner, in 13 Aktionsbereichen auf einem höheren Standard zu operieren, als die bestehenden Vorschriften es vorschreiben.

Die Kreuzfahrtsparte ist auch entschlossen, eine Rolle beim Schutz von Wildtieren und bei der Regeneration von Lebensräumen einzunehmen. So konzentriert sich das Vorzeigeprogramm zum Schutz der Meere auf die Gewässer rund um die unternehmenseigene Privatinsel Ocean Cay auf den Bahamas, 65 Meilen östlich von Miami. Auf Ocean Cay wurde einst industriell Sand abgebaut. MSC hat ehemalige Sandhalde aufwändig renaturiert und in eine private Urlaubsdestination verwandelt, die von kristallblauem Wasser umgeben ist, das eine umfangreiche Meeresfauna und Korallenhabitate beherbergt. Im Jahr 2021 wurde die Entwicklung des neuen Meeresschutzzentrums der MSC Foundation auf Ocean Cay bekannt gegeben. Ein Schwerpunkt des Zentrums ist die Zusammenarbeit mit einem Team von Wissenschaftlern und Umweltexperten, um widerstandsfähige Korallenarten und -genotypen zu identifizieren, die den steigenden Temperaturen im Meer trotzen können. 

MSC Cruises arbeitet eng mit Reiseveranstaltern und Branchenpartnern zusammen, um nachhaltige Tourismuspraktiken zu unterstützen und zu fördern. Die Marke ist eine Partnerschaft mit Travelife eingegangen, einer führenden Schulungs-, Management- und Zertifizierungsinitiative für Tourismusunternehmen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. 

Das Landausflugsteam von MSC Cruises arbeitet mit Reiseveranstaltern auf der ganzen Welt zusammen, um Ausflüge zu entwickeln, die auf strengen Nachhaltigkeitsprinzipien basieren. Diese als „Protectours“ bezeichneten Ausflüge sind speziell auf die Schulung der Gäste ausgerichtet. Etwa 70 Prozent der „Protectours“ beinhalten bereits umweltfreundliche Fortbewegungsmöglichkeiten wie Wandern, Radfahren oder Kajakfahren, und viele leisten einen direkten Beitrag zum Umweltschutz, indem sie den Schutz von Arten oder Lebensräumen unterstützen. So werden zum Beispiel immer mehr Elektro- und Hybridbusse eingesetzt, um die Gäste von den Häfen zu den Sehenswürdigkeiten in Dänemark, Finnland, Norwegen, Spanien und Schweden zu bringen.

Die neue Nachhaltigkeit auf See entdecken: Mit Havila Castor von Havila Voyages aus Norwegen

In der Welt, in der wir leben, soll alles grüner werden. Zumindest im Hinblick auf das Klima drängt sich dieser Eindruck auf – und verkehrt ist der Gedanke auch nicht. Kein Wunder also, dass ein „weiter so“ in der Kreuzfahrtbranche keine Option ist. Neue Wege beschreitet seit kurzem Havila Voyages aus Fosnavag in Südnorwegen. Nachhaltig und umweltverträglich will man die norwegische Postschiffroute, mit neu gedachten Konzept, bedienen.
Mit diesem grünen Mindset gehe ich an Bord des elegant blau-goldenem Schiffes Havila Castor. Was genau sind die nachhaltigen Aspekte vom Schiff und des An-Bord-Produktes?

Hier geht es zu unserer umfangreichen STORY@SEA zu MS HAVILA CASTOR.

Alle HAVILA CASTOR Aufnahmen findest Du hier unter Views of HAVILA CASTOR.

Über das Nachhaltigkeitskonzept der norwegischen Küstenkreuzfahrt mit Havila Voyages handelt dieser Beitrag.

havilaecovoyager #sustainablecruising

Mit hashtags wie diesen beschreibt man den Kern des Nachhaltigkeitsgedanken bereits sehr gut. Zunächst ist festzuhalten, dass Havila mit vier Schiffsneubauten ab und bis Bergen in See sticht. Alleine dadurch wird deutlich, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse des Schiffsbaues z.B. im Design der Rumpfhülle, der Beschaffenheit und Effizienz des Schiffsantriebes und des Bordenergiemanagements Anwendung finden. Schauen wir uns an Bord um, erfahren wir Dinge, die direkt auffallen und andere, die eher im Verborgenen zu finden sind.

Buffet adé

Das Essenskonzept verfolgt einen besonderen Ansatz: Beste Qualität, frisch und nachhaltig serviert, ohne nennenswerte Abfälle zu produzieren. Kann das klappen? Havila geht daher einen neuen Weg in seinen Bordrestaurants: Buffet adé; der Gast sitzt in einem der beiden Restaurants, bestellt alles ausnahmslos aus der Karte und die Crew rennt.

Letztere sollte nach Kilometern bezahlt werden – schließlich wird jede Tasse, jeder Teller dem Gast herangetragen. Im Hauptrestaurant „Havrand“ wechselt alle drei Tage die Speisekarte: Sie passt sich thematisch der jeweils bereisten Region an. Wer das „Gold-Paket“ bucht, hat eine größere Auswahl an Speisen und Getränken – auch an der Bar – inklusive. Übrigens: Die Zutaten kommen – wann immer möglich – von lokalen, norwegischen Lieferanten.

Was bleibt? 70 Gramm.

Das zumindest ist das Ziel der noch jungen Küstenkreuzfahrtreederei. 70 Gramm Abfall – pro Passagier und Tag. Noch erreicht man das gesetzte Ziel nicht, wie ein Reederei-Vertreter SHIPS@SEA gegenüber an Bord erläutert. Aber besonders weit weg sei man nicht und es wird an allen möglichen Stellschrauben gedreht, um zeitnah im anvisierten, zweistelligen Gramm-Bereich für Müll zu landen. Ganz wesentlich ist dabei, dem Gast nur das zu Essen anzubieten, was er auch bestellt. Der Verzicht auf Buffets erscheint daher sinnvoll. Nicht so recht ins Bild passen die teilweise voreingedeckten Tische zu den Mahlzeiten. Hier finden sich beispielsweise je Sitzplatz kleine, befüllte Butterschälchen nebst einer Brotscheibe oder Brötchen.

Auch wenn sich dort keiner hinsetzt – es ist eingedeckt und müsste dann auch unkonsumiert entsorgt werden. Ebenso wenig sinnvoll empfinde ich das Teebeutelangebot: Das Angebot ist umfangreich und hochwertig, ABER…. jeder Teebeutel ist einzeln kuvertiert und aufwendig bunt bedruckt. Hier ist noch Optimierungspotential vorhanden, zumal es guten Tee auch in einfachen, dünnen Papierverpackungen oder unverpackt gibt.

Beinahe voll ausgeschöpft wird dagegen das Einsparpotential an Papier bei den Angeboten an Bord. Havila versucht nämlich möglichst nichts an Bord zu drucken. Lediglich ein paar Zettel bezüglich Informationen zu den Getränkepaketen habe ich gesehen. Sonst gibt es keine Flyer, oder ähnliches. Auch das sonst bei beinahe jeder Reederei vorhandene Tagesprogramm hat Havila ersetzt. Dieses wird vollumfänglich – und in meinen Augen sehr übersichtlich – über das Bord-TV verbreitet. Dazu gibt es auf dem eigenen Kabinen-TV gesonderte Kanäle und in den öffentlichen Bereichen des Schiffes werden die relevanten Informationen für die kommenden Stunden an etlichen Stellen des Schiffes präsentiert.

Übrigens: Auch die Passagiere sind herzlich eingeladen ihren persönlichen Abfall zu sortieren. An zwei Orten im Schiff habe ich die entsprechenden Müllsammelbehälter entdeckt.

Kein neues Handtuch? Sehr gerne!

Wer an seine Kabinentür das (grüne) Schild „ I am an eco voyager“ platziert hilft sich, der Reederei und vor allem der Umwelt. Das Schild bedeutet, dass keine Kabinenreinigung für den Tag gewünscht wird. Dies schont Ressourcen wie Strom, Wasser, Putz- und Waschmittel und senkt den Materialverschleiß an Handtüchern, Staubsaugern etc. Ein kleine Erläuterung zum Nachhaltigkeitsgedanken findet der geneigte, „grün denkende“ voyager zusätzlich auf seiner Kabine.

Wasser für alle: Kostenloses „Getränkepaket“

Buche ich mir an Bord ein Getränkepaket, oder nehme ich keins? Diese und andere Entscheidungen trifft natürlich jeder Reisegast für sich individuell und weiß dies gut abzuwägen. Havila nimmt jedem Passagier eine Entscheidung zum Thema Flüssigkeiten ab: Auf der Kabine findet man seine persönliche Havila-Trinkflasche. Mit dieser kann man an zwei Wasserzapfstellen an Bord kostenfrei auftanken und hat auf diese Weise bei jeder Gelegenheit etwas Flüssiges zur Hand.

Akkus, Gase, Emissionen – ein Faktencheck

MS Havila Castor – nebst Schwesterschiffen – wird vornehmlich von LNG gespeisten Motoren angetrieben. Was sagt mir das? Alles in Ordnung also und eine saubere Sache? Was überhaupt ist das neuerdings in aller Munde befindliche „LNG“ und ist es tatsächlich so vorteilhaft, wie man meint? So einfach ist das nicht – das Thema ist größer.
Vorab: MS Havila Castor – und ihre drei baugleichen Schwesterschiffe – verfügen über die derzeit größten Akku-Pakete auf See. Dank dieser Kapazität ist es möglich, den kompletten Schiffsbetrieb nebst Antrieb für vier Stunden zu versorgen. So lässt sich in besonders sensiblen Bereichen, wie Fjorden oder Sunden, jegliche Art und Menge von Emissionen vermeiden. Auf meiner Reise bekommen wir die Elektro-Power demonstriert: Die Ansteuerung von Trondheim erfolgt rein elektrisch, lautlos und vibrationsfrei. Derart leise und emissionsfrei in den Hafen zu gleiten, ist schon etwas Besonderes. Dieser Effekt wird im Rahmen ruhiger Fjordsysteme gewiss nochmals intensiver beeindrucken. Aufgeladen werden die Akkus nach Havila-Angaben mit sauberer Wasserkraft von Land.

Da der Tag länger als vier Stunden ist, kommen wir zum eigentlichen Antrieb. Die modernen Hauptmaschinen der Havila-Flotte werden über Liquefied Natural Gas (LNG) versorgt. Dabei handelt es sich einfach gesagt um gekühltes (-162°C) Erdgas, das auf Grund seiner Temperatur verflüssigt wurde. Die Herstellung, Betankung und Lagerung an Bord nebst der eigentlichen Verwendung des LNG ist (technisch und energetisch) aufwendig. Nicht jeder Hafen besitzt die Infrastruktur zum LNG-Betanken und auch der Betankungsvorgang erfordert umfangreiche Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen. Warum wird LNG gegenwärtig als „nachhaltig-grün“ wahrgenommen? Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Schwefelgehalt ist extrem niedrig, bei der Verbrennung entstehen keine Feinstaub-Emissionen und etwa 20% geringere CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Treibstoffen, wie beispielsweise Schweröl. Somit lassen sich alle gegenwärtigen gesetzlichen Anforderungen für einen (nachhaltigen) Schiffsbetrieb erfüllen.

Wo Licht ist, ist aber auch Schatten und LNG weist ebenfalls nicht zu vernachlässigende Nachteile auf: Methan ist der Hauptbestandteil von LNG, welches wiederum ein extrem aggressives Treibhausgas ist. Im Vergleich zum bisher „besten“ Treibstoff „Marine Gas Oil“ weist LNG eine um 70-82 Prozent höhere Treibhausgasemission auf. Bei Schiffsmotoren ist der Methan-Schlupf das Problem: Ein ungewolltes Entweichen des Gases in die Atmosphäre. Treibhausgase können, wenn freigesetzt, bekanntermaßen die Ozonschicht zerstören und für wieder andere Probleme sorgen. In der Schifffahrt ist die sogenannte Schlupfrate nach Untersuchungen des deutschen Forschungsinstitutes IGCC am Höchsten bei den Dual-Fuel-Viertakt-Motoren. Eine Motorenart, die gegenwärtig im Schiffsbau vielfach Verwendung findet.
Um den Treibstoffverbrauch der Havila-Flotte grundsätzlich so gering wie möglich zu halten, wurden modernste Kenntnisse der Hydrodynamik in der Entwicklung des Schiffsrumpfes angewendet. Zusätzlich wird außerdem überschüssige Wärme aus dem Kühlwasser in das Energiesystem eingespeist und zum Heizen an Bord verwendet. In kalten Fahrtgebieten wie Norwegen ein nicht zu unterschätzender Effizienzvorteil.

Meiner Einschätzung nach, kann es eine komplett nachhaltige Seefahrt ohne Emissionen nicht geben (Segeln einmal ausgenommen). Mit einer entsprechenden Forschung, Entwicklung und womöglich weiterer Kombinationen von Antriebsmöglichkeiten lassen sich die Emissionen aber weiter senken. Ein erstrebenswertes Ziel wie ich finde.

SHIPS@SEA Résumé

Eine Kreuzfahrt mit Havila ist eine Nachhaltigkeitskreuzfahrt und gibt viel „Meer“ als ein gutes Gefühl – die Fakten sprechen für sich. Und eben für Havila Voyages. Havila beschreitet den nachhaltigen Weg mit Vehemenz und Konsequenz.

An Bord merke ich, wie sich die Firma und ihre Belegschaft alle Mühe gibt, „besser“ und engagierter zu sein, als Andere. Das gelingt ihnen auch bereits sehr gut. Hervorzuheben ist, dass die Reisenden an Bord nicht nur einen aktiven Einfluss auf ihren „Fußabdruck“ der Reise haben, sondern dass Havila alle aktiv informiert und ermuntert den gemeinsamen Weg einer „besseren“ Kreuzfahrt mitzugehen.

