Immer eine Handbreit Torte unter dem Kiel: Auf Niedrigwasser-Kreuzfahrt mit nicko cruises
Alle Aufnahmen der nickoSPIRIT findest Du hier.



Du möchtest gerne MS nicko SPIRIT kennenlernen? Kein Problem! Zu unserem ausführlichen Schiffsportrait von MS nickoSPIRIT gelangst Du hier.
Ich muss mich outen! Auf dieser besonderen Flusskreuzfahrt mit Hochseecharakter, besuche ich wunderschöne Orte, von denen ich zuvor noch nie gehört habe. Welch´ Schande! Doch das ändert sich nun dank nickoSPIRIT. Dieses „Holland-Kaleidoskop“ nimmt Dich mit auf Entdeckungskreuzfahrt zu unseren liebenswerten Nachbarn an der Nordsee.
Doch um im Spätsommer 2026 überhaupt auf Flusskreuzfahrt gehen zu können, muß man – einem Glücksspiel gleich – flexibel sein.


„42°C und es wird noch heißer“ – unser Sommer 2026 war ab Ende Mai glühend heiß. Nonstop. Dazu europaweite Trockenheit ohne jeden nennenswerten Regen. Im Ergebnis führte das zu vielschichtigen Problemen, die unser umfassender Niedrigwasserreport mit vielen Eindrücken und Hintergrundinformationen hier beschreibt.
Ein Problem des trockenen Sommers stellt sich rasch als zentral heraus: Die Pegelstände der Flüsse sinken. Und zwar unaufhörlich. Auch in der Vergangenheit waren die Sommer durchaus mal trocken, doch fielen die Pegelstände dann meist erst ab Ende August oder im September auf Tiefststände. Die Sommer-Dürre 2026 führte zu einem neuen Phänomen: Bereits ab Juli haben die geringen Wasserstände Auswirkungen auf die Fahrpläne der Reedereien. Es kommt zu mehr und mehr Umroutungen und teilweise auch zu den sonst sehr seltenen Komplettabsagen von Reisen. Tragisch für Anbieter und ihre Kunden, die sich auf entspannte Urlaubstage freuen.

Auf alternativen Wegen zum Kreuzfahrturlaub
Am Anreiseabend begrüßt Kreuzfahrtdirektorin Maria alle Gäste in der Lounge und stellt den geänderten Reiseablauf nochmals vor, über den die nicko-Zentrale ihre Kunden zuvor bereits informiert hat. Eigentlich wäre man nämlich ab und bis Köln gereist, doch das Niedrigwasser verhindert dies auch weiterhin.
So dient Utrecht übergangsweise als Umkehrpunkt zwischen den Kreuzfahrten, mit dem Effekt, dass man statt einer entspannten Rheinpassage nun mit dem Bus in dreieinhalb Stunden angefahren kommt. Die Alternative ist die Reise abzusagen. Auch wenn es schade ist, die Kreuzfahrt auf der Autobahn beginnen und enden zu lassen, ist es nicko cruises so aber gelungen den Kern dieser Reise zu erhalten. Kein Wunder also, dass mehr als die Hälfte, der ursprünglich gebuchten Gäste, der niederländischen „Kreisverkehr-Kreuzfahrt“ rund um das Ijsselmeer treu geblieben sind.


Auf maritimem Kreisverkehr in den Niederlanden – mit viel Zeit für Entdeckungen an Land

„Time to discover“ – das ist der bekannte Slogan des Stuttgarter Kreuzfahrtspezialisten. Doch er ist mehr. Er ist kein werbewirksames Lippenbekenntnis, es ist gelebte Realität an Bord. Die Liegezeiten unserer nickoSPIRIT sind üppig: In Amsterdam und Enkhuizen liegen wir geplant über Nacht und als Folge des Niedrigwassers auch zwei weitere Nächte in Kampen. nicko cruises macht das Beste aus der Situation und so kann er seinen Gästen mit kurzen Bustransfers dennoch die geplanten Ziele Deventer und Zutphen anbieten. Vor Ort zeigt sich, wie drastisch die Städte vom Niedrigwasser betroffen sind – man muss das Flusswasser schon fast suchen. Heute kann ich mir kaum vorstellen, dass es hier auch Hochwasser-Probleme gibt. Dass nicko cruises trotz widriger Umstände eine tolle Reise wie diese ermöglicht, finde ich beeindruckend. Auch die Mitreisenden genießen ganz offensichtlich das Reiseerlebnis, wie ich bei etlichen Gesprächen erfahre. Chapeau nicko!








