Fred. Olsen Cruise Lines hat „ships@sea“ gegenüber bestätigt, dass seit neuestem auf ihren Hochseeschiffen keine mit Plastik beschichteten Einweg-Bar-Untersetzer mehr verwendet werden. Es kommen jetzt ausschließlich biologisch abbaubare Untersetzer aus Papier ohne Beschichtung und Bedruckung zum Einsatz. Da die Untersetzer mitunter ungewollt durch Windböen von den Außendecks über Bord geweht werden konnten, ist hiermit eine weitere Quelle der Meeresverschmutzung eliminiert worden. Diese nachhaltige Verbesserung gilt für MS Balmoral, MS Black Watch, MS Boudicca und MS Braemar.
Hurtigruten hat heute eine mehrjährige Partnerschaft mit der norwegischen Firma „Biokraft“ bekanntgegeben. Ab 2020 werden die Hurtigruten-Schiffe nach und nach mit diesem nicht fossilen Biogas(LBG) angetrieben. Hergestellt wird Biogas in sog. Biogasanlagen die in einem mehrstufigen Prozess aus totem Fisch und anderen organischen Abfällen flüssiges Biogas (LBG) herstellen.
Durch die Erzeugung von Biogas entfallen die Emissionen von Abfällen, daraus resultiert eine positive Klimabilanz. Flüssiges Biogas kann dabei in den gleichen Treibstofftanks und mit den gleichen Antriebsmotoren wie Flüssigerdgas (LNG) gemischt und verwendet werden. Bauliche Änderungen größeren Umfangs an Bord der Schiffe können daher vermieden werden.
Hurtigruten nimmt erneut eine Vorreiterrolle auf dem Sektor der nachhaltigen Schifffahrt ein und geht mit Engagement und gutem Beispiel voran.
Wie MSC Cruises kürzlich bekannt gab, werden bis Ende März 2019 an Bord aller Schiffe alle Einweg-Plastiktüten, -löffel, -gläser und andere Artikel, für die es Alternativen gibt, fortlaufend durch umweltfreundliche Produkte ausgetauscht. Einzelportionen in Plastikverpackungen wie beispielsweise Butter, Marmelade oder auch Joghurt werden ebenfalls nicht weiter genutzt. Hier wird es neue Prozesse geben, um den Passagieren komfortable Lösungen anzubieten.
Diese ersten Schritte im Rahmen des umfassenden Plastics Reduction Programme zielen darauf ab, Einweg-Kunststoffe durch ökologische Alternativen zu ersetzen und den gesamten Einsatz von Kunststoffen zu reduzieren. Dies ist ein langfristiger und fortlaufender Prozess. Sofern noch keine nachhaltigen Lösungen für bestimmte Produkte erhältlich sind, stellt MSC sicher, dass sämtliche Kunststoffabfälle bestmöglich recycelt werden.
Außerdem wurden bereits seit Ende 2018 alle Einweg-Strohhalme an Bord ersetzt. Stattdessen werden nur noch vollständig biologisch abbaubare Strohhalme zum Einsatz kommen. Zudem werden Getränke nur noch auf Nachfrage mit einem Strohhalm serviert – allein dies wird den Verbrauch um ca. 50 Prozent senken. Wer nicht auf einen Strohhalm verzichten möchte, kann eine nachhaltige Alternative nutzen. Diese Praxis wird nicht nur an Bord der Schiffe etabliert, sondern auch auf allen Inselzielen, in allen MSC-Büros an Land und auf allen MSC Landausflügen.