Havila hat mit ihrer modernen Flotte als Vorreiter einen zukunftsträchtigen Weg eingeschlagen. Dort, wo noch Entwicklungspotential ist, bin ich mir sehr sicher, dass die junge Postschiff-Reederei in absehbarer Zeit nachsteuert. Mit dem dann gesetzten Kurs, liegt für Havila und die bereisten Meere, eine gold-grüne Zukunft vor dem Bug ihrer blauen Schiffe.

Havila Kystruten Havila Voyages MS Havila Castor
MS Havila Castor of Havila Voyages

WERBUNG: SHIPS@SEA reiste auf Einladung von Havila Voyages, sowie mit Unterstützung der Agentur Husare.

AIDA Cruises weitet den Einsatz von Biokraftstoffen aus

AIDAprima wurde erstmals mit 100 Prozent Biokraftstoff betankt

Am 8. Dezember 2022 wurde AIDAprima erstmals mit 100-prozentigem Biokraftstoff im Hafen von Rotterdam (Niederlande) betankt. Damit setzt das Unternehmen seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem niederländischen Biokraftstoffpionier GoodFuels fort. 

„Mit dem Einsatz von Biokraftstoffen zeigen wir, dass die schrittweise Dekarbonisierung von bereits im Dienst befindlichen Schiffen möglich ist. Die größte Herausforderung, vor der die gesamte Schifffahrtsbranche aktuell steht, ist die Verfügbarkeit auf industriellem Niveau und zu marktfähigen Preisen“, sagte AIDA Präsident Felix Eichhorn.

Bereits im Juli dieses Jahres startete AIDA Cruises als erstes Unternehmen der Branche den Einsatz von sogenannten „Drop-in“ Biokraftstoffen an Bord eines großen Kreuzfahrtschiffes. Am 21. Juli 2022 wurde AIDAprima mit einer Mischung aus nachhaltigem marinen Biokraftstoff und Marinegasöl (MGO) der Firma GoodFuels betankt. 

Der innovative Biokraftstoff wird aus Rohstoffen gewonnen, die zu 100 Prozent als Abfälle oder Reststoffe zertifiziert sind, und somit keine Agrarflächen für die Nahrungsmittelproduktion verbrauchen oder die Abholzung von Wäldern verursachen.

Neben der kontinuierlichen Erweiterung des Einsatzes von nachhaltig erzeugten Kraftstoffen investiert AIDA Cruises seit vielen Jahren in die Erforschung und den Einsatz von grünen Technologien und die Erhöhung der Energieeffizienz seiner Flotte zur weiteren Senkung des Treibstoffverbrauches. So wurde in diesem Jahr an Bord von AIDAprima das aktuell größte Batteriespeichersystem der Kreuzschifffahrt mit einer Kapazität von 10 Megawattstunden installiert und die Nutzung von Landstrom für den nahezu emissionsfreien Betrieb der Flotte während der Hafenliegezeit in Europa ausgeweitet.

In verschiedenen nationalen und internationalen Forschungsprojekten erarbeitet das Unternehmen weitere innovative Lösungen auf dem Weg zur klimaneutralen Kreuzfahrt gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Sorgsam mit unserer Umwelt und ihren natürlichen Ressourcen umzugehen ist eine weitere elementare Säule des AIDA Nachhaltigkeitsengagements. 

Mit diesen und vielen weiteren Maßnahmen leistet das Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Erreichung der UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, den Klimazielen von Paris und des European Green Deals mit seinem „Fit for 55“ Programm. Als Teil der Familie der Kreuzfahrtmarken der Carnival Corporation & plc hat sich AIDA Cruises verpflichtet, die Kohlenstoffintensität seiner Flotte bis 2030 um 20 Prozent im Vergleich zu 2019 zu reduzieren und strebt bis 2050 einen klimaneutralen Schiffsbetrieb an.

Mehr aktuelle Informationen unter: www.aida.de/aidacares.

Neues Programm: Nachhaltig Norwegen und Skandinavien erkunden

Gruppen- und Einzelreisen mit Bahn, E-Auto oder Akku-betriebenen Schiff

Kombinationsreisen entlang der Küste Norwegens auf den legendären Postschiffrouten mit den umweltfreundlichen Havila-Neubauten

Hamburg, November 2022

Norwegen und Skandinavien nachhaltig erkunden! Per Bahn, im E-Leihwagen oder mit dem Akku-betriebenen Schiff. Norway ProTravel veröffentlicht in diesen Tagen das neue Programm für 2023 und setzt erstmals auch auf einen möglichst minimalen ökologischen Fußabdruck. Und dennoch reicht die Bandbreite der Gruppen- und Einzelreisen über Norwegen mit den Lofoten, Schweden und Finnland in quasi alle Regionen Skandinaviens. Spannend sind neben den PKW-Rundreisen im E-Auto auch Kombinationen aus Bahn- und Schiffsreisen. 

Für die Routen in die spektakulären Fjorde Norwegens kooperiert Norway ProTravel mit den Neubauten von Havila Voyages, die emissionsarm und mit modernster Akku-Technologie die legendäre Postschiffroute befahren.

Lagerfeuer, Gletscher, Wälder und Ferienhäuser an traumhaften Seenlandschaften sind fester Bestandteil vieler Reisen, die entweder als Gruppenreisen oder individuelle Rundreisen möglich sind. Und wer mag, kann im Eis-Hotel übernachten oder in den Wintermonaten Polarlichter bewundern.

Das neue Programm von Norway ProTravel für Norwegen, Schweden und Finnland ist jetzt in allen Reisebüros erhältlich, bis zum Jahresende gelten lohnenswerte Frühbucher-Vorteile.

Norway ProTravel mit Sitz in Hamburg ist ein Tochterunternehmen der seit einem Vierteljahrhundert erfolgreich etablierten Iceland ProTravel Group, dem größten auf Island und Skandinavien spezialisierten Reiseveranstalter mit sechs europäischen Standorten.

Strategischer Partner der MEYER WERFT erhält weltweit erste Zertifizierung für methanolbetriebene Brennstoffzellen auf See

Nächster Schritt zum klimaneutralen Schiff

Papenburg/München, 9. September 2022 – Als weltweit erstes System seiner Art hat das methanolbetriebene Brennstoffzellensystem des strategischen Partners der MEYER WERFT, Freudenberg e-Power Systems, eine Klassenzulassung erhalten. Damit kann das System nun auf Seeschiffen eingesetzt werden und bildet einen wichtigen Entwicklungsschritt hin zu neuen maritimen Energiesystemen und einer klimafreundlichen Schifffahrt.

In mehr als 15-jähriger Entwicklungsarbeit hat die MEYER Gruppe bereits mehrere Entwicklungsschritte gemacht: In den Forschungsprojekten Pa-X-ell und Pa-X-ell2 hat das Unternehmen zunächst den Einsatz von Brennstoffzellen auf See und anschließend die Integration in ein Schiffssystem erforscht und entwickelt. Nach Versuchen mit anderen Partner arbeitet die MEYER Gruppe mit Freudenberg e-Power Systems als strategischem Partner, der mit eigenen Kapazitäten das hohe Entwicklungstempo mitgeht.

Aktuell entsteht auf der MEYER WERFT die Silver Nova, die mit dem weltweit größten Brennstoffzellensystem auf einem Kreuzfahrtschiff ausgestattet wird. Das Schiff kann im Hafen vollständig von diesem System ohne Hilfe von Verbrennungsmotoren betrieben werden. Auch im Rahmen des Forschungsprojekts Pa-X-ell2, bei dem ein Brennstoffzellensystem an Bord der AIDAnova nachgerüstet wird, arbeiten MEYER WERFT und Freudenberg e-Power Systems zusammen.

Auch in Zukunft planen MEYER und Freudenberg weitere Kooperationen – nicht nur auf Neubauten, sondern auch auf bereits existierenden Schiffen. Dazu entwickelt MEYER NEPTUN Engineering bereits vollständige Nachrüstlösungen und wird in Zukunft in einem gemeinsamen Büro mit Freudenberg e-Power Systems noch enger zusammenarbeiten, um die gemeinsamen Entwicklungen noch schneller voranzutreiben.

„Wir erreichen hiermit ein weiteres wichtiges Zwischenziel in unserer Strategie zur grünen Schifffahrt. Seit mehr als 15 Jahren forschen und entwickeln wir an der Brennstoffzellen-Technologie für den maritimen Einsatz und verzeichnen nun die ersten Erfolge. Die 1300 Ingenieure in unserem Global Design Team entwickeln schon heute die klimafreundlichen Schiffsprototypen von morgen“, sagt Malte Poelmann, Chief Technology Officer der MEYER Gruppe.

Das Global Design fasst alle Entwicklungs- und Designaktivitäten der MEYER Gruppe zusammen und sucht weitere Spezialisten und Nachwuchskräfte für Zukunftstechnologien. Auch Architekten für das breite Produktportfolio der MEYER Gruppe mit Kreuzfahrt- und Spezialschiffen, MEYER Yachts sowie MEYER Floating Solutions werden gesucht. Im Global Design arbeiten die Ingenieure der MEYER Gruppe an verschiedenen Standorten europaweit und meist digital zusammen – eine durch die Corona-Pandemie etablierte Arbeitsweise.

Wendepunkt zur maritimen Nachhaltigkeit

Die Entwicklung der Brennstoffzelle für die Schifffahrt ist ein wichtiger Baustein, um mit ihrem hohen Wirkungsgrad und der Integration dezentraler Energiesysteme das Gesamtsystem Schiff zu optimieren. Gleichzeitig arbeitet die MEYER Gruppe an der Verwendung neuer Brennstoffe. So ist schon heute der Einsatz regenerativ erzeugter Brennstoffe wie Wasserstoff, Methanol und Biogas möglich.

In der Schifffaht ist es sinnvoll, regenerativ erzeugten Wasserstoff, der für den Betrieb einer Brennstoffzelle notwendig ist, chemisch zu binden, um eine deutlich höhere Energiedichte zu erreichen. Damit wird die Brennstoffzelle für die Hochseeschifffahrt wirtschaftlich und praktisch nutzbar.

Der Einsatz von klimaneutralem Methanol stellt in diesem Zusammenhang einen Wendepunkt auf dem Weg zur maritimen Nachhaltigkeit und zur Erreichung der IMO-Emissionsreduktionsziele dar. Methanol ist ein einfacher Alkohol, der unter normalen Umgebungsbedingungen flüssig ist und eine etwa dreimal höhere Energiedichte als verflüssigter Wasserstoff aufweist. Als wichtiger Rohstoff für die chemische Industrie zeichnet sich klimaneutrales Methanol durch bewährte Herstellungsverfahren sowie eine gute Verfügbarkeit aus.

Die für den Reformer von Methanol zu Wasserstoff benötigte Wärme kann direkt aus der Abwärme der Brennstoffzellen gewonnen werden. Brennstoffzellenstacks, Reformer und Steuerelektronik sowie alle Komponenten zur Medienversorgung befinden sich in einer vorgefertigten, modularen Einheit. Dieses Containment-Design ermöglicht eine einfache Installation an Bord.

A-ROSA SENA mit Green Award in Gold ausgezeichnet

Niederländische Initiative zertifiziert E-Motion Ship mit der höchsten Stufe

Rostock, 24. August 2022 – Aufgrund ihrer umweltfreundlichen Technologien wurde die A-ROSA SENA, das 13. Flottenmitglied der A-ROSA Flussschiff GmbH, mit dem Green Award in Gold ausgezeichnet. Diese höchste Zertifizierungsstufe wurde bislang nur an eine Handvoll Flusskreuzfahrtschiffe vergeben. „Die Gold-Stufe kann nur erreicht werden, wenn ein Schiff sowohl sehr hohe Sicherheitsstandards als auch ökologische Ansprüche erfüllt“, unterstreicht Kapitän Ulli Schwalbe. „Ausschlaggebend für die Gold-Einstufung waren unter anderem die AdBlue Abgasreinigung, die modernen Stage V Dieselmotoren und natürlich das effiziente Energiemanagement mit Batteriespeicher.“

Das hybride Antriebskonzept des innovativen E-Motion Ships setzt sich aus Diesel- und Elektromotor sowie einem Akku-Pack zusammen. Dieses System ermöglicht neben dem sogenannten Peak Shaving, also dem Ausgleich von Lastspitzen, auch ein temporäres rein elektrisches Fahren. So kann die A-ROSA SENA Häfen nahezu geräuschlos anlaufen und dort an den Landstrom gehen, ohne lokale Emissionen zu verursachen. Noch entstehende Abgase werden von hocheffizienten SCR-Katalysatoren (AdBlue) nachbehandelt und eine moderne Membrananlage reinigt das an Bord entstehende Abwasser. Des Weiteren ist das Schiff mit einem für Flusskreuzfahrtschiffe einmaligen System ausgestattet, welches Abwärme in Strom umwandelt und in der Batterie speichert. 

Der Green Award ist ein Zertifikat, das von der unabhängigen Green Award Foundation Schiffen und Reedereien erteilt wird, die zusätzlich in das Schiff und die Besatzung investieren und so die Leistungen für Umweltschutz, Sicherheit und Qualität verbessern. Binnenschiffe, die sich für das Programm beworben haben, werden gründlich inspiziert und bei positivem Ergebnis in eine der drei Stufen Bronze, Silber oder Gold eingeteilt. Das Green Award Programm möchte mit der Zertifizierung eine nachhaltige Schifffahrt vorantreiben und so einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten.