Amsterdam ist attraktiv und teu(r)er geworden
Und Amsterdam ist „rot“: Bekannterweise durch sein gleichnamiges Viertel mit horizontalem Hintergrund, aber auch durch seine Radwege. Angeblich färbt das Blut der Fußgänger diese entsprechend. Kein Wunder: Wer nicht aufpasst und schnell genug beiseite springt wird eben umgefahren. Gnadenlose Radler kennen hier nur ihre eingebaute Vorfahrt…
Doch Amsterdam bietet neben Grachtenfahrten, Frühlingsausflügen zu den schier endlosen Tulpenlandschaften im Keukenhof und Shopping in der City noch so viel mehr. Meine Kollegin Tanja von vielweib.de hat sich in Amsterdam auf intensive Entdeckungsreise begeben, sodass wir ihre Stories hier sehr gerne verlinken.












Gut zu wissen: Seit dem Sommer 2026 muß jeder Tourist der in Amsterdam übernachtet, eine Beherbergungsgebühr entrichten. Auch Flusskreuzfahrtpassagiere. Für jede angefangenen 24 Stunden werde satte 15€ pro Person fällig, die nicht im Reisepreis einer Reederei inkludiert und separat zu entrichten sind.
Malerisches Marken
Nordholland ist von Amsterdam leicht zu erreichen. Das süße Örtchen Marken hat sich seinen Charme bewahrt und lädt zum Genießen und Träumen an der kleinen Promenade mit Blick auf das Wasser ein. In bester Handarbeit gefertigt, bekommt man hier die mit viel Liebe zubereiteten Poffertjes – eine süße Sünde seinesgleichen. Wer etwas mehr Zeit vor Ort, dem sei ein Spaziergang zum dortigen Leuchtturm empfohlen – Postkartenpanorama inklusive.







Hier am Rande des Markenmeeres – einem Teil des Ijsselmeeres – gelangt man mit dem „Marken-Volendam-Express“ in 30 Minuten hinüber ans andere Ufer. Volendam ist ungleich geschäftiger als Marken – und wesentlich touristischer. Würde ich Volendam mit seinen schier endlosen Souvenirshops wieder besuchen? Vielleicht. Marken? Gewiss!





Das Ijsselmeer ist eine interessante Hochseeerfahrung
Hochseefeeling auf einer Flusskreuzfahrt – kann es das geben? Ja. Auf einer Holland-Reise wie dieser, überqueren wird das über 1100km2 große Ijsselmeer fast wie ein großes Hochseeschiff. Es ist eine gefühlte Atlantik-Passage an einem halben Tag, bei der man phasenweise kein Land mehr sieht, dafür aber Wind und Wellen spürt. Ein Seetag auf dem Fluss wird so zu einem einzigartigen Erlebnis, dass so nur die Niederlande bieten können. Doch „Vorsicht“: Das Suchtpotenzial nach derlei Reisen ist groß!





Enkhuizen ist die „echte“ Niederlande
Wer staunen und in die reiche Vergangenheit der Niederlande eintauchen möchte, der muß Enkhuizen besuchen. Hier findet man das Zuiderseemuseum – von Größe und Detailtreue einzigartig und sehr beeindruckend. Mitarbeiter stellen auf realistische Weise das Leben aus dem 17. Jahrhundert zum Anfassen vor. Wer das Museum nicht gesehen hat, hat die Wurzeln der Niederlande nicht kennengelernt. Übrigens: Auch für Kinder ist dieses Museum durchaus empfehlenswert, da vieles zum Erleben und ausprobieren einlädt.

