Dank ihrer innovativen Technologien gewann die A-ROSA SENA vor kurzem den 1. Platz des „Deutschen Awards für Nachhaltigkeitsprojekte 2022“ in der Kategorie „Dienstleistung – Mobilität“. Sie ist wegweisend für den zukünftigen Kurs des Unternehmens, der insbesondere das Thema Nachhaltigkeit fokussiert. Anfang 2022 wurde die Nachhaltigkeits-Abteilung unter Leitung von Sandra Wendland gegründet. „In einem gemeinsamen Projekt mit dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung wird aktuell der Nachhaltigkeitsfußabdruck von A-ROSA berechnet. Sobald dieser bekannt ist, wird das Projektteam eine Roadmap erstellen, in der konkrete Ziele und Maßnahmen festgelegt sind, um die Emissionen des Unternehmens maßgeblich zu senken und auch in weiteren Bereichen nachhaltiger zu werden“, erläutert Wendland.

Die Flotte von MSC Cruises wird nach ISO 21070:2017 zum Schutz der Meeresumwelt zertifiziert

München, Wien, Zürich – 11. August 2022 – MSC Cruises gab heute bekannt, dass die gesamte Flotte nach ISO 21070:2017 für den Schutz der Meeresumwelt zertifiziert wurde. Diese Norm legt Verfahren für das Abfallmanagement an Bord fest, einschließlich Handhabung, Sammlung, Trennung, Kennzeichnung, Behandlung und Lagerung. Sie beschreibt auch die Schnittstelle zwischen Schiff und Land sowie den Transport von Abfällen vom Schiff zu Hafenauffanganlagen. Alle Neubauten, die von MSC Cruises in Dienst gestellt werden, erhalten diese Zertifizierung.

Die Zertifizierung nach ISO 21070:2017 ergänzt die EU-Durchführungsverordnung 2022/91 vom 21. Januar 2022, in der die Kriterien festgelegt sind, anhand derer festgestellt werden kann, dass ein Schiff geringere Abfallmengen erzeugt und Abfälle auf nachhaltige und umweltverträgliche Weise behandelt. Die ISO-Kriterien liefern zusätzliche Informationen über Praktiken der Abfallbewirtschaftung, die die Hafenbehörden bei der Berechnung der Gebührenermäßigung für die Nutzung von Hafenauffangeinrichtungen gemäß der EU-Richtlinie 2019/883 berücksichtigen können.

Minas Myrtidis, VP Environmental Operations & Compliance, sagte: „Wir freuen uns, dass unsere gesamte Flotte nun nach ISO 21070:2017 zertifiziert ist. Wir arbeiten an nachhaltigen Lösungen für Herausforderungen, vor denen unsere Branche steht und setzen weiterhin jedes verfügbare Instrument ein, um dies zu beschleunigen, einschließlich Industriestandards und Zertifizierungen.“

AIDA Cruises startet den Einsatz von Biokraftstoffen

AIDA Cruises investiert seit vielen Jahren im Rahmen seiner Green Cruising Strategie in einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Kreuzfahrtmarkt. Dafür entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wissenschaft und Industrie innovative Lösungen und nutzt Technologien, die den Weg zur klimaneutralen Kreuzfahrt ebnen. 

Im Rahmen der CO2-Emissionsreduktion hat AIDA Cruises nun den Einsatz von Biokraftstoffen gestartet. Als erstes großes Kreuzfahrtschiff wurde AIDAprima am 21. Juli 2022 während ihrer Liegezeit in Rotterdam mit einer Mischung aus marinem Biokraftstoff, der zu 100 Prozent aus nachhaltigen Rohstoffen wie beispielsweise Altspeiseöl hergestellt wird, und Marinegasöl (MGO) betankt. Kooperationspartner ist der niederländische Biokraftstoffpionier GoodFuels. AIDAprima ist aktuell auf siebentägigen Reisen zu den Metropolen Westeuropas und nach Norwegen ab/bis Hamburg unterwegs. 

Das aktuelle Projekt stellt einen wichtigen Meilenstein in der Dekarbonisierungsstrategie von AIDA Cruises dar. Neben dem Einsatz von Biokraftstoffen beinhaltet dies u.a. den Einbau der ersten Brennstoffzelle an Bord von AIDAnova sowie die Inbetriebnahme des aktuell größten Batteriespeichersystems in der Kreuzschifffahrt mit einer Leistung von 10 Megawattstunden an Bord von AIDAprima. Darüber hinaus setzt AIDA Cruises auf den Ausbau und die verstärkte Nutzung von Landstrom während der Hafenliegezeit.

Felix Eichhorn, President AIDA Cruises, betont: „Wir untersuchen weiterhin aktiv alle Möglichkeiten, unsere Flotte zu dekarbonisieren und gleichzeitig die Effizienz im Einklang mit den internationalen Zielen zur Reduzierung der Kohlenstoffintensität voranzubringen. Mit dem erfolgreichen Start der Biokraftstoffnutzung haben wir bewiesen, dass eine schrittweise Dekarbonisierung auch auf bereits in Dienst befindlichen Schiffen möglich ist. Wichtige Voraussetzung, damit wir als Kreuzfahrtreederei diese auch nutzen können, ist die breite Verfügbarkeit auf industriellem Niveau und zu marktfähigen Preisen.“

Dirk Kronemeijer, CEO von GoodFuels, kommentierte die Partnerschaft wie folgt: „Dieses erste Bunkern von Biokraftstoff in Zusammenarbeit mit AIDA Cruises ist ein spannender Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Kreuzfahrtindustrie und zeigt, dass unsere nachhaltigen Biokraftstoffe eine sichere, technisch machbare und praktische Option sind, um die Emissionen von Passagierschiffen drastisch zu reduzieren. Da die Auswirkungen des Klimawandels in vielen Teilen der Welt akut zu spüren sind, ist es jetzt an der Zeit zu handeln, und Biokraftstoffe sind eine der wenigen Möglichkeiten, die schon heute etwas bewirken können. Wir freuen uns, dass wir in den vergangenen Monaten gemeinsam mit AIDA Cruises als Vorreiter diesen Meilenstein erreicht haben und freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit in der Zukunft.“

Zuvor hatte AIDA Cruises gemeinsam mit Forschungspartnern an der Universität Rostock den Einsatz von regenerierten Biokraftstoffen in Schiffsdieselmotoren getestet. Jetzt erfolgte der erste Einsatz im laufenden Schiffsbetrieb. Die Zusammenarbeit mit GoodFuels soll nun langfristig ausgestaltet werden. 

Die nachhaltigen und zertifizierten Biokraftstoffe von GoodFuels sind praktisch frei von Schwefeloxiden und bieten eine CO2-Reduzierung von 80 bis 90 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen. Sie sind funktional gleichwertig mit aus Erdöl gewonnenen Treibstoffen und können in bereits installierten Schiffsmotoren ohne Änderungen am Motor oder an der Kraftstoffinfrastruktur genutzt werden. Das macht die Nutzung von Biokraftstoffen im regulären Schiffsbetrieb im Gegensatz zu anderen technologischen Investitionen vergleichsweise einfach.  

MSC Cruises veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2021

  • Am Welttag der Ozeane veröffentlicht MSC Cruises seinen Nachhaltigkeitsbericht 2021, der wichtige Schritte für die langfristige Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens darlegt
  • Der umfassende Nachhaltigkeitsplan von MSC Cruises beinhaltet sechs Schlüsselbereiche mit entsprechenden Aktivitäten, Zielen und Vorgaben 
  • In jedem Bereich wurden bereits erhebliche Fortschritte erzielt, so dass MSC Cruises bis 2050 einen emissionsfreien Betrieb anstrebt, seine Mitarbeiter unterstützt und nachhaltigen Tourismus fördert

München, Wien, Zürich – 8. Juni 2022 – MSC Cruises nimmt den Welttag der Ozeane zum Anlass seinen Nachhaltigkeitsbericht 2021 zu veröffentlichen. Auch wenn das vergangene Jahr wieder von den Herausforderungen der Pandemie geprägt war, hat MSC Cruises bedeutende Fortschritte in der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie erzielt.

Der Nachhaltigkeitsplan von MSC Cruises, der unter aktiver Beteiligung von Mitarbeitern und externen Partnern entwickelt wurde, umfasst sechs zentrale Arbeitsbereiche: 

  • die Umstellung auf Emissionsfreiheit
  • die Überprüfung von Ressourcenverbrauch und Abfall
  • die Unterstützung der Mitarbeiter
  • Investitionen in nachhaltigen Tourismus
  • den Bau umweltfreundlicherer Terminals
  • nachhaltige Beschaffung

Die Maßnahmen des Plans sind mit messbaren Vorgaben und Zielen definiert. Wo immer möglich, sind diese mit relevanten, von der Branche anerkannten Messgrößen verknüpft. Diese sechs Hauptarbeitsfelder fallen in die vier Schwerpunktbereiche der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens: Planet, Menschen, Destinationen und Beschaffung. 

Der Nachhaltigkeitsbeirat für die Kreuzfahrtsparte der MSC Group, zu der auch die Marke MSC Cruises gehört, ist unter dem Vorsitz des Vorstandsvorsitzenden Pierfrancesco Vago dafür verantwortlich, die kontinuierliche Relevanz der Nachhaltigkeitsstrategie zu gewährleisten und die Fortschritte zu überprüfen. Dabei wird er vom Nachhaltigkeitsteam unterstützt.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Kreuzfahrtsparte der MSC Group, sagte: „Während wir durch die außergewöhnlichen Turbulenzen der letzten zwei Jahre navigiert sind, haben wir uns auf nachhaltige Maßnahmen sowie den Schutz unserer Gäste, Mitarbeiter und der Gemeinden, in denen wir tätig sind, konzentriert. Wir wissen heute mehr denn je, wie wichtig unsere Umwelt und ein gesunder und lebensfähiger Planet sind. Wir sind fest entschlossen, unser langfristiges Ziel eines umweltfreundlichen Kreuzfahrtbetriebs bis 2050 zu erreichen.

Gleichzeitig investieren wir als Unternehmen und als Branche stark in die rasche Entwicklung von Umwelttechnologien und -lösungen, um diese Ziele zu erreichen. Wir müssen uns jedoch darüber im Klaren sein, dass wir für dieses Vorhaben auf das Engagement von Regierungen und anderer öffentlicher wie privater Stellen angewiesen sind. Nur so können wir beispielsweise sicherstellen, dass die richtige Infrastruktur an Land vorhanden ist und auf der ganzen Welt umweltfreundliche Kraftstoffe in großem Umfang für unsere Schiffe verfügbar sind. Allein können wir das nicht leisten.“

Linden Coppell, Sustainability Director bei MSC Cruises, fügte hinzu: „Die Angemessenheit und Relevanz unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unserer Aktionspläne wurde durch eine Wesentlichkeitsprüfung bestätigt, die die Einbeziehung von Mitarbeitern, Gästen und anderen wichtigen externen Stakeholdern erforderte und uns half, unsere Nachhaltigkeitsthemen zu priorisieren. Für jedes dieser Themen haben wir klare Maßstäbe festgelegt, an denen wir unsere Fortschritte messen können. In unseren künftigen jährlichen Nachhaltigkeitsberichten werden wir für die Erreichung unserer Ziele zur Rechenschaft gezogen.“ 

Im Jahr 2021 wurden in allen Bereichen des Nachhaltigkeits-Aktionsplans von MSC Cruises Fortschritte erzielt – und dies sind die Highlights:

PLANET 

1. Der Übergang zu einem emissionsfreien Betrieb
Energieeffiziente Betriebsabläufe in der gesamten Flotte unterstützen MSC Cruises auf unserem Weg zu einem emissionsfreien Betrieb. Im Jahr 2021 wurden auf der MSC Grandiosa fortschrittliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erprobt und die Emissionen im Vergleich zur Ursprungsleistung um acht Prozent gesenkt. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, diese Maßnahmen auf die gesamte Flotte zu übertragen.

Die Schwefel- und Stickoxide sowie die Feinstaubemissionen sollen begrenzt werden, insbesondere in den Häfen. Bis Ende 2021 werden 14 Schiffe mit hybriden Abgasreinigungssystemen ausgestattet sein, die den Schwefeloxid-Ausstoß um 98 Prozent reduzieren. Die drei neuesten Schiffe verfügen bereits über selektive katalytische Reduktionssysteme, die Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasser umwandeln. 

Bis Ende 2021 wurden sieben der 19 Schiffe, einschließlich aller neuen Schiffe, mit einer Landstromanlage ausgestattet. Dadurch können die Motoren an Bord abgeschaltet werden, was die Emissionen reduziert. MSC Cruises verpflichtet sich, diese Systeme immer zu nutzen, wenn Landstrom verfügbar ist.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Emissionsfreiheit ist die Zusammenarbeit mit Technologieanbietern zur Unterstützung und Erprobung neuer Energiesysteme sowie neuer emissionsarmer oder emissionsfreier Kraftstoffe. Das Unternehmen arbeitet auch eng mit den Regierungen zusammen, um wirksame politische Maßnahmen zur Unterstützung einer branchenweiten Umstellung zu fördern.
Die Geschwindigkeit der Schiffe hat einen großen Einfluss auf die Emissionen. Im Jahr 2021 wurden die Reiserouten sorgfältig geprüft, was zu einer Verringerung der Durchschnittsgeschwindigkeit um mehr als zwei Knoten im Vergleich zu 2019 führte.  

2. Kontrolle von Ressourcenverbrauch und Abfall
Ziel ist es, den Wasserverbrauch an Bord jedes Schiffes um drei Prozent pro Jahr zu senken. Dies wird durch die Überwachung des Verbrauchs, den Einbau wassersparender Technologien und die Schulung und Weiterbildung der Besatzung erreicht. 
Alle Schiffe von MSC Cruises sind mit zugelassenen und zertifizierten Abwasseraufbereitungssystemen ausgestattet. Im Jahr 2021 wurden 100 Prozent des Ballastwassers gefiltert und mit UV-Licht behandelt, bevor es auf See abgelassen wurde. So konnte sichergestellt werden, dass es keine schädlichen Wasserorganismen und Krankheitserreger enthält, die die lokale Umwelt schädigen könnten.

MENSCHEN 

3. Unterstützung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Auch im Jahr 2021 hat das Unternehmen in das Wohlbefinden seiner Mitarbeitenden an Bord und an Land investiert, um sie zu schützen und sie physisch und psychisch zu unterstützen. Trotz der anhaltenden Pandemie wurden die umfangreichen Schulungsprogramme fortgesetzt, um zu gewährleisten, dass die Teams bei eingesetzten Systemen auf dem neuesten Stand sind und auf die Einführung neuer Technologien und künftiger Veränderungen vorbereitet sind. Das Unternehmen setzt sich auch weiterhin für den Aufbau einer gesunden und vielfältigen Arbeitskultur ein.

DESTINATIONEN

4. Investitionen in nachhaltigen Tourismus
Das Team für Landausflüge hat mit den Anbietern der Landprogramme zusammengearbeitet, um Ausflüge zu finden, die auf strengen Nachhaltigkeitsprinzipien basieren. Diese Ausflüge nennen sich „Protectours“ und sind speziell für die Aufklärung der Gäste konzipiert. Etwa 70 Prozent dieser Touren beinhalten umweltfreundliche Fortbewegungsarten wie Wandern, Radfahren oder Kajakfahren. Darüber hinaus leisten viele von ihnen einen direkten Beitrag zum Umweltschutz, indem sie den Schutz von Arten oder Lebensräumen unterstützen.

MSC Cruises kooperiert mit Travelife, um allen Anbietern für Landausflüge, mit denen eine Zusammenarbeit besteht, Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen anbieten zu können. Travelife ist eine Initiative für Tourismusunternehmen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben: Ihre speziellen Indikatoren, die auf den Kriterien des Global Sustainable Tourism Council’s Industry Standard basieren, konzentrieren sich auf die Auswirkungen der Lieferketten und die Verantwortung der Unternehmen.

MSC Cruises hat sich auch dazu verpflichtet zum Schutz der natürlichen Ökosysteme beizutragen, indem Initiativen unterstützt werden, die einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Tourismus fördern. Über die MSC Foundation werden der Schutz von Wildtieren und die Wiederherstellung von Lebensräumen – insbesondere für Meerestiere – unterstützt, unter anderem rund um die private Insel Ocean Cay. Seit 2021 arbeitet das Unternehmen auch mit mehreren NGOs zusammen, um neue Wege zur Vermeidung von Walunfällen zu finden.

5. Bau umweltfreundlicherer Terminals
Im Jahr 2021 wurde weiter in neue, nachhaltige Terminalanlagen investiert und die Arbeiten an mehreren von ihnen wurden fortgesetzt. Das Kreuzfahrtterminal in Durban, Südafrika, wurde im Dezember 2021 in Betrieb genommen. Es war der erste südafrikanische Hafen, der seit Beginn der Pandemie den Kreuzfahrtbetrieb von MSC Cruises wieder aufnahm. Spatenstich für das neue MSC Kreuzfahrtterminal in Miami war im Sommer 2021. Für den Bau und den späteren Betrieb des Terminals wurde ein umfassendes Umwelt- und Sozialmanagementsystem eingerichtet. Ein drittes neues MSC Kreuzfahrtterminal entsteht derzeit in Barcelona und soll 2023 in Betrieb genommen werden. 

MSC Cruises verpflichtet sich, für alle neuen Terminals, in die das Unternehmen investiert, eine LEED-Zertifizierung zu erreichen. LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein weltweit verbreitetes Bewertungssystem für umweltfreundliche Gebäude. Seine strengen, auf Punkten basierenden Systeme gewährleisten ein hohes Maß an Effizienz bei der Planung und dem Betrieb von Gebäuden.

BESCHAFFUNG

6. Nachhaltige Beschaffung
Im Jahr 2021 wurde ein neuer interner Ausschuss eingerichtet, der sicherstellen soll, dass das Beschaffungskonzept positive Auswirkungen auf die Gesellschaft hat und die Umwelt möglichst wenig belastet. Er besteht aus leitenden Positionen der Bereiche Beschaffung, Logistik und Nachhaltigkeit und kommt alle zwei Monate zusammen, um die operativen Standards in der gesamten Lieferkette zu überprüfen und spezifische Möglichkeiten für positive Veränderungen zu ermitteln.

Den ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht 2021 von MSC Cruises können Sie hier abrufen.

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit bei MSC Cruises finden Sie auf der Website. 

Die MSC World Europa setzt neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit auf See

  • Die LNG-betriebene MSC World Europa wird das erste moderne Kreuzfahrtschiff mit Brennstoffzellentechnologie sein, das die CO2-Emissionen erheblich reduzieren kann
  • Der Neubau ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Reederei zu einem emissionsfreien Schiffsbetrieb
  • Das neueste Flaggschiff von MSC Cruises wird mit weiteren Technologien ausgestattet sein, die dazu beitragen, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren
  • Das Schiff wird bei seiner Indienststellung im November das größte LNG-betriebene Kreuzfahrtschiff der Welt und das 20. in der Flotte von MSC Cruises sein 

München, Wien, Zürich – 23. Mai 2022 – Die MSC World Europa wird bei ihrer Indienststellung im Oktober 2022 das umweltfreundlichste und effizienteste Schiff in der Flotte von MSC Cruises sein. Das Schiff wird über Festoxid-Brennstoffzellen, ein selektives katalytisches Reduktionssystem und eine verbesserte Landstromversorgung verfügen. Bei seiner Einführung wird es außerdem das größte mit Flüssigerdgas betriebene Kreuzfahrtschiff der Welt sein.

Die MSC World Europa wird das erste Kreuzfahrtschiff sein, das mit der von MSC Cruises, Chantiers de l’Atlantique und Bloom Energy entwickelten, LNG-betriebenen Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) ausgestattet ist. An Bord befinden sich fünf Wärtsilä-Motoren des Typs 14V 46DF mit Zweistoffmotoren, die in der Regel mit Flüssigerdgas und gelegentlich mit schwefelarmem Marinediesel betrieben werden. Darüber hinaus ist ein 150-Kilowatt-SOFC-Demonstrator verbaut, der zusätzliche Energie erzeugt und im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren Effizienzgewinne und eine erhebliche Reduzierung der CO2-Emissionen ermöglicht. Erfahrungswerte des Schiffsbetriebs werden die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie für moderne Kreuzfahrtschiffe beschleunigen und das Potenzial bieten, in Zukunft Hybridantriebslösungen zu ermöglichen.

Linden Coppell, Director of Sustainability bei MSC Cruises, sagte: „Wir setzen uns für eine emissionsfreie Zukunft ein. Deshalb investieren wir in die Entwicklung von kohlenstoffarmen Kraftstoffen und Lösungen, die die Dekarbonisierung der Schifffahrt beschleunigen werden. Die MSC World Europa wird unser bisher effizientestes Schiff sein und uns helfen, Umwelttechnologien für die Zukunft unserer Flotte zu erproben und zu verbessern. Mit diesem Projekt stärken wir auch die Partnerschaften mit Technologieanbietern, Energieunternehmen, Hochschulen und Regulierungsbehörden – denn gemeinsam arbeiten wir an einer emissionsfreuen Zukunft.“

Im Vergleich zu Standard-Schiffskraftstoffen werden durch LNG Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub nahezu eliminiert und eine CO2-Reduzierung von bis zu 25 Prozent erreicht. LNG wird auch die Entwicklung von kohlenstoffarmen Kraftstoffen und Lösungen wie grünem Wasserstoff, Bio-LNG und Brennstoffzellen ermöglichen. Herkömmliche Schiffskraftstoffe können diese neuen Lösungen nicht unterstützen.

Die Umwelt-Technologien der MSC World Europa

Die MSC World Europa ist mit einem selektiven katalytischen Reduktionssystem (SCR) ausgestattet, das die Stickoxid-Emissionen um 90 Prozent reduziert, wenn kein LNG verfügbar ist und das Schiff mit Marinediesel fährt. Da LNG-Kraftstoff eine ähnliche Reduktion bewirkt, wird die MSC World Europa stets die Stickoxid-Emissionsstandards der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) der Stufe III erfüllen. Darüber hinaus kann die MSC World Europa durch den Anschluss an die Landstromversorgung in entsprechenden Häfen die eigenen Motoren weitestgehend abschalten.

Wie alle neuen Schiffe von MSC Cruises verfügt auch die MSC World Europa über die modernste Abwasseraufbereitungstechnologie gemäß der IMO-Resolution MEPC 227(64), die den weltweit strengsten gesetzlichen Anforderungen, dem sogenannten „Baltic Standard“, entspricht. Ein fortschrittliches Ballastwasser-Reinigungssystem wird die Einbringung invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen verhindern und entspricht der Ballastwasser-Management-Konvention der IMO.

An Bord der MSC World Europa befinden sich eine Vielzahl energieeffizienter Lösungen, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören eine intelligente Belüftung und fortschrittliche Klimaanlagen mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Das Schiff verwendet smart gesteuerte LED-Beleuchtung, um die Energiebilanz weiter zu verbessern. Die innovative Rumpfform der MSC World Europa minimiert den Wasserwiderstand. Das Schiff wird außerdem mit digitalen Datenerfassungssystemen für die Fernüberwachung des Energieverbrauchs und fortschrittliche Analysen ausgestattet. Das ermöglicht eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren.

Diese Effizienzsteigerungen und die Verwendung von LNG ermöglichen eine Betriebsleistung, die weit über den von der IMO geforderten Energieauslegungskriterien für neue Schiffe liegt. Die MSC World Europa ist so konzipiert, dass sie den geforderten Energie-Effizienz-Index (EEDI) um 47 Prozent übertrifft.

Der Rumpf und der Maschinenraum der MSC World Europa wurden so konzipiert, dass die Unterwassergeräusche reduziert werden, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern. 

Die kommenden LNG-Schiffe von MSC Cruises

MSC Cruises hat drei Schiffe mit LNG-Antrieb in Auftrag gegeben, die zwischen 2022 und 2025 ausgeliefert werden und eine Gesamtinvestition von über drei Milliarden Euro darstellen. Auf die MSC World Europa wird die MSC Euribia folgen, die derzeit ebenfalls in Saint Nazaire gebaut wird und 2023 in Dienst gestellt werden soll. Der Bau des dritten Schiffes soll Anfang 2023 starten. 

Zwei Schiffe von MSC Cruises werden ab diesem Sommer in nordeuropäischen Häfen mit Landstrom versorgt

MSC Cruises arbeitet weiter am Ziel des emissionsfreien
Kreuzfahrtbetriebs bis 2050
• Ab dieser Sommersaison werden die MSC Poesia im Hafen von
Warnemünde und die MSC Virtuosa im Hafen von Southampton
erstmals Landstrom nutzen
• MSC Cruises hat mit Cruise Baltic eine Vereinbarung unterzeichnet,
die besagt, bis 2024 eine flächendeckende Nutzung von Landstrom
in der Ostseeregion zu erreichen
• Mehr als die Hälfte der MSC Cruises Flotte soll bis Ende 2022 über
Landstromanschlüsse verfügen
• Darüber hinaus wird noch in diesem Jahr das erste LNG-Schiff von
MSC Cruises mit der größten jemals installierten Festoxid-
Brennstoffzelle (SOFC) vom Stapel laufen: die MSC World Europa

München, Wien, Zürich – 21. April 2022. MSC Cruises hat sich 2021 verpflichtet, bis zum Jahr 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. Daher erforscht und investiert MSC Cruises kontinuierlich in neue Technologien, die zur Dekarbonisierung beitragen. Auf diesem Weg ist es von zentraler Bedeutung, die Auswirkungen von Kreuzfahrtschiffen auf die Hafenstädte und -gemeinden und ihre Umwelt während der Liegezeit im Hafen zu minimieren. 

Die Landstromversorgung spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie ermöglicht den Schiffen, ihre Motoren abzuschalten und sich an die lokale Stromversorgung anzuschließen, um die Systeme an Bord zu betreiben. Da der Strom über einen speziellen Transformator im Hafen zum Schiff geleitet wird, werden die von Dieselgeneratoren verursachten Emissionen vermieden, was die Luftqualität vor Ort verbessert und den Lärm- und Vibrationspegel reduziert. Die Umwelt und die Hafenregionen profitieren somit direkt von der Landstromtechnologie. Nach erheblichen Investitionen in seine Flottenkapazitäten hat MSC Cruises heute konkrete Schritte und Verpflichtungen angekündigt, um die Nutzung der Landstromtechnologie einzuführen und zu beschleunigen. 

Warnemünde und Southampton: Ab Sommer bereit für Landstrom 
Ab Ende Mai und während der gesamten Sommersaison 2022 werden zwei Schiffe der Flotte von MSC Cruises erstmals durchgängig Landstrom nutzen: die MSC Poesia in Warnemünde und die MSC Virtuosa am neuen Horizon Cruise Terminal im Hafen von Southampton in Großbritannien. 

Der Hafen von Warnemünde ist der größte Landstromanbieter für Kreuzfahrtschiffe in Europa. Southampton ist Europas führender Kreuzfahrthafen und fertigt jährlich über zwei Millionen Passagiere ab. Es ist auch der erste Hafen in Großbritannien, der Landstrom für Kreuzfahrtschiffe bereitstellt. 

In beiden Fällen hat die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden auf der Grundlage gemeinsamer Interessen die Bereitstellung und Nutzung von Landstrom ermöglicht. MSC Cruises ist dankbar für die Unterstützung durch die Hafenbehörden, um die Abnahme der Anlagen abzuschließen, bevor sie in einigen Wochen in Betrieb genommen werden können.  