Kampen hängt die Kuh
Kampen an der rund 130km langen Ijssel war einst größer und mächtiger als Amsterdam. Heute kaum vorstellbar, wenn ich mich in der verträumten Hansestadt umschaue. Auffallend im kleinen Stadtzentrum ist deren Kuh. Warum auch immer: Sie wurde hoch oben an den „neuen Turm“ gehängt und ist weithin sichtbar – ein bemerkenswertes Wahrzeichen dieser Hansestadt.
In Kampen führt der Fluss – dank des Ijsselmeeres – noch genug Wasser, doch weiter flussaufwärts sieht es ganz anders aus. Daher bleiben wir hier mit zwei Nächten besonders lange vertäut liegen.









Mit Bussen besuchen wir Giethoorn: Sich einmal wie ein Gondoliere fühlen, ist hier möglich. Über schier endlose Kanäle gleitet man entlang malerischer Landschaften unter Brücken hindurch, sowie zwischen bunten Gärten und Häusern. Das wahre Venedig-Feeling kommt auf, als wir durch die maximal einen Meter tiefen Gewässer fachmännisch „gestakt“ werden.








Deventer und Zutphen sind DIE Destinationen stromaufwärts an der Ijssel
Beide Städte überzeugen mit ihrem hanseatischen Stil und der beeindruckenden, gepflegten Architektur. Sich durch die Innenstädte und an der Promenade treiben zu lassen ist einfach nur schön. Ich würde sagen, es ist Niederlande in Reinkultur. Während Zutphen mit 48.0000 Einwohnern weniger als halb so groß ist, wirkt es lebendiger und – für mich – eine kleine Spur liebenswerter als Deventer mit seinen ebenfalls aufwendig restaurierten Gebäuden im Altstadtkern.









Das Wetter der Reise: Wechselhaft durch und durch
Auf dieser Kreuzfahrt ist – obwohl vom Niedrigwasser beeinflusst – das Wetter ironischerweise sehr wechselhaft. Für Spätsommer ist es recht frisch geworden und zwischen den durchaus vorhandenen sonnigen Abschnitten, schüttet es wie aus Kübeln. So starke Niederschläge habe ich selten auf einer Kreuzfahrt erlebt. Ein deutliches Kontrastprogramm zur anfänglichen Beschreibung der „Großwetterlage“ des Sommer´s 2026.
Doch es gibt auch das genaue Gegenteil: Wunderbare Sonnenaufgänge und klare Nächte mit beeindruckendem Panorama vom Deck der nickoSPIRIT. Momente, die in Erinnerung bleiben und für Gesprächsstoff mit den Tischnachbarn am Morgen sorgen.






Genuss auf dem Fluss – die nickoSPIRIT verwöhnt ihre Gäste
Der Bordalltag ist unaufgeregt-entspannt: Es geht geruhsam und gesittet zu. Genuss pur von früh bis spät, ist das worum es geht. Im „The Garden“ am Bug wird alltäglich ein frühes, kleines Frühstücksbuffet angeboten, während im Panoramarestaurant später das große Buffet aufgefahren wird. Die Auswahl ist solide und trifft den deutschen Geschmack. Mittags und abends wird á la carte am Platz serviert. Übrigens: Feste Sitzplätze gibt es nicht, sodass man jederzeit frei wählen kann, welche Aussicht und welchen Tischnachbarn man bevorzugt. Auf diese Art kommt man ganz wunderbar miteinander ins Gespräch und lernt einander kennen.