Linden Coppell, Director of Sustainability bei MSC Cruises, sagte: „Wir freuen uns darauf, die Landstromversorgung in Warnemünde und Southampton während der gesamten Sommersaison zu nutzen und wir gratulieren den Hafenbehörden zu ihrem vorausschauenden und innovativen Engagement. Bei MSC Cruises arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Umweltbilanz zu verbessern. Die Landstromversorgung ermöglicht es uns, die Emissionen unserer Schiffe während der Liegezeit erheblich zu reduzieren. Wir brauchen mehr Häfen in anderen wichtigen europäischen Märkten, die schnellstmöglich die Landstromversorgung einführen und sich damit unserem Vorhaben anschließen, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen und die lokalen Luftemissionen erheblich zu reduzieren.“

Ein ehrgeiziges Abkommen mit Cruise Baltic
Am 5. April 2022 unterzeichneten Cruise Baltic und MSC Cruises eine Absichtserklärung über ihr gemeinsames Vorhaben, einen Beitrag zur Nutzung der Landstromversorgung in der Ostsee zu leisten. Die Erklärung, die mit Hinblick auf die dringend notwendige Reduzierung der vom Menschen verursachten Luftverschmutzung unterzeichnet wurde, unterstreicht den beiderseitigen Wunsch, einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltauswirkungen der Kreuzfahrtindustrie zu leisten.   

Cruise Baltic umfasst 32 Häfen und Reiseziele in der Ostseeregion. Mit der Unterzeichnung des Abkommens verpflichtet sich Cruise Baltic, sich für die Landstromversorgung in der Region einzusetzen, um die Zahl der Anlagen zu erhöhen. MSC Cruises hingegen versichert, dafür zu sorgen, dass Kreuzfahrtschiffe, die regelmäßig die entsprechenden Häfen im Ostseeraum anlaufen, bis spätestens 1. Januar 2024 vorhandene Landstromanschlüsse nutzen.

Weitere Investitionen in die Landstromversorgung 
Bis Ende 2022 werden elf der 21 Schiffe von MSC Cruises – darunter alle Neubauten seit 2017 – mit einem Landstromanschluss ausgestattet sein. Bestehende Schiffe werden derzeit oder in naher Zukunft nachgerüstet, wenn ihre Routen sie in Häfen führen, in denen Landstrom verfügbar ist. 
Angesichts der zu erwartenden behördlichen Anforderungen und der Sorge der örtlichen Gemeinden über die Luftqualität, entwickeln Häfen auf der ganzen Welt eine Infrastruktur zur Unterstützung der Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen. Nach Angaben der CLIA sind jedoch derzeit nur 14 Kreuzfahrthäfen mit Landstromkapazitäten ausgestattet. Bis 2025 werden nur sieben Prozent der Kreuzfahrtliegeplätze über einen Landstromanschluss verfügen.

Linden Coppell fügte hinzu: „Wir haben uns verpflichtet, die Behörden beim Ausbau der Landstromversorgung für unsere Schiffe im Hafen zu unterstützen. Wir haben eine klare und unmissverständliche Position: Wo immer Landstrom verfügbar ist, werden wir Schiffen, die über diese Möglichkeit verfügen, den Vorzug geben. Um die Kompatibilität mit den Systemen der Schiffe zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit den Hafenbehörden und den planenden Ingenieurbüros zusammen. Aspekte wie der Energiebedarf an Bord und die technischen Systeme der Schiffe müssen bei der landseitigen Planung berücksichtigt werden“. 

Wo immer MSC Cruises am Bau und an der Finanzierung neuer Terminals beteiligt ist, stellt das Unternehmen außerdem sicher, dass die Landstromanforderungen bei der Planung berücksichtigt werden, indem es die Infrastruktur, wie etwa Gräben für die Stromkabel, bereitstellt. Aktuelle Beispiele sind etwa die neuen Terminals in Miami und Barcelona.

Weitere hochmoderne Umwelttechnologien in der gesamten Flotte von MSC Cruises
Mit dem Ziel, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen, investiert die Kreuzfahrtsparte der MSC Group in die beschleunigte Entwicklung und Umsetzung innovativer Spitzentechnologien, die in der gesamten Flotte zum Einsatz kommen sollen und unterstützt diese. Die Landstromversorgung ist dabei nur eines von zahlreichen Beispielen. 
14 Schiffe von MSC Cruises wurden mit hybriden Abgasreinigungssystemen ausgestattet, die eine Reduzierung der Schwefeloxide um 98 Prozent gewährleisten. Bis Ende 2022 werden die fünf neuesten Schiffe über selektive katalytische Reduktionssysteme verfügen, die Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasser umwandeln.

Die MSC World Europa und die MSC Euribia, die sich derzeit im Bau befinden und 2022 bzw. 2023 ausgeliefert werden, sind die ersten mit LNG betriebenen Schiffe von MSC Cruises. Flüssigerdgas (LNG) ist der bei weitem sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in größerem Maßstab verfügbar ist. Es reduziert die Schiffsemissionen erheblich und verbessert so die Luftqualität, vor allem für Hafenstädte und -gemeinden sowie Küstengebiete. Mit LNG lassen sich lokale Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide um 99 Prozent, Stickoxide um 85 Prozent und Feinstaub um 99 Prozent reduzieren. Was die Emissionen mit globaler Auswirkung betrifft, so spielt LNG eine wichtige Rolle bei der Eindämmung des Klimawandels. Die Motoren von LNG-Schiffen haben das Potenzial die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen bis zu 25 Prozent zu senken.

Die MSC World Europa wird auch das erste Kreuzfahrtschiff sein, das die SOFC-Technologie (Solid Oxide Fuel Cell) einsetzt. Dieser Brennstoffzellentyp ist so konzipiert, dass er bei der Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) 20 bis 30 Prozent effizienter Strom durch einen nicht verbrennungsbedingten elektrochemischen Prozess erzeugt als herkömmliche verbrennungsbasierte Schiffsantriebe und Hilfsmotoren. Beim Betrieb mit LNG reduziert die SOFC-Technologie die Kohlenstoff-Emissionen um bis zu 60 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Antriebsquellen, wie z.B. Dual-Fuel-Diesel-Elektroantrieben, und emittiert praktisch keine schädlichen Luftschadstoffe wie Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub. 

Darüber hinaus hat die Kreuzfahrtsparte der MSC Group verschiedene Partnerschaften mit Werften, Energieversorgern, Technologieentwicklern und akademischen Einrichtungen initiiert. Diese werden weitere Forschungen zu Brennstoffzellen, wasserstoffbetriebenen Schiffen und anderen zukünftigen Technologien, die das Potenzial haben, eine emissionsfreie Schifffahrt zu ermöglichen, vorantreiben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, diese potenziellen Lösungen im Rahmen von Neubau- und Nachrüstungsprogrammen verstärkt zu untersuchen und zu testen, um ihre Entwicklung zu beschleunigen, ihnen zur Marktreife zu verhelfen und sie in der Flotte einzusetzen.

Umwelttechnologien auf der MSC World Europa und der MSC Euribia:
Motoren und Kraftstoffe: 4 Wärtsilä (12V und 16V) Dual-Fuel-Motoren, die in der Regel mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden, gelegentlich auch mit 0,1 Prozent schwefelhaltigem Marinegasöl (MGO). 
Luftemissionen: SCR-Katalysatoren (Selektives katalytisches Reduktionssystem), die Stickoxid-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren, wenn das Schiff mit MGO betrieben wird (LNG bietet eine ähnliche Stickoxid-Reduktion). Die MSC Euribia wird die Tier III-Standards der IMO (International Maritime Organization) unabhängig vom verwendeten Treibstoff erfüllen.
Landstromversorgung: Das Schiff kann seine Motoren abschalten und sich in Häfen, in denen diese Infrastruktur vorhanden ist, an das lokale Stromnetz anschließen.

Abwassersystem: Ein fortschrittliches Abwasseraufbereitungssystem, das den weltweit strengsten Standards der Resolution MEPC 227(64) der IMO entspricht – dem sogenannten „Baltic Standard“. Ein fortschrittliches Ballastwasser-Reinigungssystem wird die Einbringung invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen verhindern und entspricht der Ballastwasser-Management-Konvention der IMO.

Schutz der Meereslebewesen: Das Schiff wird auch mit Systemen ausgestattet, die die Unterwassergeräusche reduzieren, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern.

Energie-Effizienz: Alle Neubauten von MSC Cruises sind mit einer Vielzahl energieeffizienter Lösungen ausgestattet, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören eine intelligente Belüftung und fortschrittliche Klimaanlagen mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Die Schiffe verwenden LED-Beleuchtung, die von intelligenten Managementsystemen gesteuert wird, um das Energiesparprofil weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Werft wird die MSC Euribia mit digitalen Datenerfassungssystemen für die Fernüberwachung des Energieverbrauchs und fortschrittliche Analysen ausgestattet. Das ermöglicht eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren. 

Havila Voyages hat das Schiff der Zukunft

Auf der Nor-Shipping-Veranstaltung in Oslo wurde diese Woche das umweltfreundlichste Küstenschiff der Welt, die Havila Capella, mit dem Next Generation Ship Award ausgezeichnet. 

Während der Ocean Leadership Conference auf der diesjährigen Nor-Shipping-Veranstaltung in Oslo am Montag, den 4. April, wurde Havila Voyages‘ Schiff „Havila Capella“ als Gewinnerin des Next Generation Ship Award bekannt gegeben. Die bahnbrechende Technologie des Schiffes ermöglicht es, mit null Emissionen zu fahren. Mit dem Preis wird ein Schiffsprojekt geehrt, das die größten Fortschritte und Innovationen bei der Konstruktion im Hinblick auf Energieeffizienz, Eignung und Flexibilität, Technologienutzung, Sicherheit und Umweltverträglichkeit für das kommende Jahrzehnt zeigt. Das Schiff wurde von der Hav Group entworfen und auf der Tersan-Werft in der Türkei gebaut.

Es ist eine große Ehre für uns, die Auszeichnung für unser erstes Schiff, die Havila Capella, das umweltfreundlichste Schiff der Welt, entgegenzunehmen. Wir freuen uns darauf, noch in diesem Jahr drei baugleiche Schiffe zu begrüßen, die einen festen Bestandteil des täglichen Verkehrs auf der historischen Küstenroute zwischen Bergen und Kirkenes bilden werden. Alles was wir tun, sollte Nachhaltigkeit widerspiegeln, von der Schiffskonstruktion bis hin zu allen anderen Tätigkeiten, und das ist eine Herausforderung, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Verleihung dieser wertvollen Anerkennung durch die Branche ist daher ein prestigeträchtiger Moment und ein Beweis dafür, dass die hochinnovative Schiffstechnologie von Havila Voyages eine Vorreiterrolle bei der Umstellung auf umweltfreundliche Kreuzfahrtschiffe spielt“, so Bent Martini, CEO von Havila Voyages. 

Havila Capella ist ein Plug-in-Hybridschiff mit den weltweit größten Batteriepaketen, die für Passagierschiffe entwickelt wurden. Die Batteriepacks wiegen 86 Tonnen und haben eine Kapazität von 6,1 Megawattstunden. Die Batterien an Bord des modernen Schiffes ermöglichen eine vierstündige Fahrt ohne Lärm und Emissionen, so dass es leise und nachhaltig durch die Fjorde des Weltkulturerbes und die unberührte Umgebung entlang der norwegischen Küste fahren kann.

Havila Voyages hat mehr als 500 Millionen NOK (ca. 50 Mio. Euro) investiert, um seine Öko-Kreuzfahrtschiffe umweltfreundlich zu machen, und die Batteriepakete sind nur eine von mehreren Maßnahmen, die die NOx-Emissionen um etwa 90 Prozent und die CO2-Emissionen um etwa 25 Prozent senken. Darüber hinaus sind die Schiffe für den Betrieb mit Biogas gebaut, einem praktisch kohlenstoffneutralen Biokraftstoff. Eines der beeindruckendsten Merkmale der Havila Capella: Sie ist bereit, mit null Emissionen zu fahren. Das Schiff ist auch für den Betrieb mit Wasserstoff oder Ammoniak vorbereitet und ist somit ein Schiff, das für die Zukunft gebaut wurde. Die bahnbrechende Technologie des Schiffs wurde in enger Zusammenarbeit mit Hav Group, Hav Design, Kongsberg Maritime und wissenschaftlichen Netzwerken entwickelt.

„Havila Food Stories“, das Verpflegungskonzept an Bord, hat Nachhaltigkeit als wichtigste Zutat. Es gibt keine Buffets, was bedeutet, dass die Gäste ein sehr persönliches norwegisches kulinarisches Erlebnis mit handverlesenen norwegischen Zutaten von lokalen Erzeugern genießen können, mit dem Ziel, dass pro Gast täglich höchstens 75 Gramm Lebensmittelabfälle anfallen. Das Konzept reduziert die Lebensmittelabfälle um insgesamt 15 Tonnen pro Schiff und Jahr, und um das Schiff noch effizienter zu machen, verfügt es über ein Energierückgewinnungssystem, das die 65 Prozent der Brennstoffenergie nutzbar macht, die normalerweise durch die Abgas- und Kühlwassersysteme verloren gehen. 

Jedes Jahr wird die Debatte um die Auswahl des Gewinners intensiver, und 2022 war keine Ausnahme. Es ist allgemein bekannt, dass uns fossile Brennstoffe zwar noch viele Jahre begleiten werden, dass aber ein Übergang zu saubereren, effizienteren Alternativen stattfinden muss. Das Siegerschiff wird im Moment mit dem saubersten derzeit verfügbaren fossilen Brennstoff – LNG – angetrieben, ist aber für einen zukünftigen Übergang zu Wasserstoff vorgesehen, sobald die Technologie und die Verfügbarkeit dies zulassen“, heißt es in der Erklärung der Jury von Nor-Shipping.

„Norwegens ruhige und unberührte Natur, sauberes Wasser und frische Luft sind es wert, dass man sich um sie kümmert, sowohl für uns als auch für die zukünftigen Generationen. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf grüne Lösungen – damit diejenigen, die uns folgen, dasselbe erleben können“, schließt Bent Martini, CEO von Havila Voyages. 

Daten zur Havila Capella

Registriert: Fosnavåg, Norwegen

– Länge: 124 m 
– Breite: 22 m
– Bruttogewicht: 15.519 Tonnen
– Höchstgeschwindigkeit: 18,2 Knoten
– Durchschnittliche Reisegeschwindigkeit: 14-15 Knoten
– Kabinen: 179 (bis zu 468 Passagiere)
– Passagiere: 640 (Kabinen und Hafen-zu-Hafen-Passagiere (172))
– Gebaut: 2021 auf der Tersan-Werft, Türkei

Die wichtigsten Merkmale von Havila Capella: 

– Erdgas (LNG) 
– Das weltweit größte Batteriepaket auf einem Schiff
– Aufladung mit Wasserkraft 
– Management der Wärmerückgewinnung 
– Energieeffizientes Rumpfdesign 
– 4 Stunden elektrisches Segeln mit null Emissionen
– 15 Tonnen weniger Lebensmittelabfälle 
– Extrem niedrige Geräuschemission

Beach Clean-up #3

Heute gelang es uns mit organisatorischer Unterstützung der Schiffsbesatzung von SY SEA STAR spontan einen Strandabschnitt des St. Anne Marine Parks auf den Seychellen zu säubern. Wie kam es dazu?

Auf der einwöchigen Segelkreuzfahrt mit SY SEA STAR von Silhouette Cruises haben wir zahlreiche Strände, Buchten und Tauchreviere auf den Seychellen kennengelernt (Hier geht es zu unserer STORY@SEA). Dabei fiel uns auf, wie sauber die Gewässer der Seychellen sind.

Nur selten fand sich Unrat im Wasser oder am Strand. Am letzten Tag der Reise warfen wir den Anker in der Nähe der Hauptstadt Mahé im St. Anne Marine Park. Und hier sah es überraschenderweise anders und nicht mehr ganz so sauber aus:

Hauptsächlich wurden PET-Flaschen, Strohhalme und zahlreiche, weitere Kunststoffe und Plastikteile eingesammelt. Aber auch Dosen, Flaschen, Glassplitter und vermehrt COVID-Mundschutzmasken konnten eingesammelt werden.

Insgesamt wurde eine Einkaufstüte mit Müll befüllt. An Bord der SEA STAR wurde der gesammelte Abfall entsorgt und dem Verwertungskreislauf per Landentsorgung zugeführt.

Auch hier gilt der Dank der Schiffscrew von SY SE STAR, die Aktionen wie diese sehr unterstützen. Nicht zu vergessen die fleissigen Mitreisenden, die wie wir aktiv gutes tun wollten und den Seychellen etwas „zurückgeben“ möchten. DANKE.

Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group ist die erste globale Kreuzfahrtmarke, die mit dem „Green Marine Europe Label“ zertifiziert wird

• MSC Cruises und Explora Journeys verpflichten sich, ihre Umwelt-
Performance jährlich zu messen und die Ergebnisse an eine
externe, akkreditierte Prüfstelle zu übermitteln und zu
veröffentlichen
• Alle Schiffe der Kreuzfahrtsparte werden anhand folgender
Kennzahlen gemessen: Schutz vor der Einbringung invasiver Arten,
Luftemissionen (Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub),
Treibhausgasemissionen, Öleinleitungen, Abfallmanagement,
Unterwassergeräusche und verantwortungsvolles Schiffsrecycling

München, Wien, Zürich – 14. Februar 2022. Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group gab heute bekannt, als erstes großes Kreuzfahrtunternehmen weltweit der Initiative „Green Marine Europe“ beizutreten. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges Umweltzertifizierungsprogramm für die maritime Industrie. Nach dem Erfolg des nordamerikanischen Umweltzertifizierungsprogramms von Green Marine wurde das europäische Programm 2020 ins Leben gerufen, um einen Mechanismus zu schaffen, der Schiffseigner dabei unterstützt, ihre Umweltbilanz auf europäischer Ebene nachzuweisen. Dies wird die Kreuzfahrtsparte der MSC Group dabei unterstützen, bis 2050 einen emissionsfreien Schiffsbetrieb zu erreichen.

Um den Erfolg zu sichern, verpflichten sich die beiden Marken MSC Cruises und die neu eingeführte Luxusmarke Explora Journeys, ihre Umwelt-Performance gemäß den Leitlinien des Programms jährlich zu messen und die Fortschritte bei wichtigen Leistungsindikatoren zu verfolgen: Schutz vor Einbringung invasiver Arten, Luftemissionen (Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub), Treibhausgasemissionen, Öleinleitungen, Abfallmanagement, Unterwassergeräusche und verantwortungsvolles Schiffsrecycling. 

In den letzten Jahren hat MSC dank des Einsatzes modernster Umwelttechnologien, Kraftstoffe und dazugehöriger Maßnahmen erhebliche Fortschritte in allen Bereichen des Kreuzfahrtbetriebs erzielt. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Emissionskontrollsysteme, Ballastwasseraufbereitungssysteme und moderne Abwasserreinigungssysteme. Die ersten beiden Schiffe von Explora Journeys, die sich derzeit im Bau befinden, werden mit diesen und weiteren Umwelttechnologien ausgestattet.

Die beiden Marken haben sich ebenfalls verpflichtet, ihre jährliche Umweltbilanz einer externen akkreditierten Prüfstelle vorzulegen und zu veröffentlichen.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Kreuzfahrtsparte der MSC Group, sagte: „Auch wenn die letzten zwei Jahre sehr herausfordernd waren, haben wir unsere langfristige Verantwortung nie aus den Augen verloren. Im Einklang mit unserer Verpflichtung zur Nachhaltigkeit und unserem Versprechen, bis 2050 einen emissionsfreien Betrieb zu erreichen, wird uns das Green Marine Europe Label dabei helfen, unsere Fortschritte zu kontrollieren und diese mit unseren Gästen, den Destinationen, die wir besuchen, und allen anderen Interessengruppen zu teilen. Währenddessen setzen wir unsere Arbeit an mehreren Projekten fort, die sich mit der Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe und Technologielösungen befassen.“

Das Green Marine Europe Label ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen dem nordamerikanischen Umweltzertifizierungsprogramm Green Marine, das seit zehn Jahren besteht, und der Surfrider Foundation, einer führenden NGO im Bereich des Meeres- und Küstenschutzes in der Europäischen Union. Die Partnerschaft besteht seit 2019, das Programm wurde im Frühjahr 2020 gestartet. 

Minas Myrtidis, Vice President Environmental Operations and Compliance bei MSC Cruise Management, sagte: „Die Zertifizierung mit dem Green Marine Europe Label für unsere gesamte Flotte ist ein weiterer Beweis unseres Engagements für ökologische Nachhaltigkeit und spiegelt unser Ziel wider, unsere Leistungen in diesem Bereich kontinuierlich zu verbessern.“

Über das Engagement der Kreuzfahrtsparte der MSC Group für einen emissionsfreien Schiffsbetrieb
Als Familienunternehmen mit einer dreihundertjährigen maritimen Tradition setzt sich der Geschäftsbereich Kreuzfahrten der MSC Group für den Schutz unseres Planeten und der Ökosysteme der Ozeane für künftige Generationen ein. Im Jahr 2021 hat MSC einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht und seine Führungsrolle in der Branche untermauert, indem sich das Unternehmen verpflichtet hat, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen. Dies ist eine gewaltige Aufgabe, denn die Kraftstoffe und Technologien, die diesen Wandel ermöglichen können, gibt es entweder noch nicht in großem Maßstab oder sie sind noch nicht für den kommerziellen Einsatz ausgereift. Deshalb arbeitet MSC an verschiedenen Projekten, um an der Entwicklung neuer Kraftstoffe und Technologien zu forschen und sie zu beschleunigen, um dem Unternehmensziel näherzukommen. Dazu gehören:

Wasserstoffbetriebene Schiffe:
MSC Cruises ist 2021 eine Partnerschaft mit dem führenden Schiffbauer Fincantieri und Snam, einem Unternehmen für Energieinfrastruktur, eingegangen, um gemeinsam die Bedingungen für die Konstruktion und den Bau des weltweit ersten hybriden, mit Wasserstoff/LNG betriebenen Kreuzfahrtschiffs zu ermitteln, das in bestimmten Bereichen einen emissionsfreien Betrieb ermöglichen würde. Dazu gehören die Einrichtung von Schiffsräumen zur Unterbringung der erforderlichen Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen, die Ermittlung der technischen Parameter der Systeme an Bord, die Berechnung der potenziellen Treibhausgasemissionen sowie eine technische und wirtschaftliche Analyse der Wasserstoffversorgung und der Infrastruktur an Land.

Brennstoffzellen auf LNG-betriebenen Schiffen:
Brennstoffzellen bieten ein großes Potenzial zur Erzielung bedeutender Reduzierungen. Nach der Bestellung von drei Schiffen, die mit LNG betrieben werden – einem Übergangskraftstoff, der bis zu 21 Prozent weniger Treibhausgasemissionen verursacht –, prüft MSC die Integration von Brennstoffzellen, um weitere Einsparungen zu erzielen. 2019 stellten die MSC Cruise Division und die Werft Chantiers de l’Atlantique „Blue Horizon“ vor, ein bahnbrechendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das sich auf die Integration einer Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) auf LNG-betriebenen Kreuzfahrtschiffen konzentriert.

Nachrüstung der Brennstoffzellentechnologie:
Die MSC Cruise Division ist außerdem einem Konsortium mit GE Power Conversion, Lloyd’s Register und Ceres Power Holdings beigetreten, um zu untersuchen, wie die Hindernisse für die Einführung von Brennstoffzellen in großen Schiffen beseitigt werden können. Es soll untersucht werden, wie Festoxid-Brennstoffzellen (SOFCs) in die Betriebsfunktionen eines Schiffes integriert werden können, einschließlich der bestehenden Energie- und Antriebsarchitektur, so dass die Auswirkungen des Einsatzes der SOFC-Technologie im Hinblick auf die Reduzierung der Gesamtemissionen quantifiziert werden können. Das Projekt wurde im Rahmen der Clean Maritime Demonstration Competition des britischen Verkehrsministeriums gefördert.

Kohlenstoffarme Technologien und Schiffsdesign:
Die Kreuzfahrtsparte von MSC arbeitet auch mit führenden Unternehmen der Branche und der Wissenschaft in einem Forschungsprojekt zusammen, das durch die Kombination von fortschrittlichen Energietechnologien und innovativem Schiffsdesign eine kohlenstoffarme Schifffahrt fördert. An dem von der Universität Vaasa geleiteten „CHEK-Konsortium“ (deCarbonising sHipping by Enabling Key Technology symbiosis on real vessels concept designs) sind unter anderem die World Maritime University, Wärtsilä, Cargill und Lloyds Register beteiligt.

Weitere Details zu den Umwelttechnologien der neuen Schiffe:

Luftemissionen: Hybride Abgasreinigungssysteme, die die Schwefeloxidemissionen (SOx) um 98 Prozent reduzieren. Viele unserer Schiffe sind außerdem mit hochmodernen SCR-Systemen (Selective Catalytic Reduction) ausgestattet, die den Ausstoß von Stickoxiden (NOx) um 90 Prozent reduzieren. 

Durch Landstromversorgung können die Schiffe in Häfen, in denen die Infrastruktur vorhanden ist, an das lokale Stromnetz angeschlossen werden und ihre Motoren abschalten. Dies ermöglicht eine Minimierung des Motorbetriebs am Liegeplatz, was zu einer erheblichen Verringerung der Emissionen führt, wenn sie sich in städtischen Gebieten befinden.

Abwassersystem: Ein fortschrittliches Abwasseraufbereitungssystem, das den weltweit strengsten Standards der Resolution MEPC 227(64) der IMO entspricht – dem sogenannten „Baltic Standard“. Ein fortschrittliches Ballastwasser-Reinigungssystem wird die Einbringung invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen verhindern und entspricht der Ballastwasser-Management-Konvention der IMO.

Schutz der Meereslebewesen: Das Schiff wird auch mit Systemen ausgestattet, die die Unterwassergeräusche reduzieren, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern.

Energie-Effizienz: Alle Neubauten von MSC Cruises sind mit einer Vielzahl energieeffizienter Lösungen ausgestattet, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören eine intelligente Belüftung und fortschrittliche Klimaanlagen mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Die Schiffe verwenden LED-Beleuchtung, die von intelligenten Managementsystemen gesteuert wird, um das Energiesparprofil weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Werft wird die MSC Euribia mit digitalen Datenerfassungssystemen für die Fernüberwachung des Energieverbrauchs und fortschrittliche Analysen ausgestattet. Das ermöglicht eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren.

Die nächste Generation von LNG-angetriebenen Schiffen
Die MSC World Europa und die MSC Euribia werden die ersten LNG-betriebenen Schiffe sein, die 2022 bzw. 2023 in die Flotte von MSC Cruises aufgenommen werden. Mit dem Bau der World Europa II, der Anfang 2023 beginnen soll, entspricht dies einer Investition von drei Milliarden Euro in LNG-Schiffe.

Diese Schiffe spielen eine wichtige Rolle bei der Verpflichtung des Unternehmens, bis 2050 Emissionsfreiheit zu erreichen. LNG ist der bei weitem sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in großem Maßstab verfügbar ist, und er eliminiert praktisch alle lokalen Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide (99%), Stickoxide (85%) und Feinstaub (98%). Was die Emissionen mit globaler Auswirkung betrifft, so spielt LNG eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Die Motoren dieser beiden Schiffe haben das Potenzial, die CO2-Emissionen im Vergleich zu Standardkraftstoffen um bis zu 25 Prozent zu senken. Darüber hinaus wird diese Energiequelle mit der späteren Verfügbarkeit von Bio- und synthetischem LNG einen Weg zur Dekarbonisierung des Betriebs eröffnen.