Am Nachmittag und am späten Abend werden zusätzlich noch kleine Leckereien zur Stärkung unter das scheinbar stets hungrige „Kreuzfahrt-Volk“ gebracht. Durch und durch leckere Spezialitäten mit Schwerpunkt Fleisch und Pizza findet man am Heck in „Mario´s Grill“. Die Speisen sind auch hier inkludiert, lediglich eine Vorab-Tischreservierung ist nötig, da das Restaurant intim-klein ist.
Mit Charme und Witz führt DJ Mehdi gelungen durch die Abende: Er weiß um die musikalischen Vorlieben seiner Gäste und trifft den Geschmack. Die Stimmung ist folglich hervorragend und die Abende an Bord sind – für ein Flussschiff – erstaunlich lang-ausdauernd. Nicht überall findet man derart talentierte Alleinunterhalter an Bord.




Und auch Kreuzfahrtdirektorin Maria versorgt ihre Gäste laufend engagiert mit allem wissenswerten zur Reise. Unklarheiten oder Fragen dürften so kaum mehr vorhanden sein. Und falls doch, ist Maria nahezu ständig in ihrem Schiffsbüro oder an der Gangway gut gelaunt für ihre Reisenden da.
Die Kulinarik an Bord „sitzt“ – bei jedem Wetter
Nicko bietet auf ihrer SPIRIT ein gelungenes Kulinarik-Gesamtpaket. Vom Frühstück, über das Mittagessen, bis hin zum abendlichen Dinner geben die Mahlzeiten keinerlei Anlass zur Klage. Lediglich bei der Präsentation der Speisen auf den Tellern ist noch teilweise „Luft nach oben“, beispielsweise bei den Desserts. Diesen fehlt in meinen Augen in Sachen Auswahl und gelegentlich im Geschmack der letzte „Pfiff“. Applaus verdienen dagegen ausnahmslos die Suppen: Egal welche ich testen durfte, sie sind alle äußerst gut.













Die Getränkeauswahl namhafter Marken ist umfangreich und die Bar-Crew stets auf zack. Niemand muß hier lange auf sein erfrischendes Getränk warten und so macht das gemeinsame Zuprosten Freude. Wie oft man das tun möchte, sollte mit in die Entscheidung einfließen, ob man für 32€ p.P./Tag (Stand 09/26) das umfangreiche Getränkepaket bucht, oder die Drinks einzeln bezahlt. Letzteres ist nicht ganz günstig: Beispielsweise kostet ein 0,3l Bier 4,60€, eine Cola 0,33l 4,70€, ein 0,25l Wasser 3,40€ oder jeder Cocktail aus der Karte 10,60€.
SHIPS@SEA Résumé
Die Rahmenbedingungen dieser Reise im Sommer´26 sind für Veranstalter und Gäste ungewöhnlich schwierig. Das fehlende Wasser sorgt, wie beschrieben, zu manch flexibler Anpassung. Das Reiseerlebnis selbst: Es bleibt großartig!
Auch wenn sich das Wetter teilweise nicht mehr sommerlich gibt – zum Glück mag man meinen – ist das Erlebnis an Land doch ungetrübt. Alle final geplanten Ziele werden bedient und die Ausflüge finden statt – wenn auch teilweise mit dem Bus, statt mit dem Schiff. Die damit einhergehende Organisation von nicko und Cruisedirector Maria gelingt jeden Tag auf´s beste.






„Hartelijk Welkom am Ijsselmeer“ – diese nicko Kreuzfahrt zeigt beides: Was in unseren niederländischen Nachbarn steckt und was nicko cruises „drauf“ hat. Eine Hochsee-Flusskreuzfahrt vom Allerfeinsten, die ich genauso wieder unternehmen würde. Und: Jedem, der sie noch nicht gemacht hat, wärmstens ans Herz lege. Die Niederlande mit dem richtigen „SPIRIT“ machen nämlich den Unterschied.
Als Kirsche auf dem Kuchen agiert dazu die nickoSPIRIT-Crew – sie umsorgt auf herzlichste Weise alle Gäste von früh bis spät. Mehr geht nicht – und so bleiben beim Abschied in Utrecht auch nicht alle Augen trocken. Wie schön!

Werbung: SHIPS@SEA reiste auf Einladung von nicko cruises.
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