AIDA Cruises baut 2021 Landstromnutzung in deutschen Häfen aus

Mit dem Neustart seiner Kreuzfahrten ab Deutschland hat AIDA Cruises in der Sommersaison 2021 die Nutzung von grünem Landstrom mit Schiffen seiner Flotte auf zwei weitere deutsche Häfen ausgeweitet. Bereits seit 2017 nutzt das in Rostock beheimatete Kreuzfahrtunternehmen Europas erste Landstrom-Anlage in Hamburg-Altona im Regelbetrieb. 

Am 10. Mai 2021 wurde in Rostock-Warnemünde mit AIDAsol eine der größten Landstromanlagen Europas im Rahmen der 12. Nationalen Maritimen Konferenz eröffnet. Nur wenige Wochen später, am 16. Juni 2021 konnte in Kiel erstmals ein Kreuzfahrtschiff (AIDAsol) mit grünem Strom versorgt werden. 

Zum Abschluss der Saison in Kiel und Rostock zieht das Unternehmen eine erste positive Bilanz. Sowohl mit AIDAsol in Kiel und Rostock-Warnemünde als auch AIDAprima in Kiel konnten, trotz der technischen Herausforderungen, die die Inbetriebnahme dieser komplexen Infrastruktur sowohl land- als auch schiffsseitig mit sich bringt, während der meisten Anläufe die Schiffe stabil mit grünem Landstrom versorgt werden.

Die Eröffnung der Anlagen in Kiel und Rostock-Warnemünde ist das Ergebnis zweier partnerschaftlicher Vereinbarungen für einen umweltfreundlichen Kreuzfahrttourismus, die AIDA Cruises gemeinsam mit den Landesregierungen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns sowie den Häfen Kiel und Rostock auf den Weg gebracht hatte.

Auch in weiteren Destinationen macht sich das Unternehmen für die Nutzung dieser umweltfreundlichen Technologie stark. Nach dem Neustart der Norwegensaison Ende August 2021 hat AIDA Cruises mit AIDAmar in Bergen gemeinsam mit den Betreibern der neuen Anlage erste land- und schiffsseitige Tests absolvieren können.

Das Ziel von AIDA Cruises ist, zukünftig mit allen Schiffen seiner Flotte grünen Landstrom im Hafen zu nutzen und begrüßt daher die Pläne vieler weiterer Länder zum Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur. 

Bereits 2004, mit der Beauftragung von AIDAdiva und beim Bau aller folgenden Schiffe, wurde die Nutzung von Landstrom als eine Option für den umweltfreundlichen Schiffsbetrieb berücksichtigt. 

Schon seit vielen Jahren investiert AIDA Cruises im Rahmen seiner Green Cruising Strategie in einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Kreuzfahrtmarkt. Weitere Schritte auf dem Weg zum ersten Zero Emission Schiff, welches AIDA Cruises plant, 2030 in Dienst zu stellen, sind in Vorbereitung:

In wenigen Monaten wird mit AIDAcosma bereits das zweite LNG-Kreuzfahrtschiff auf Reisen gehen. 2022 kommt an Bord von AIDAnova die erste Brennstoffzelle zum Einsatz und auf einem AIDA Schiff wird das aktuell größte Batteriespeichersystem in der Kreuzschifffahrt mit einer Leistung von 10 Megawatt in Betrieb genommen. 

Das langfristige Ziel von AIDA Cruises ist der emissionsneutrale Schiffsbetrieb seiner gesamten Flotte im Jahr 2040. Daher beschäftigt sich das Unternehmen schon heute u.a. mit Fragen wie der zukünftigen Nutzung von regenerativen Treibstoffen, Windenergie, Photovoltaik oder damit, Abfall als Wertstoff für die Energiegewinnung zu betrachten, z.B. um aus Speiseresten Biogas an Bord zu erzeugen oder mit der Pyrolyse von Papier, Plastik & Co.

Mit MS Costa Smeralda auf Zukunftskurs

Gegenwärtig ist das neue Flaggschiff von Costa Cruises das einzige, weltweit in Betrieb befindliche LNG-Kreuzfahrtschiff. Grund genug für uns an Bord der Costa Smeralda mit dem Umweltoffizier (Environmental Officer) zu sprechen, um verschiedene Aspekte – auch der Nachhaltigkeit – des Schiffes zu erörtern und zu verstehen.

Versierter Costa-Offizier

Als Umweltoffizier ist unser Gesprächspartner Fabio dafür zuständig, dass an Bord alle Umwelt-Standards, Vorschriften und Entsorgungsverfahren entsprechend den internationalen, nationalen, lokalen und unternehmensspezifischen Vorgaben entsprechend umgesetzt und eingehalten werden. Zu diesem Zweck ist er permanent in den unterschiedlichen Bereichen des Schiffes unterwegs, um die korrekten Arbeitsabläufe zu überwachen. Außerdem fällt das entsprechende Crewtraining in seinen Verantwortungsbereich, welches jedem neu an Bord kommenden Besatzungsmitglied mindestens einmal zu teil wird. Bei etwaigen Zwischenfällen an Bord, die Auswirkungen auf die Umwelt haben könnten, setzt er sich mit den Behörden in Verbindung, berät den Kapitän in Verfahrensfragen und verfasst die entsprechenden Berichte.

LNG – alles gut?

Die Costa Smeralda bringt etliche Neuerungen mit, die sie vom Rest der großen Costa-Flotte unterscheiden. Ein wesentlicher Unterschied ist der Schiffsantrieb: statt mit Marine-Gas-Oil (MGO) wird die Smeralda mit Flüssiggas (Liquefied Natural Gas – LNG) betrieben. LNG erzeugt bei der Verbrennung keinerlei Feinstaub-Emissionen, keinerlei SOx (Schwefeldioxid)-Emissionen, etwa 20% geringere CO2- (Carbondioxid) und 85% niedrigere NOx- (Stickoxid) Emissionen. Nachteilig ist hierbei, dass LNG hauptsächlich aus Methan besteht, was wiederum ein aggressives Treibhausgas ist. Auch technisch ist die Nutzung von LNG komplex, da das Gas stark gekühlt und in flüssiger Form gebunkert wird. Dies setzt ein gesondertes Crewtraining für alle betroffenen Besatzungsmitglieder voraus, damit der Umgang mit der technischen Ausrüstung zum Betanken der Smeralda sicher beherrscht wird. Alleine die Betankungsvorbereitungen und Nachbereitungen nehmen sechs bis acht Stunden in Anspruch – das eigentliche Betanken dauert bis zu vier Stunden. Zumeist wird im Mittelmeer in Barcelona betankt, da die LNG-Infrastruktur bisher nur von wenigen Häfen vorgehalten wird. In Summe aller Aspekte überwiegen gegenwärtig die LNG-Vorteile deutlich gegenüber herkömmlichen Treibstoffen und dafür nimmt Costa auch den höheren Treibstoffpreis in Kauf.

„Quellwasser“ – selfmade by Smeralda

MS Costa Smeralda ist in Bezug auf Trinkwasser autark: seit sie in Betrieb genommen wurde, versorgt sie sich bspw. über bordeigene Osmose-Anlagen selbst. Hierbei wird aus Meerwasser Süßwasser in Trinkwasserqualität hergestellt, indem das Meerwasser mit hohem Druck durch feinste Membran-Filter gepresst wird. In diesen Membranen bleiben Salze, Ionen und Bakterien „hängen“ und im Ergebnis entsteht – vereinfacht erklärt – Trinkwasser.  Sobald das Schiff auf See ist und den Hafen verlassen hat, wird mit der Trinkwasserproduktion begonnen – durchschnittlich werden pro Nacht (zu anderen Zeiten ist das Schiff meist im Hafen) 800Kubikmeter (=800.000ltr) Wasser hergestellt. Und in dieser Größenordnung liegt auch der tägliche Verbrauch, da man darauf bedacht ist nur so viel herzustellen, wie benötigt wird. Eben dies ist auch ein wichtiger Nachhaltigkeitsgedanke, da der Bedarf gewissermaßen das Angebot steuert. Corona-bedingt reist Costa Smeralda mit verminderter Auslastung und daher wird momentan lediglich ca. 600Kubikmeter Frischwasser produziert. An Bord wird aktiv Wasser gespart: zum Beispiel durch Tunnelwaschmaschinen in der Wäscherei sinkt der Verbrauch um 50%; für jeden Gast merkbar sind die Kabinenwasserhähne, die durch einen modifizierten Durchfluss 30% Trinkwasser einsparen. Das ist Nachhaltigkeit die sich mehrfach täglich richtig gut anfühlt.

Wasserhahn-Perlator auf den Kabinen mit nachhaltiger Wasserreduktion

Es wird finster: Grau- und Schwarzwasser

Die hergestellte Frischwassermenge, entspricht grob der täglich anfallenden Abwassermenge. Das Abwasser  wird dabei zunächst in über 3000 Kubikmeter großen Tanks gesammelt. Es wird zunächst getrennt gesammelt, um feste Stoffe und Fette etc. zu filtern; dann aber gemeinsam aufbereitet. Hierbei wird im Gegensatz zu anderen, älteren Schiffen kein Unterschied zwischen Grau- und Schwarzwasser gemacht. Bei Grauwasser handelt es sich um Abwasser aus Waschbecken, Duschen, Waschmaschinen und bei Schwarzwasser um Toilettenabwasser. Die Aufbereitung selbst geschieht in einem fünfstufigen Prozess. Costa geht an Bord der Smeralda über die einschlägigen Vorschriften hinaus und entsorgt das Grauwasser nicht ungeklärt ins Meer, obwohl dies gegenwärtig erlaubt ist. Erst das wieder aufbereitete Wasser wird ab der vorgeschriebenen 4-Meilen-Zone ins Meer geleitet und die übriggebliebenen Klärschlämme ab 12 Meilen Küstenentfernung. Die moderne Wiederaufbereitungstechnik der Smeralda erlaubt eine Übererfüllung der geltenden Vorschriften und eine Minderbelastung des Ökosystems „Meer“.

Es wird hell: Energie sparen

MS Costa Smeralda ist in jeder Ecke innen wie außen wunderbar in stimmungsvolles Licht getaucht – dies geschieht nahezu ausschließlich über LED´s. Diese sorgen für einen signifikant reduzierten Stromverbrauch an Bord im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln. Ein weiteres Beispiel sind die 24(!) Passagierfahrstühle an Bord nebst den Crewfahrstühlen: durch 100% Energierückgewinnung verbrauchen diese keinerlei zusätzliche Energie.

Was an Bord übrig bleibt

Der gesamte an Bord entstehende Abfall gelangt in das am Heck befindliche Recycling Center auf Deck 3. Hier landet nicht einfach alles auf einem Haufen, sondern es trifft bereits gründlich sortiert dort ein. Das bedeutet, dass beispielsweise die Küchen-Crew entstehenden Verpackungsmüll sortenrein trennt. Es bedeutet aber auch, dass die Kabinenstewards diese Arbeit für alle Mülleimer aus den Passagierkabinen übernehmen – selbstverständlich mit entsprechender Schutzausrüstung.

Um Platz im Recycling Center zu sparen, optimieren Maschinen das Müllvolumen: „Crusher“ zerkleinern die Abfälle und „Compactor“ pressen die recyclingfähigen Stoffe in gewichtige Pakete. Der einzige Restmüll der verbrannt werden darf, ist übrigens Papier und Pappe; aber auch hier geht Costa über die Vorschriften hinaus und entsorgt diese im Hafen.

Durch effiziente Angebotssteuerung von Lebensmitteln wird versucht, prinzipiell wenig entsorgen zu müssen. Ganz ohne Abfall geht es dennoch nicht: es entstehen „soft“- und „hard-food“ – Abfälle. Letztere sind Knochen, Gräten und ähnliches. Unter „soft“ fällt alles, was am Buffet, auf dem Speiseteller oder bei der Zubereitung in der Küche übrigbleibt. Die „hard-food“-Abfälle werden in sogenannten „big-packs“ (1 big-pack entspricht ca. 1 Kubikmeter) gekühlt und gesondert gelagert. Den „soft-food“-Abfällen wird zunächst durch Trocknung die Feuchtigkeit entzogen und anschließend hoch erhitzt, bis die Essensreste pulverisiert sind. Von nun an wird diese Abfallart „bio-food“ genannt und dürfte im Meer entsorgt werden. Costa geht erneut einen Schritt weiter und entsorgt diese Abfälle der Smeralda ausschließlich an Land. Ebenfalls werden hierfür „big-packs“ verwendet. Pro Woche entstehen ca. 20 big-packs hard-food-Abfälle, sowie 12 big-packs bio-food-Abfälle. Bei letzteren muß man wissen, dass 12 big-packs bio-food vor der Pulverisierung einem Volumen von 48 big-packs entsprachen. Die Abfallbehandlung ist trotz aller Angebotssteuerung notwendig, um den vorhandenen Platz effizient nutzen zu können.

Essensreste: durch Erhitzung wird daraus an Bord „Bio-Food“ gemacht und …
in sogenannten „big-packs“ an Land entsorgt

Zusammengefasst stelle ich fest, dass Costa Cruises mit der neuen Smeralda, einen riesigen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit gegangen ist: Emissionen werden ebenso vermindert, wie Ressourcen gespart und bereits strenge Entsorgungsvorschriften freiwillig übererfüllt. Natürlich ist das Schiff nicht vollständig emissionsfrei auf den Meeren unterwegs, aber der Kurs stimmt. Und all dies macht Freude auf die Flottenentwicklung der Zukunft – MS Costa Smeralda ist dabei der nachhaltige Maßstab der Gegenwart und die Messlatte hängt – wie wir an Bord erfahren haben – hoch.

MS Arvia im Bau

Neues LNG-Schiff von P&O Cruises

Die Arvia startet im Dezember 2022 zur Jungfernfahrt in Richtung Kanaren – danach geht’s in die Karibik  

München – Während sich die internationale Kreuzfahrtbranche derzeit peu à peu vom Corona-bedingten Lockdown erholt und einzelne ausgewählte Seereisen mit reduzierter Passagierzahl und ausgeklügelten Hygieneprotokollen durchführt, blickt P&O Cruises bereits weit in die Zukunft. 

So entsteht auf der Papenburger Meyer-Werft mit MS Arvia aktuell das zweite mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Schiff der Flotte. Der Kraftstoff sorgt für eine deutlich geringere Umweltbelastung, da bei der Verbrennung weder Schwefeldioxide noch Ruß-Partikel freigesetzt werden.

LNG-Zwillinge: MS Iona und MS Arvia

Das Schwesterschiff der 2020 in Dienst gestellten MS Iona verfügt über 2.614 Kabinen und ist ebenfalls für 5.200 Passagiere ausgelegt. Vor dem Hintergrund geltender Hygienemaßnahmen in der Nach-Corona-Ära dürfte diese maximale Gästezahl aber bis auf Weiteres nicht ausgeschöpft werden. Es bleibt also noch eine längere Zeit besonders „luftig“ auf der Arvia.

Ein Attribut, das der Sky Dome als Mittelpunkt des Bordlebens ebenfalls für sich in Anspruch nimmt. Das verglaste und über drei Decks reichende Atrium, dessen Kuppel geöffnet werden kann, spiegelt die Weite des Ozeans wider und ermöglicht von nahezu überall eine uneingeschränkte Sicht auf eben diesen.

Ein Schiff für alle

Wie MS Iona ist auch die Arvia als Schiff für die ganze Familie ausgelegt. Der Nachwuchs kann sich insbesondere in der neuen Activity Zone austoben, die auf Deck 19 entstehen wird. Hier erwartet junge und junggebliebene Gäste z.B. ein Hochseilgarten mit zwei unterschiedlichen Routen, auf denen man in 54 Metern über dem Meer balancieren kann. Wer lieber mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt, der amüsiert sich beim Minigolf oder im Splash Valley mit allerlei Wasserspielen.    

Was wäre eine Kreuzfahrt ohne all die kulinarischen Köstlichkeiten an Bord? Neben den klassischen Restaurants zeigt sich auf der Arvia – wie schon beim Schwesterschiff MS Iona – aber auch ein neues Restaurationskonzept. So versprüht The Quays auf Deck 8 mit seinen unterschiedlichsten Speisenangeboten wahre Streetfood-Atmosphäre. Ob schneller Happen zwischendurch, ein kleiner Mittagssnack oder ein ungezwungenes Abendessen: Hier hat man alle Optionen. Auch was die Küchen dieser Welt angeht. US-Style mit Burger & Co. gibt es ebenso wie asiatische Spezialitäten. Oder aber Fish & Chips, schließlich ist P&O Cruises in England zuhause.  

Nachhaltiger Einsatz ab 2022

Erstmals im offiziellen Einsatz ist der jüngste P&O-Spross ab dem 9. Dezember 2022. Die Premierenfahrt führt den 344 Meter langen Cruiser von Southampton aus für 15 Tage in Richtung Kanaren. Anfang Januar 2023 folgt dann die Atlantik-Überfahrt mit Ziel Karibik, dem neuen Einsatzgebiet der Arvia.

DLR eröffnet Institut für Maritime Energiesysteme in Geesthacht

Pressemitteilung vom 28. Mai 2021

Forschung für die Dekarbonisierung der Schifffahrt

Schiffe transportieren mehr als 80 Prozent des Frachtaufkommens. Die meisten Schiffe fahren mit Schweröl als Treibstoff. Sie erzeugen dabei knapp drei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. Dazu kommen Kreuzfahrtschiffe, die ebenfalls zu den klimaschädlichen CO2-Emissionen beitragen. Das soll sich ändern: Das neue Institut für Maritime Energiesysteme im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt Technologien für eine Dekarbonisierung der Schifffahrt – für alle Schiffstypen. Das Institut in Geesthacht (Schleswig-Holstein) wurde am 28. Mai 2021 mit einer virtuellen Veranstaltung eröffnet.

„In unserem neuen Institut in Geesthacht werden die Weichen gestellt für den Seeverkehr der Zukunft. Dieser soll möglichst wenig Emissionen verursachen und über einen geschlossenen Stoffkreislauf verfügen“, erläutert Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, die Vorstandsvorsitzende des DLR, „Dabei wird das gesamte System der Infrastruktur betrachtet, vom Hafen bis hin zur Energieerzeugung auf dem Schiff. So wird das Institut neben der Nutzung alternativer Treibstoffe unter anderem die Versorgung und den Antrieb mit Wasserstoff untersuchen.“

DLR als Innovationstreiber auf See

Das DLR erweitert mit dem neuen Institut seine Forschung zur Schifffahrt. In Geesthacht werden Ozeanriesen, Kreuzfahrtschiffe, kleinere Binnenschiffe oder Yachten gleichermaßen und ganzheitlich betrachtet. Die Arbeit liefert Impulse für Werften, Schiffsausrüster, Reeder oder Hafenbetreiber zu einer umweltfreundlicheren Schifffahrt.

In einer Videobotschaft sagte Ministerpräsident Daniel Günther: „Frachtverkehr auf See, Kreuzfahrten und Fährverkehre nehmen zu. Immer mehr geht es darum, wie erneuerbare Energien sinnvoll und effizient auf den Schiffen eingesetzt werden und Emissionen in Richtung Null gesenkt werden können. Sie werden in Geesthacht Antworten auf einige der drängendsten Fragen unserer Wirtschaft und Umwelt entwickeln. Deshalb fördert die Landesregierung den Aufbau des Instituts mit 15 Millionen Euro und übernimmt einen Teil der jährlichen Finanzierung. Wir freuen uns auf Ihre Arbeit und heißen Sie in Schleswig-Holstein herzlich willkommen.“

Langfristig 250 Mitarbeitende in vier Abteilungen

Das DLR-Institut hat seinen Standort im Innovations- und Technologiezentrum (GITZ) auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Hereon. Aktuell 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen die Infrastruktur des Instituts auf. In einer Halle werden Versuchsumgebungen für containerbasierte Energiesysteme eingerichtet. Langfristig soll das Institut 250 Mitarbeitende in den vier Abteilungen Energiekonverter und -Systeme, Energie-Infrastrukturen, Virtuelles Schiff und System-Demonstration beschäftigen.

Bereits 2030 emissionsfrei auf See

„In der Schifffahrt wollen wir bereits deutlich vor 2050 emissionsfrei werden. Ziel der Bundesregierung ist dabei, dass das erste emissionsfreie Kreuzfahrtschiff „Made in Germany“ als Leuchtturm schon 2030 Wirklichkeit wird. Wenn uns das mit innovativen Lösungen und Technologien gelingt, haben wir den Grundstein für die Emissionsfreiheit der gesamten Flotte unabhängig vom Schiffstyp gelegt. Auf dem Weg dahin gilt es aber zunächst Schweröl als Energieträger zu ersetzen, um die damit verbundenen Emissionen zu vermeiden. Hierfür brauchen wir auch Lösungen für die Nachrüstung von Schiffen, die bereits im Einsatz sind. Bei alledem wird das neue DLR-Institut für Maritime Energiesysteme einen wichtigen, anwendungsorientierten Beitrag zur Umsetzung der ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung im Verkehrsbereich leisten“, sagt Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft.

Das Institut für Maritime Energiesysteme plant, ein Motorschiff bauen zu lassen, auf dem verschiedene alternative Antriebe erprobt werden. Der schwimmende Demonstrator soll die Entwicklung von Systemen und Komponenten für die Binnen- und Seeschifffahrt so weit voranbringen, dass diese in naher Zukunft weltweit eingesetzt werden können. Ein „digitaler Zwilling“ wird als virtuelles Schiff die Forschung vervollständigen. In der Simulation können Versuche sicher und effizient durchgeführt werden. So können zum Beispiel die Nutzungsbedingungen bei extremem Klima vorhergesagt werden. Der „digitale Zwilling“ erlaubt Tests in Grenzbereichen und vermindert die Zahl der notwendigen realen Versuche. Außerdem wird die Skalierung der Systeme auf große Containerschiffe ebenso wie auf kleinere Binnenschiffe oder andere Schiffstypen möglich.

AIDA eröffnet Landstromanlage in Rostock

Im Mai 2021 wurde Europas größte Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe in Rostock-Warnemünde in Betrieb genommen. Mit MS AIDAsol wurde hier erstmals regulär ein Passagierschiff mit Landstrom versorgt. Zuvor gab es bereits – ebenfalls mit AIDAsol – einen Probebetrieb. Die Anlage war im Jahr 2020 fertig errichtet worden und einsatzklar – doch dann kam die Corona-Krise und kein weiteres, geeignetes Schiff mehr in den Rostocker Hafen, um die Anlage einzuweihen. Daher wurde die Premiere der 2018 geplanten Anlage entsprechend verschoben. Der Aufbau der Landstromanlage wurde zwischen AIDA Cruises, Rostock-Port, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und der Universitätsstadt Rostock vereinbart.

Leistungsfähige Landstromanlage

Mit einer Leistung von maximal 20 Megavoltampere (MVA) können in Warnemünde zukünftig an den Liegeplätzen P7 und P8 zwei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit Strom beliefert werden. Im regulären Passagierbetrieb benötigt MS AIDAsol bis zu 4,5 Megawatt pro Stunde (MWh).

Emissionsarme Hafenliegezeiten

Durchschnittlich liegt ein Kreuzfahrtschiff 40% seiner Betriebszeit in einem Hafen. Mit einer Stromversorgung von Land ist es nun möglich, die Emissionen eines Schiffes auf Null zu reduzieren. Hafengebiete werden dadurch nachhaltig von Schadstoffausstoß entlastet – das war auch einer der Gründe, warum sich AIDA Cruises auf diesem Gebiet sehr engagiert.

Umrüstung aller neueren AIDA-Kreuzfahrtschiffe

Bereits seit 2004 mit dem Bau von MS AIDAdiva berücksichtigt AIDA bei allen Neubauten den Landstromanschluß als eine Form für einen umweltfreundlichen Schiffsbetrieb. Alle Schiffe mit Baujahr bis 2000 sollen nun in den kommenden Werftliegezeiten entsprechend nachgerüstet werden. Im Rahmen seiner Green Cruising Strategie investiert AIDA Cruises seit vielen Jahren in einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Kreuzfahrtmarkt und geht diesen Weg konsequent weiter.

Nicko Cruises´ MS Vasco da Gama wird zukunftsfähig gemacht

Gegenwärtig liegt MS Vasco da Gama in einer portugiesischen Werft und wird aufwendig renoviert. Neben kosmetischen Arbeiten in den öffentlichen Bereichen und Passagierkabinen wird ganz besonders in ein nachhaltigeres und zukunftsorientiertes Schiff invenstiert. Dazu gibt Nicko Cruises heute bekannt:

Vasco da Gama mit neuem Katalysator

Neben der Generalüberholung der diesel-elektrischen Motoren, die mit schwefelreduziertem MGO (Marine Gasoil) betrieben werden, erhält VASCO DA GAMA einen SCR-Katalysator, bei dem mittels einer selektiven katalytischen Reduktion Harnstoff zur Neutralisation von Stickoxiden eingesetzt wird. Dadurch werden Stickoxide um bis zu 95 Prozent reduziert. Der SCR-Katalysator an Bord von VASCO DA GAMA entspricht dem sogenannten TIER III-Level der Abgasregularien der International Maritime Organization (IMO), die sich als Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Rahmen des MARPOL- Übereinkommens zum Ziel gesetzt hat, die Meeresverschmutzung durch Schiffe zu reduzieren. Der zum Einsatz kommende SCR-Katalysator auf VASCO DA GAMA übertrifft deutlich die aktuellen Anforderungen an den Umweltschutz in sensiblen Gebieten wie der Nord-und Ostsee und liegt schon in diesem Jahr weit über den Anforderungen, die ab dem Jahr 2025 für das Fahren durch die norwegischen Küstenlandschaften vorgeschrieben sein werden.

Modernste Abwasserbehandlung für das Flaggschiff der Nicko Cruises-Flotte

Auf VASCO DA GAMA kommt außerdem ein neues Abwassersystem von der in Berlin ansässigen MARTIN Systems GmbH zur Anwendung. Die in Deutschland entwickelten und hergestellten biologischen Abwasserbehandlungssysteme bieten eine hervorragende Abwasserqualität, reduzieren Schwebstoffe auf null und erfüllen die neuesten internationalen und lokalen Anforderungen ohne Chemikalienverbrauch. Dabei greift MARTIN Systems auf eine sogenannte Ultrafiltrationstechnik zurück, die mit äußerst feinporigen Membranen die Mikroorganismen vom Wasser trennt. Durch die innovative Membrantechnik ist eine zusätzliche Desinfektion des Abwassers nicht mehr erforderlich. Zurück bleibt geklärtes Abwasser, das Badegewässerqualität erreicht. Selbstverständlich erfüllt die Abwasseraufbereitungslage BMA®2200S damit auch die Maßstäbe der IMO und des MARPOL-Abkommens MEPC.227(64).

Nicko investiert engagiert für die Zukunft – trotz oder gerade wegen „Corona“

Die gegenwärtigen Zeiten sind für Reedereien und Veranstalter mehr als schwierig und kompliziert – die Corona-Pandämie schlägt überall durch und macht die Planung für die Zukunft so schwierig. Umso bemerkenswerter ist es, dass ein stattlicher, zweistelliger Millionen-Euro-Betrag investiert wird. MS Vasco da Gama, Weltmeere und Umwelt werden es der Reederei mehr als danken. Gleichzeitig sichert dieses Investment auch den zukünftigen Erfolg des Schiffes im Kreuzfahrtmarkt ab. Nicko Cruises begibt sich unserer Meinung nach auf einen engagierten Weg in die Zukunft, der diese erfolgreich mitgestaltet und anführt.

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